Schuster, Johann Martin

Schuster, Johann Martin, Maler zu Nürnberg , wurde 1667 ge- boren, und von J. Murrer unterrichtet. Er galt für einen der be- sten Künstler damaliger Zeit, dem es daher nicht an Aufträgen fehlte. Sein Werk ist das grosse Frescobild am Gewölbe der Ae- gidienkirche zu Nürnberg, welches er malte, das jüngste Ge- richt vorstellend. Im Jahre 1724 erhielt er den Auftrag, für die St. Lorenzkirche ein grosses Altarbild zu malen. Er stellte da die Austheilung des Abendmahles dar, wobei er dem Jünger, welcher dem Heiland am nächsten ist, die Züge des Stifters, des Senator's Hieronymus von Löffelholz, gab. J. Justus Preissler hat dieses Ge- mälde gezeichnet, und M. Seligmann es gestochen, ein sel- tenes Blatt in gr. fol. Dann malte Schuster auch noch mehrere andere historische Darstellungen und viele Bildnisse, besonders von Rathsherren, deren mehrere gestochen wurden. G. M. Preis- sler stach jenes des Lazarus Imhof, ein Kniestück in gr. fol. Auch das Bildniss des J. D. Preisler stach er nach Schuster's Gemälde. Dann haben wir nach seinen Zeichnungen 21 Blätter mit nackten und bekleideten Akten, einige angewendet zu Figuren der heiligen Geschichte, unter dem Titel: Statuibus artis. Der Genius der Kunst ist auf diesem Blatte sitzend vorgestellt. Joh. Kenkel hat diese Darstellungen für Ch. Weigel's Verlag sehr schön in schwarzer Manier gestochen, gr. fol. Das Werk ist unter dem Namen der Nürnberger Akademie bekannt, wahrscheinlich nach dem zweiten Blatte, auf welchem man liest: Disegni dell' Academia di Pittori. Dann folgt die Dedication an die Senatoren Geuder und Volkamer.

Schuster war Direktor der Akademie zu Nürnberg, und starb als solcher 1738.

Berlin, Er stach Bildnisse in schwarzer Manier, wie jenes des Malers Dubuisson nach A, Pesne.

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