Schuppen, Jakob van. — Schuricht, Joh. Friedr.
zu Herrenals in Wien . Hier übte J. van Schuppen auf die Kunst einen bedeutenden Einfluss, indem er unter Mitwirkung des Ge- neral-Baudirektors Grafen Gundacker von Althan der von Carl VI. 1726 wieder hergestellten Akademie eine zweckmässigere Ein- richtung gab, und sie zu grösserem Glor brought. Schuppen war Direktor dieser Anstalt, und verblieb es bis an seinen 1751 in Wien erfolgten Tod.
In der Sammlung der Akademie ist von ihm das lebensgrosse Bildniss. Kaiser Karls VI. bis auf den Kopf gemalt, welcher von Gottfried Auerbach herrührt. Gegenwärtig sieht man in der Gallerie des Belvedere das von Schuppen gemalte Bildniss des Schlachtenma- lers Ignaz Parrocel, und dann das eines in einem mit Pelz ausgeschla- ffenen Schlafrock am Tische schreibenden Mannes, wahrscheinlich Thomas de Granger's, da man auf einem Briefe die Adresse an diesen liest. In der Gallerie zu Dresden ist das von ihm gemalte Bildniss des Prinzen Friedrich Ludwig von Württemberg. Im Johanninum zu Gräz sind zwei seiner Hauptbilder, die Portraite Carl's VI. und seiner Gemahlin Elisabeth. E. Desrochers stach das Bildniss dieses Kaisers, Picart jenes des Prinzen Eugen, und neben Surugue, Kaufmann , Giffart, stach besonders Jakob v. Schup- pen mehrere der von ihm gemalten Portraite, deren wir im Artikel desselben genannt haben. Kaufmann hat auch ein Paar Genre- bilder in Kupfer gebracht, La Couturiere und La Cuisiniere, fol.
A. Müller hat das Bildniss dieses Meisters gestochen, wie er mit Pinsel und Palette im Sessel sitzt. Zwei andere Portraite des- selben haben wir von J. v. d. Bruggen in schwarzer Manier ge- stochen. Er steht bei der Staffelei, Pinsel, Palette und Stab in den Händen, fast Kniestücke, mit der Dedication des Stechers: Jacobo van Schuppen, Inf. Caes. Aug. Caroli VI. Pictori etec., gr. fol. Dieses Capitalblatt ist unter dem Namen des grossen van Schup- pen bekannt. Später wurde die Platte abgeschnitten und in Oval gebracht, und diess ist der kleine van Schuppen.
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