Sciaminossi, Raffaelo

Sciaminossi, Raffaelo, Maler und Kupferstecher , auch Sciami- nosı, Schiaminossi und Schiaminossius genannt, wurde um 1570 zu Borgo St. Sepolcro geboren, und von K. del Colle unterrichtet. Diess ist fast Alles, was man über die Lebensverhältnisse des Künstlers weiss. Die Lebenszeit desselben ist wenigstens bis 1620 auszudehnen, da diese Jahrzahl auf einem seiner Blätter steht. Als Maler stellt ihn Lanzi denjenigen Meistern gleich, die zu Anfang des 17. Jahrhunderts in einfachem Style componirten und ihre Motive gewöhnlich aus der Natur nahmen. Im Colorite fin- det er ihn heiterer als viele andere damaliger Zeit. In der Kirche zu Borgo ist das Hochaltarblatt von Sciaminossi gemalt. Bartsch P. gr. XVII. p. 211 ff. beschreibt 137 Blätter von Schiaminossius, die sehr kräftig und geistreich radirt, und theil- weise mit dem Grabstichel vollendet sind. In den Abdrücken von diesen Platten sind die Schatten sehr schwarz, und mit den Licht- theilen nicht in Harmonie. Es finden sich aber dagegen auch

Dem folgenden Verzeichnisse liegt seiner Hauptanlage nach jenes von Bartsch zu Grunde, dessen Nro. eingeschlossen sind. Im Ganzen mussten wir aber von der Numerirung des genannten Schriftstellers abweichen, da mehrere Zusätze nothwendig waren, wie eine Folge von Apostelköpfen, die von Rost, Füssly u. a. irrig als Holzschnitte angegeben werden. Die Scenen aus dem Leben des hl. Franz von Assisi, die Bartsch als eben so viele Blätter auf- zählt, sind auf einer einzigen Platte gestochen. Vom Fechtbuche des Copo Ferro kannte Bartsch nur das Bildniss des Verfassers, u. s. w. Bartsch gibt indessen sein Verzeichniss gerade nicht als geschlossen aus, ist aber dennoch, es könne damit vollzählig seyn. Darstellungen aus dem alten Testamente.

  1. (B. 1.) Die Schöpfung des ersten Menschen. Gott Vater steht rechts und haucht den Adam an, der links auf dem Boden sitzt. Ohne Zeichen, unten nach rechts Nicolao van Aelst formis romae 1602. H. 9 Z., Br. 10 Z. 5 L.

  2. (B. 2.) Putiphar's Weib klagt den Joseph der Verführung an. Sie kniet; rechts mit dem Mantel desselben, und links steht Putiphar mit Gefolge in Entrüstung. Diess ist gegen- seitige Copie nach Lucas von Leyden Nro. 21. Links unten ist das Zeichen Sciaminossi's. H. 4 Z., Br. 6 Z.

  3. Tobias und der Engel. Letzterer, mit grossen Flügeln, steht rechts unter dem Baume und wendet sich gegen To- bias, der mit dem Fische beschäftigt ist. Im Grunde ist Landschaft mit Gebäuden. Links unten steht: RAL, SCHIAS, F., und in der Mitte: Jo. Orlandi formis, H. 6 Z. 4 L.

Dieses Blatt kannte Bartsch nicht. Brulliot beschreibt es im B. v. Aretin'schen Cataloge.

4—106) (B. 3—15.) Die Propheten, stehende Figuren auf 12 Blättern, unter einem eigenen Titel: Prophetarum imagines sculptae et inventae a Raphaelle Schiaminosio a Burgo sancti sepulcri, nuper per Joannem Orlandum impresse Romae 1600. H. 6 Z. 6 L. mit 6 L. Rand, Br. 4 Z. 9 L.

Diess ist jene Folge von Propheten, von welcher Füssly u. a. sagen, sie sei von Orlandi nach Sciaminossi gestochen, I. Vor den Numern links unten und vor den Namen der Propheten. Selten. II. Mit Numern und Schrift.

37—67) (B. 16—26) Die Sibyllen, stehend mit Täfelchen und Bandrollen, 11 Blätter mit Titel: Sibillarum decem imugines nec non eorum vaticinia etc., incisae a Raphaelle Schia- minosio a Burgo S. Sepulcri Inuentore, et nuper per Joan- nem Orlandum in lucem editae Romae anno 1600. H. 6 Z. 6 L. mit 6 L. Rand, Br. 4 Z. 9 L.

Darstellungen aus dem neuen Testamente.

  1. (B. 27.) Maria und der verkündende Engel, ganze stehende Figuren: Ecce concipies et £. etc. Raphael S. DD. H.

