Seekatz, Johann Conrad

Seekatz, Johann Conrad, Maler, geb. zu Grünstadt in der Pfalz , gest. zu Darmstadt . Als zweiter Sohn eines mittelmäs- sigen Malers, des Johann Martin Seekatz, genoss er den ersten Unterricht in der Kunst bei seinem älteren Bruder in Worms , wo der Vater in der neuerbauten lutherischen Kirche verschiedenes gemalt hat. Er arbeitete hierauf eine lange Zeit in Gemeinschaft mit seinem Lehrer, dann unter Leitung des churpfälz. Hof- malers Brinkmann und wurde endlich churfürstlicher Hofmaler zu Darmstadt (1755). Seekatz malte Gesellschaften, Scharmützel , Plünderungen, Bauern- und Zigeunerstücke, so wie Landschaften mit Figuren und Thieren. In diesen Stücken hatte er grössere Stärke, als in grösseren historischen Compositionen. Seine Bilder sind gut geordnet, korrekt in der Zeichnung, ausdrucksvoll und von kräftiger Färbung. Göthe sagt von Seekatz, dass Greise und Kinder, unmittelbar nach der Natur gemalt, ihm ganz herrlich glückten. Die Jünglinge waren meist zu hager, und die Frauen fielen aus der entgegengesetzten Ursache. Seekatz brachte nämlich auf allen Gemälden, wo weibliche Figuren sind, seine Frau an, die eben so sehr Ueberfluss an Corpulenz, als Seekatz an Magerkeit hatte. Er besass ungemeine Leichtigkeit in der Erfin- dung und ausserordentliche Vorstellungskraft. So konnte er mit einem Blicke den ganzen Charakter eines Gesichtes auffassen. Doch befasste er sich nie ernstlich mit Portrairen. Viele von seinen Bildern kamen nach Frankfurt und nach Frankreich ; viele besitzt auch die grossherzogliche Gallerie zu Darmstadt. Romanet hat einen Bänkelsanger und einen Bilderkrämer nach Seekatz gestochen, J. H. Apel zw. malte Schaflen mit Bauern, und ein M. (Morgenstern) zwei Gesellen von jungen Bauern, P. Lowris stach 1772 zwei

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