Schuricht, Johann Friedrich oder Carl Friedrich

Schuricht, Johann Friedrich oder Carl Friedrich, Zeichner und Architekt , geb. in der Neustadt - Dresden 1753, arbeitete in

seiner Jugend als Maurer , und besuchte nur in den Winterstunden

die Zeichnungsschule von Fechelm, Später machte er bei

Krubsacius einen Cursus der Architektur durch, zeichnete aber

im Modellsaale zugleich auch nach dem Leben, so wie in den könig-

lichen Sammlungen nach den vorhandenen Antiken. Auf solche

Weise tüchtig vorbereitet ging er mit dem russischen Gesandten

Fürsten Beloselsky nach Paris und London , und nach seiner 1777

erfolgten Rückreise wurde er Pensionär der Akademie zu Dres-

den. Als solcher fertigte er mehrere Pläne für sächsische Herr-

schaften, besonders im Leipziger Kreise und im Erzgebirge , zu- gleich arbeitete er an Hirschfeld's Theorie der Gartenkunst, einem

werke in einigen Quartbänden mit Plänen im französischen Ge-

schmacke. Im Jahre 1782 wurde er Hof- Conducteur, und

nahm ihn der bayerische Gesandte Graf von Schall mit sich nach Italien , wo jetzt der Künstler zahlreiche Studien machte. Er zeichnete im Museum zu Neapel die aus Herkulanum und Pompeji zu Tage geförderten Alterthümer, dann in Pompeji die architekto- nischen Ueberreste, und in Paestum die merkwürdigen Bauten aus dem griechischen Alterthume. Hierauf studirte er in Rom und der Umgebung die merkwürdigsten älteren und neueren Bau- werke, und setzte die Uebung auch in anderen italienischen Städten fort. Besonders zogen ihn zu Padua und Vicenza die

Pläne als höchst geschmackvolle Nachahmungen klassischer Muster alten. Dann fertigte er auch viele landschaftliche Zeichnungen in Sepia, die mit architektonischen Monumenten geziert sind, und zu den schönsten Arbeiten dieser Art gezählt wurden. In Grohmann's Ideen.Magazin für Gärten und englische Anlagen, und in Racknitz Geschichte des Geschmacks sind mehrere seiner

Zeichnungen gestochen, C. A. Günther stach nach ihm das Mo-

nument des Kriegsrathes J. J. von Vieth, E. G. Krieger ein ähn-

liches Monument, u. s. w. J. G. Schmidt stach nach C. F. Schu- richt das Bildniss des Ministers Racknitz.

Schuricht war zuletzt Ober-Landbaumeister in Dresden, und starb um 1815. In der Bildniss-Sammlung des k. sächsischen Hofmalers C. Vogel von Vogelstein ist das 1812 von Vogel ge- zeichnete Portrait dieses Meisters.

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