  2. [B. 28.] Die Heimsuchung der Elisabeth. Die Letztere ist zuerst vor Maria auf die Knie zu sinken, und die bei-

den Männer sind links im Grunde an der Hausthüre. Et ‚unde hoc mihi etc. Raphael Sciaminossius Pictor. — — Anno MD.CXX. H. 10 Z. 6 L. mit 9 L. Rand. Br. 8 Z. 5 L.

  1. [B. 29.] Die Ruhe der hl. Anna in Ägypten, Maria sitzt an einem Brunnen, und Joseph pflückt Früchte. Nach F. Baroccio. Pauper sum ego etc. Raphael Schiaminossius Pictor Burgensis etc. M.D.C.XII. H. 10 Z. 7 L. mit 9 L. Rand. Br. 8 Z. 5 L.

  2. [B. 30.] Die hl. Jungfrau mit dem Kinde, wie sie dasselbe

Jesus lehrt. Im Grunde links Elisabeth. Nach Rafael's Zeich- nung, welcher Sciaminossi die Anrufung der Elisabeth beisetzte. H. 5 Z. 8 L., Br. 4 Z. 5 L.

  1. [B. 31.] Die hl. Familie; wie Maria dem Kinde gehen lehrt, nach L. Cambiasi und mit Dedication an Marsilio. H. 11 Z. 9 L., Br. 8 Z. 8 L.
  1. Mit zwei lateinischen Versen: Incipe parva etc.
  2. Mit der Inschrift im Rande: Ex dono Cardinalis Va- lenti etc. M.DCCLVHI. Romae ex Chalcographia R. C. A. apud Pedem Marmoreum — Lucas Cangiastus Inuentor.
  1. [B. 32.] Jesus Christus vom Teufel versucht; letzterer als Alter mit grossem Bart vor dem rechts sitzenden Herrn. Links unten: Raff. L Sciamino Bor. F. In Mitte des Randes Adresse des N. van Aelst; 1602. — 10 Z., und 6 L. Rand.

  2. [B. 33.] Jesus Christus in der Glorie auf Wolken stehend in segnender Stellung Jesu nostra Redemptio, Amor et De- siderium etc. Mit dem Namen des Stechers und M.DCXII. Rand. Durchm. 6 Z. 1/2.

  3. [B. 34.] Die heil. Jungfrau auf Wolken in einer Glorie stehend, Sancta Maria Mater Dei. Mit dem Namen des Stechers M.D.C.XIII. Das Gegenstück zum Obigen.

  4. [B. 35.] Die hl. Jungfrau auf Wolken sitzend mit dem Kinde auf dem Schoße. Ave Virgo Maria — — Raphael Sciaminossius etc. MDCXL. H. 50 Z. mit 4 L. Rand, Br. 3 Z. 10 L.

Diess ist Copie von Baroccio's Nro. 2.

  1. [B. 36.] Die hl. Jungfrau auf der Weltkugel von drei En- geln gehalten, und von mehreren anderen Engeln umgeben. Hinten Landschaft, mit Epitheten aus der Litanei: Janua coeli etc. Das Zeichen ist in der Mitte unten, und im Rande steht: Quisquis — — conciliare genus. Unter diesen Versen ist B. Caselli als Erfinder bezeichnet, und das Monogramm des L. Cambiano, welcher der Herausgeber zu sein scheint. H. 11 Z. 8 L. und 10 L. Rand. Br. 7.
  1. Custodis hat dieses Blatt von der Gegenseite copirt.

38 — 53) [37 — 52] Die 15 Geheimnisse des Rosenkranzes mit Titel: Quindecim mysteria Rosarii Beatae Mariae Virginis. A. Raphaelle Sciaminossi de Burgo Sti. sepulchri delineata atque in aes incisa. Romae 1600 Permissu superior. H. 3 Z. 7 L. und 6 L. Rand, Br. 5 Z. 8 — 9 L. Im Rande steht eine lateinische Erklärung.—

  1. Titel: Cartouche mit zwei Engeln.
  2. Die Verkündigung Mariä. Mit R. E.

Diese seltenen Blätter kannte Bartsch nicht, und Rost und Füsslj nennen sie irrig Holzschnitte.

Im Winkler'schen Cataloge werden auch 8 Blätter mit ganzen Figuren von Aposteln genannt; geätzt und mit dem Grabstichel vollendet. 12. Eine solche Folge kennt Bartsch ebenfalls nicht.

Heilige.

