Semini, Andrea und Ottavio

Semini, Andrea und Ottavio, Maler von Genua, die Söhne Antonio's, standen anfangs unter Leitung des Vaters, und hielten

Grössere Verdienste hatte Ottavio, dessen Sabinerraub an der Facade des Palastes Doria von C. Procaccini für Rafael’s Arbeit augopfechen wurde. Auch an anderen Häusern sah man ähnliche al Frescos von Ottavio, die aber nach und nach zu Grunde gingen.

In den Kirchen hielten sich diese Bilder länger. So sieht man in der Capelle des hl. Hieronymus in St. Angelo zu Mailand Dar- stellungen aus dem Leben dieses Heiligen von ihm. In diesen und in anderen Werken, welche O. Semini in Mailand ausführte, bemerkte Lanzi eine Aenderung des Styls, indem er vor den Bil- dern in der Capelle des hl. Hieronymus sagt, sie seyen in einer leichteren, weniger vollendeten Weise gemalt, wie diess auch mit anderen Bildern in Mailand der Fall war. Auch bemerkt Lanzi,

dass Ottavio in Oel nicht coloriren konnte oder wollte. In den Frescobildern hatte er aber eine meisterhafte Färbung. Zu Mai- land malte er mit seinem Bruder Andrea und mit A. Busco für den Herzog von Terranuova, der durch diese Meister seinen Palast verzieren liess. Ein belobtes Bild von Andrea haben wir oben genannt, und es möchte fast scheinen, dass dieser Meister gediege- ner war, als Ottavio, der zuletzt von der Kunstweise des Michel Angelo sich hinreissen liess und manierirt erscheint. In der letzte- ren Zeit seines Lebens gründete er in Genua mit L. Cambiaso eine Zeichnungsschule, worin das Studium nach dem Nackten eifrig betrieben wurde. Er starb daselbst 1604 und Andrea 1578 im 6 Jahre.

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