Schwingen, Peter

Schwingen, Peter, Genremaler, wurde 1816 zu Godesberg ge- boren, und an der Akademie in Düsseldorf zum Künstler heran-

gebildet. Er entwickelte darin kurzer Zeit ein entschiedenes Talent für volksthümliche Auffassung, so dass man schon bei sei- nem ersten Auftreten die schönsten Hoffnungen nähren konnte. Seine Werke bestehen in Volksscenen von grosser Lebendigkeit der Darstellung, und von scharfer Auffassung des Charakteristi- schen solcher Auftritte. Zu seinen früheren Bildern gehört jenes, welches 1835 unter dem Namen des erappten Liebesbriefes be- sahnt wurde. Dann malte er die St. Martinsfeier der Kinder zu Düsseldorf, ein Bild, welches er 1837 viermal im Kleinen wieder- holte, und sofort sah man von Schwingen bei jeder Ausstellung Gemälde, die nie ihren Zweck verfehlten. Mehrere derselben sind comische Scenen, andere der ernsten Seite des Lebens entnommen, wie 1845 seine Pfändungsscene, wo die Verzweiflung der Frau und die Trostlosigkeit des Mannes gegenüber der Härte des Gläubigers mit ergreifendcr Wahrheit geschildert ist. Ein anderes, meister- haftes Bild, welches um dieselbe Zeit entstand, sahen wir 1845 auf der Kunstausstellung zu München . Es stellt einen Schmaus nach dem Gewinn des grossen Looses vor. Dann malt Schwingen auch Portraite, meistens kleine Brustbilder. Hahn lithographirte den Sonntag Nachmittag, nach dem Ge- mälde bei F. John in Düsseldorf , qu. fol. E. C., Schall: lithogra- phirte ebenfalls ein grosses Blatt, unter dem Namen der Wahr- sagerin. Schwingenschuh, Erdmann van, Medailleur, arbeitete um 1767 in Prag. Er bezeichnete seine Werke mit E. v. Schwiner, Hermann, Maler und Glasschneider zu Nürnberg. Er schnitt schöne Landschaften in Glas und Crystall. Starb 1683 im 43. Jahre. Schwingen, Peter Schwiter, Louis Auguste Baron de; machte sich in der Jetzteren Zeit zu Paris als Portraitmaler bekannt. Auf der Kunst- ausstellung 1845 sah man von ihm mehrere Bildnisse von Damen. Schwyzer, Johann, s. Schweizer, F. H. Schwyzer, s. auch Schweizer. Schyldhuewer, Johann Ulrich, s. J. U. Schöftlhueber. Schyndel, C. L. V., heisst nach Füssly ein Medailleur, von welchem Ch. v. Mechel in Basel eine Staffeleibild besass, welches eine holl- ändische Volksgesellschaft in Brackenburgs Geschmack vorstellt. Vielleicht gehört dieser Meister der Familie van Scheynderl an. Schynvoet, Simon, Architekt, geb. im Haag 1652, war ein Mann vom vielseitiger Bildung, und als Künstler sehr geachtet. In Am- sterdam viele Gebäude von ihm, dann Lusthäuser und Paläste an der IJssel und dem Vechtstrom. Indessen verdankt Schynvoet seinen Ruhm nicht so sehr seiner Architektur als seiner Sammlung von Antiquitäten, Münzen und Naturalien. Peter der Grosse be- trachtete dieses Cabinet mit Bewunderung. Seine Gattin, Cornelia de Ryck, hat mehrere Stücke dieser Sammlung gezeichnet, und die Amsterdam sind.

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