  1. (B. 53.) St. Joachim und Anna erblicken die hl. Jungfrau in dem Himmel. Aus ihren Leibern gehen zwei Rosen hinauf. Links im Rande: V. S. I. Dies ist eine Copie nach V. Salimbene. Dann folgt das Zeichen Sciaminossi's und die Jahrzahl 1505. H. 7 Z. 4 L. mit 4 L. Rand, Br. 5 Z. 8 L.

  2. (B. 54.) St. Antonius von Padua, mit Buch und Lilie. Divus Antonius Palueus. Raphael Schiaminossius D. D. D. H. 6 Z. und 5 L. Rand, Br. 4 Z. 5 L.

  3. (B. 55.) St. Bartholomäus, mit dem Messer. Copie nach L. b. Leyden. Links unten Sciaminossi's Zeichen und 1605. H. 8 Z. 10 L. und O L. Rand, Br. 3 Z. 9 L.

  4. (B. 56.) St. Didacus. Raphael Schiaminossius D. D. Dictavit 1601. H. 5 Z. und 6 L. Rand, Br. 3 Z. 6 L.

  5. (B. 57.) Die Steinigung des hl. Stephanus. Lucas Januensis (Cangiagi) Inven., — — Dicat Romae cum Privilegio 1608. H. 8 Z. 6 L. mit 10 L. Rand, Br. 11 Z. 5 L. X. Die Abdrücke mit obiger Schrift. I. Die späteren der römischen Chalcographie.

  6. (B. 58—84 und 87.) Ein großes Blatt mit Darstellungen aus dem Leben des hl. Franz von Assisi, und die Martyrer seines Ordens. Man sieht darauf den hl. Franz, wie er die Stigmata empfängt, halbe Figur nach rechts, wo die *) Bartsch beschreibt ein unvollständiges, zerschnittenes Exem- plar.

  1. Decipitur socius numini etc. B. 58.

  2. Foelices animae coelestia etc. B, 59.

  3. Et prece quod nequit etc., B, 60.

  4. Convertit gelidas in vina etc., B. 61.

  5. Emitit facili foelicia etec. B. 62.

  6. Languida sanatur coelesti etc. B. 63. H. 53 Z. — 3 Z. 3 L., Br. 2 Z. 2 L.

  7. Te nec precipites etc. B. 64.

  8. Demittit proprias nudato etc., B. 65.

  9. Accipe et irriguis etc. B, 66.

H. 2 Z. 3 L. und 3 L. Rand, Br. 2 Z. 8 L. — 3 Z.

  1. Hanc tibi supremae etc. B, 67.
  2. E terris celeris etc. B. 68. H. 2 Z. 3 L., Br. 3 Z. 1 — 2 L,

Die äussere Einfassung machen die Bilder der Heiligen des Ordens des hl. Franz von Assisi, B. Nr. 69 — 84.

  1. S. Bernardus Mar. B, 69.

  2. S. Petrus Mar., B, 70.

  3. S. Adimtus Mar. B. 71.

  4. S. Accursius Mar. B. 72.

  5. S. Ottho Mar, B, 73.

  6. Frater Cosma, B. 74.

  7. S. Antonius de Pad. B, 75.

  8. S. Eleazzarius. B, 76.

  9. S. Didacus. B. 77.

  10. S. Bernardinus. B. 78.

  11. S. Elisabeth Reg. Iung. B. 79.

  12. S. Bonaventura Ep. B, 80.

  13. S. Ludovicus Gall. Rex. B. 81.

  14. S. Ludovicus Epis. B. 82.

  15. S. Clara Virgo, B. 83.

  16. S. Daniel Mar, cum sociis. B. 84.

Al. 2 Z. — 2 Z. 3 L., Br. 1 Z. 9 L., der Rand 3

Oben in der Mitte des Blattes ist ein Tuch mit einer Cartouche, worin ein Kreuz mit zwei Armen umschlungen. Unten ist eine verzierte Cartouche mit 16 Versen: Fervidus — venia, Auf jeder Seite unten sind drei gekreuzigte Franziskaner, Die Adresse lautet: Matteus Florinus formis. H. 18 Z. 6 L., Br. 13 Z. 8 L.

Dieses Blatt ist höchst selten.

  1. (B. 85.) St. Franz von Assis in Extase, dabei ein Engel mit der Geige. Dicite Dilecto meo etc. 1603. H. 2 Z. 7 L Br. 2 Z. 6 E.

  2. (B. 86.) St. Franz in Extase von zwei Engeln unterstützt, Dicite Dilecto — — Raphael S. in F. et D.D. H. 4 Z. und 6 L. Rand, Br. 6 Z. 4 L.

