Schütz, Georg. — Schütz oder Schitz , Hans., 47
einem mäßigen Fleiße viel mehr liefern können. Geld hatte für ihn keinen Werth. Er verschenkte, was er in der Tasche hatte, Das Wenige, was er mit seinen Bildern und Zeichnungen erwarb, musste man ihm zurücklegen, und daher traf es sich, dass er oft viele Monate ohne Heller Geld lebte. Schuldenbezahlen war ihm eine gleichgültige Sache, Geben und Empfangen waren ihm gleich- bedeutend. Er lebte im augenblicklichen Genusse, in unausge- setzter Heiterkeit, und die unangenehmsten Vorfälle konnten ihn keine Stunde verstimmen. Leichtsinn und Herzensgüte waren bei ihm auf merkwürdige Weise gepaart. Von dem ersteren hatte er keinen Begriff, die letztere war unbegrenzt. Unter Musik und unzähligen Possen ereilte ihn zuletzt die Schwindsucht, und 1781 machte der Tod seinem merkwürdigen Treiben ein Ende. Er starb im Dorfe Sacconay im Gebiete von Genf . Meusel, Hüsgen und Füssli erzählen viele Einzelheiten aus dem Leben dieses in psychologischer Hinsicht räthselhaften Mannes.
Schütz zeichnete und malte den Wasserfall zu Schaffhausen zu wie- derholten Malen. C. M. Ernst hatte eine Zeichnung desselben geätzt, und mit der kalten Nadel vollendet, aber nur Schülerarbeit geliefert. Seine Zeichnungen sind meistens auf graues oder blaues Papier mit schwarzer Kreide ausgeführt und mit Weiss erhöht. Nur selten zeichnete er auf weisses Papier in Kreide oder Bister. In Aquarell und Gouache malte er nur wenige Blätter in der letzteren Zeit seines Lebens. Sehr zahlreich sind seine Skizzen. Mehrere seiner Zeichnungen sind im Stiche bekannt. Ernst radirte ausser dem obengenannten Rheinfall auch eine Ansicht von Stallwero, welche besser gelang. C. Guttenberg stach zwei grosse Ansichten: vom Thuner- und Brienzersee, auf welchen irrig der Name des C. G. Schütz sen., steht. N. Felix stach eine Mainansicht. Von P. W. Schwarz haben wir ebenfalls zwei Ansichten von Maingegenden. Joh. Guttlieb Prestel stach nach ihm zwei Maingegenden und zwei grosse Blätter in Kreidemanier: Vue du Rhin près de Basle; Untersee dans le Canton de Bern. R. E. Schöneckern stach zwei Facsimiles von Zeichnungen, Schweizerbauernhäuser vorstellend.
Dann haben wir von Schütz auch ein eigenhändig radirtes Blättchen, welches äusserst zart in Sachtleben's Manier behan- delt ist.
Kleine Rheinlandschaft mit Bauernhütten und weiter Ferne, qu. 32. Selten.
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