Schütze, Johann Wilhelm

Schütze, Johann Wilhelm, Genremaler zu Berlin , wurde um 1814 geboren, und von Professor v. Klöber zum Künstler heran- gebildet. Er entwickelte in kurzer Zeit ein entschiedenes Talent zur Darstellung von Scenen aus dem edleren Volksleben, wobei er mit Vorliebe naive jugendliche Gestalten wählte. Zum Vorbilde schien er anfangs den Terburg und Netscher gewählt zu haben, besonders in der Gattung jener Bilder, welche man früher Con- versationsstücke nannte, und bei welchen es darauf ankommt, die Figuren in brillanten Stoffen einzuführen. Und gerade ist Schütze einer derjenigen Künstler , der schon um 1830 den Ruf eines geübten Conversations- und Stoffmalers hatte. Doch hat man von ihm auch viele andere Genrebilder, die von jeher grossen Beifall fanden. Mehrere derselben sind lithographirt, einige in Folio, andere in kleinerem Formate. Schütze ist einer der Lieblings- maler Berlins.

In grösserem Formate lithographirt sind von Dieter das Kind mit dem Kaninchen, die kleine Leserin, die kleine Näscherin, die lachenden Kinder, der schlummernde Knabe mit dem Hunde, das Mädchen mit dem Lamm. Günther lithographirte die Frage an den Storch.

Von Schütze selbst lithographirt (Original-Lithographien) sind:

  1. Das Blindekuhspiel, gr. Fol.,

  2. Das Mädchen mit der Eichkatze, Fol.,

  3. Dresden und seine Umgebungen, nach O. Waegner, gr.

  4. Gutsch von der Bastey in der sächsischen Schweiz, nach O. Wagner, gr. qu. Fol.

  5. Töplitz und seine Umgebungen, nach demselben, gr. qu. Fol.

  6. Die Trendelhurg im Churhessen, nach Stietz, Fol.

  7. Die Schaumburg und Pagenburg an der Woser, nach dem- selben, gr. Fol.

  8. Höxter und Corvey an der Weser, nach Stietz, gr. Fol.

  9. Hameln an der Weser, nach Stietz, gr. Fol.

  10. Ansicht der Wetterhörner in der Schweiz, nach Sparmann's Gemälde bei Insp. Engelmann in Dresden in Stahl gestochen. Sächsischer Kunstverein für 1838, roy. Fol.

  11. Göthe's Haus in Weimar, nach O. Wagner, qu. 4.

  12. Dessen Gartenhaus, nach demselben, qu. 4.

Es gibt von diesen beiden Blättern Abdrücke auf Sei- denpapier.

  1. Ischl und seine Umgebungen. Zwölf Ansichten nach der

Natur, in Stahl gestochen und mit Text herausgegeben von L. Schütze. Dresden 1840. 4.

Schütze s. auch Schütz.

Schugoff nennt Fiorillo einen russischen Kupferstecher, von wel- chem man eine Copie der Grablegung von E. Sadeler's Stich nach

Diesen Schugoff, wenn der Name je richtig ist, kennen wir nicht, J. M. Architekt zu Darmstadt, lebte in der zwei- ten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Er baute 1774 das dortige Exer- ciergehaus; im Journal von und für Deutschland 1787 ist der Grund- riss und Aufriss davon. Starb um 1800.

Selmhacher s. Schumacher.

Schumann s. Schumann.

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