  3. (B. 88.) St. Franz von Assis dem Volke predigend. Rechts unten: Raphael Schiaminossius a Burgo S. S. Imventor. F, H. 11 Z. 8 L. mit 1 Z. Rand, Br. 8 Z. 6 L.

I. Mit Orlandi's Adresse 1603.

  1. Gio. Jacomo Rossi Formis Romase alla Paoe.
  1. (B. 89.) S. Jacobus minor, nach rechts schreitend. L. in. Kaphael Schiaminossius incidebat 1605. Copie nach Lucas von Leyden, H. 4 Z. und 5 L. Rand, Br. 3 Z. -

  2. (B. 90.) St. Magdalena mit der Vase. L. in. Raphael Schi- aminossius incidebat 1605. Copie nach Lucas von Leyden. H. 5 Z. und 8 L. Rand, Br. 3 Z. 9 L.

  3. (B. 91.) St. Magdalena von Engeln in den Himmel getra- gen. Luca Cangıasi inuent. Rafael Schiaminossi F. — Ro- mae superiorum permissu 1612. H. 9 Z. 9 L. und 7 L, Rand, Br. 7 Z. 2 L.

  4. (B. 92.) F. Philippus von Ravenna, Raphael S. In. F. DD. H. 6 Z. und 0 L. Rand, Br. 4 Z. 2 L.

  5. (B. 93.) St. Peter und St. Paul. Links unten: RA. SCH.

JNV. JNC. H. 4 Z. 7 L., Br. 3 Z. 6 L.

  1. (B. 94.) Die vier Heiligen, nach Rafael's Zeichnung: Unten — R. S. B. incid. H. 5 Z. 6 L., Br. 4 Z. |

  2. (B. 95.) St. Gerardus Sagredius Episc. et Mart. L. in. Ra- fael Schiaminossius incidebat 1605. Copie nach L. van

Leyden. H. 4 Z. 1 L. und 5 L. Rand, Br. 5 Z. 3 L.

  1. (B. 96.) St. Thomas stehend mit der Lanze nach rechts, L. in. Raphael Schiaminossius incidebat anno 1605. Copie nach L. van Leyden. H. 5 Z. und 8 L. Rand, Br. 3 Z. 9 L.

  2. (B. 97.) Maria mit dem Kinde im Himmel, von St. Vincenz und St. Catharina angebetet. Nach Paul Caliari, mit dem Namen des Stechers. H. 153 Z. 8 L. und 8 L. Rand, Br. 10 Z.

Historische Bilder, Allegorien und andere Dar- stellungen.

87 — 100) (B. 98 — 110) Die Büsten der 12 Cäsaren. Folge von 13 Blättern. Auf dem Titel sieht man die Roma auf Tro- phäen: XII Caesarum qui primi Rom. imperaverunt a Julio vsq. ad Domitianum 1605. — Raphael Schiaminossius Burgo Politanus hujus inventor ac incisor — Anon. 1606. H. 17 Z. 6 — 9 L. mit 6 L. Rand, Br. 13 Z. 4 L.

W. Kilian hat diese Blätter im Kleinen copirt.

100 — 103) (B. 111 — 114) Vier Darstellungen aus dem Leben der Margaretha von Oesterreich, zu einer Folge von 25 Blättern von Anton Tempesta, Jakob Callot und einem Un- genannten. Die Blätter von Sciaminossi sind die Nro. 4, 7, 2, 15 jedes mit dem Zeichen. H. 4 Z. 9 L., Br. 5

  1. (B. 111.) Margaretha in einer Sänfte getragen.
  2. (B. 112.) Verschiedene Prälaten vor der Königin.
  3. (B. 113.) Ihre Vermählung mit Philip III. von Spanien.
  4. (B. 114.) Ein alter Herr vor ihrem Throne knieend. 104 — 115) (B. 115 — 126.) Die Leidenschaften und Gemüths- bewegungen. Folge von 12 Blättern, jedes mit einer alle- gorischen Figur und zwei italienischen Versen., H. 5 Z. 1

L. und 5 L. Rand, Br. 3 Z. 6 — 11 L.

I. Vor der Schrift, Selten. II. Mit den Inschriften, wie unten folgt.

  1. (B. 115.) Intellectus. Raphael S. in. f. 1605.

  2. (B. 116.) Vigilantia. Raph. S. in. f. 1605.

  3. (B. 117.) Honor. Rechts unten das Zeichen.

  4. (B. 118.) Libertas. Rechts unten das Zeichen.

  5. (B. 120.) Praemium. Links unten das Zeichen.

  6. (B. 321.) Servitus. Links unten das Zeichen.

  7. (B. 122.) Meritum. Rechts unten das Zeichen.

