Schweizer, Julius

Schweizer, Julius, Maler, wurde 1814 zu Rauenstein im Herzog- thum Meiningen geboren und von seinem Vater, dem Factor einer Porzellan-Manufaktur, schon frühzeitig zum Zeichnen angehalten, In seinem 15. Jahre erlernte er zur Sicherung seiner Existenz in Schalkau die Porzellanmalerei , und nach drei Jahren wurde er zu einem Maler nach Berlin berufen, der ihm Beschäftigung gab, und guten Verdienst sicherte, so dass er jetzt drei Tage der Woche die Akademie besuchen konnte, um nach der Antike zu zeichnen. Im Jahre 1834 reiste der Künstler endlich nach München, um an der Akademie daselbst seine Studien fortzusetzen, da das rege Kunststreben dieser Stadt ihn schon längst angezogen hatte. Allein er musste nebenbei zum Brodverbe noch immer auf Porzellan malen. Ein Bild der Magdalena nach G. Reni und die Sendlinger Schlacht nach Lindenschmidt auf Porzellanplatten gemalt, wurden damals von dem Kunstverein zu München zur Verlosung ange- kauft. Zu gleicher Zeit machte er auch die ersten Versuche im Ölmalen, dadurch dass er einige Bilder der Pinakothek kopirte, worunter ein mit vielem Fleisse und mit Liebe gemaltes grösseres Bild nach Rottari der Herzog von Meiningen erhielt, dem selbes so wohl gefiel, dass er dem Künstler ein Stipendium verlieh, wo- durch es ihm möglich wurde, sich ausschliesslich der Ölmalerei zu widmen. Jetzt malte er zwei Jahre unter Leitung des Profes- sors Hess Studien nach Röpfe, wovon ein weiblicher Kopf zur Münchner Kunstausstellung gelangte, Hierauf brachte er unter

Leitung des Professors J. Schnorr vier Jahre in der Componir- Classe zu, und malte mehrere Bilder, worunter eine hl. Familie, eine St. Elisabeth und Götz von Berlichingen in den Besitz des Herzogs von Meiningen gelangten. Durch diese Gemälde und durch einige Portraite, die er in der Heimath malte, wurde es ihm möglich 1843 eine Reise nach Italien zu unternehmen, da ihm zu- gleich der Herzog auftrug, für die neue Sonneberger Kirche zwei roße Altarbilder zu malen. Er hielt sich zu diesem Zwecke ein ein halbes Jahr in Venedig auf, um die Werke Titian's und Paul Veronese's zu studiren. Hierauf verlebte er ein halbes Jahr in Rom, wo er den Carton zu einem der grossen Altarbilder fertigte. Dieses stellt die Himmelfahrt Mariä dar, und ist bereits vollendet;

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