  8. (B. 123.) Vir sanguineus. Das Zeichen rechts unten.

  9. (B. 124.) Impetus animi. Rechts unten das Zeichen.

  10. (B. 125.) Ratio. Rechts unten das Zeichen.

  11. (B. 126.) Laetitia. Rechts unten das Zeichen.

  12. (B. 127.) Allegorische Darstellung des Wappens des Cardinals Sachietti. Rechts und links sind Arabesken mit Cartouchen und Emblemen. Rechts unten ist das Zeichen und die Jahrzahl 1615. H. 9 Z. 10 L., Br. 14 Z. 4 L.

  13. (B. 128.) Die Figur eines nackten Mannes, von vorn, an welchem die Stellen zum Aderlassen bemerkt sind. Links ist der Kopf dieses Mannes zum zweiten Male dargestellt, und rechts der Unterleib eines Weibes. H. 14 Z. 10 L., Br. 14 Z.

  14. (B. 129.) Eine ähnliche Figur vom Rücken. Rechts unten ist das Zeichen. In gleicher Grösse.

119 — 125) (B. 130 — 130.) Eine Folge von 7 Ansichten des heiligen Berges della Vernia. Diese Blätter gehören zu einer Folge von 22 Ansichten nach Zeichnungen von Fra Archangelo da Messina, mit dem Bildnisse des hl. Franz von Assisi, nach J. Ligozzi von Dom. Falcino gestochen. Die übrigen Blätter sind von einem Ungenannten gestochen.

Dazu gehört auch eine Beschreibung, die eigens ge- druckt ist.

  1. (B. 130.) Ansicht des Berges della Vernia mit einem Mönche, der vom Felsen herabstürzt, rechts vorn ein Mann mit dem Saumthiere, und unten das Monogramm. In drei zu- sammengesetzten Blättern. H. 14 Z. 9 L., Br. 27 Z. 6 L. Sehr selten.

  2. (B. 131.) Ansicht des Theiles, wo St. Franz bei seiner An- kunft von einem Vogelzuge empfangen wurde. Man sieht den Heiligen mit vier Mönchen auf dem Berge. Links unten das Zeichen. H. 14 Z. 0 L., Br. 9 Z. 3 L.

  3. (B. 132.) Ansicht des Theiles, wo der Satan den Heiligen vom Berge herabstürzen wollte. In der Mitte unten ist das Zeichen. H. 9 Z. 3 L., Br. 14 Z. 9 L.

  4. (B. 133.) Die Buche, auf welcher die hl. Jungfrau die zu den Stigmen wallfahrenden Bewohner segnet. In der Mitte unten das Zeichen. H. 9 Z. 3 L., Br. 14 Z. 9 L.

Dies ist eines der schönsten Blätter des ganzen Werkes und sehr selten.

  1. (B. 134.) Ansicht des Felsens, wo der Bruder Lupo als Räuber von St. Franz bekehrt wurde. Unten nach rechts das Zeichen. H. 9 Z. 3 L., Br. 14 Z. 9 L.

  2. (B. 135.) Ansicht des Platzes, wo jetzt die Kirche des Ber- ges steht. Vorn sind zwei Mönche, die über den Platz zum Gau streiten. Links unten das Zeichen. H. 9 Z. 3 L., Br. 14 Z. 9 L.

  3. (B. 136.) Ansicht des Platzes, wo St. Franz die Stigmen er- hielt. In der Mitte unten das Zeichen. H. 9 Z. 5 L., Br. 14 Z. 9 L.

  4. Ansicht des Bergtheiles, welcher das Bett oder das Orato- rium des hl. Franz von Assisi genannt wird, in zwei Blättern bestehend, von der Grösse der obigen. Die rechte Hälfte

  5. (B. 137.) Gran Simulacro dell' arte e dell' uso della Scherma

» di Ridolfo Capo Ferro da Cagli. Maestro dell' Eccelsa na-

«tione Alemano nell' Inclita Citta di Siena. Dedicato al Ser.

‚Sig. Don Federigo Feltrio Della Rovere Principe dello Stato d'Urbino. In Siena etc. 1610. qu. fol.

;Die 45 Blätter dieser Anleitung zur Fechtkunst sind von ‚Sciaminossi gezeichnet und radirt. Bartsch kannte nur das “ Titelkupfer dieses interessanten Werkes, das Bildniss des

Capo Ferro, Brustbild im Oval zwischen zwei geflügelten Genien. H. 5 Z. 3 L., Br. 8 Z. 5 L.

Scium 8, Sciacca. Sciameroni, s. Ph. Furini.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_LMQ-AAAAcAAJ