Schumann, Johann Ehrenfried

Schumann, Johann Ehrenfried, Maler, blühte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Weimar . Er wurde 1764 Hofmaler

befasste. Im Jahre 1780 gründete er mit G. M. Kraus eine Zei- chen- schule zu Weimar. Schumann, Johann Gottfried, Zeichner, lebte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Wittenberg , steht aber als Künstler unter der Mittelmäßigkeit. Er wollte 1758 eine Schule errichten, und gab zu diesem Zwecke eine Schrift heraus, unter dem sonder- baren Titel: Gründliche Anleitung zum rechten Wegweiser. Das Titelkupfer ist von ihm selbst radirt, so wie das Bildniss des Autors, welchen wir damit der Vergessenheit übergeben. Schumann, Johann Gottlob, Maler und Kupferstecher , geb. zu Dresden 1761, war Schüler der Akademie daselbst, und stand unter besonderer Leitung des Prof. Klengel. Später begab er sich nach England , und lebte fast fünf Jahre in London seiner Kunst ob. Schumann stach daselbst einige Blätter, worunter ihm besonders jene nach Both und Hodges auch im Vaterlande einen rühmlichen Namen machten, so dass ihm bei seiner erfolgten Rückkehr die Akademie zu Dresden sogleich ihre Thore öffnete. Von dieser Zeit an arbeitete er in Dresden, und beschäftigte sich fast aus- schließlich mit der Kupferstecherkunst. Starb zu Dresden 1810. Schumann ist durch zahlreiche Blätter bekannt, die mit grossem Fleisse ausgeführt sind. Er arbeitete in Linienmanier und in Aquatinta , und bediente sich auch der Nadel . Darunter sind auch mehrere Vignetten und andere kleine Blätter.

  1. Fürst Poniatowsky, in Aquatinta, fol.
  2. Scene aus Wielands Oberon. Hüon kommt zu Schetasmin: Willkommen edler Herr auf Libanon! Erfunden von J. Koch in Rom 1799, gest. von Schumann 1802, gr. qu. fol. Dieses schöne Blatt, so wie das folgende, erschien bei Frauenhölz in Nürnberg, der eine Gallerie deutscher Dichter beabsichtigte. Es gibt Abdrücke mit unvollendeter Schrift.
  3. Hüons Flucht vor Oberon. Was fluchst du mich etc. Nach Koch 1802, als Gegenstück zum obigen Blatte gestochen. Geissler stach diese beiden Darstellungen in kleinerem Formate.
  4. Scene aus Louise von Voss: Aber das Mütterchen goss etc, Strack inv., mit Kessler gestochen, gr. qu. fol. Diess ist das dritte Blatt zur Gallerie deutscher Dichter, Das Seitenstück stach C. Stahl. Es gibt Abdrücke vor der vollendeten Schrift, und sel- tene Abdrücke.
  5. Ansichten der sächsischen Schweiz, aus dem Ottowalder Grunde, Amselfall, Rabenkessel etc., nach Jentsch: im Aqua- tinta, gr. qu. fol. Es gibt colorirte Abdrücke.
  6. Eine Gebirgslandschaft mit zwei Reitern und einem neben seiner Armatur sitzenden Soldaten. Norblin del, Schumann fec, 1779,
  7. Waldlandschaft mit einem mit Ochsen bespannten Wagen im Hohlweg, nach demselben, ohne Namen, qu. fol.
  8. Moulin dans la valle de Blankenstein pres de Nassen en Saxe, nach Klengel, H. 81 Z., Br. 9 Z.
  9. Cimetiere du village de Kesselsdorf etc., nach demselben, H. 63 Z., Br. 43 Z.

30); Bine Landschaft mit Wald, und zwei Bauern, die einen Kar- — ren. Janken, nach Ruysdael's Bild, der Dresdner Gallerie 1781, qu. fol. S 148 11) Der Morgen in einer wilden italienischen Gegend, nach Both, mit Byrne gestochen, gr. fol. AL 12) Die Ansicht des Schlosses und Parkes von Windsor, nach Hodges mit Byrne gestochen, gr. fol. w 13) Ansichten aus dem Prater bei Wien, mit den Hirschställen, O seltene Blätter aus des Künstlers früherer Zeit, J. Schu- mann fec., gr. qu. fol. L 14) Landschaft mit sechs liegenden Schafen, wovon man das eine nur beim Kopfe sieht. Radirtes Blatt, kl. fol. 15) Landschaft mit einem Pachthofe, qu. fol. 16) Landschaft mit zwei Cosaken zu Pferde und einem Dritten zu 4 Fuß des Felsens. J. Sch. f. a. f. Prag. kl. fol. 17) Eine Landschaft, mit zwei sitzenden Hirten. J. Schumann Eik. ! l'hg. dessine par Klengel, kl. Fol. 18) Selbnc seltene Blätter von Claude Lorrain, für O8ı 19"' d'e"0'67; cin par le Comte Guillaume de L. (Lepel). Dresde 1806. 8. Dieses Werk kam nicht in den Handel und daher sind Schumann's Radirungen selten. 19) Landschaften mit Ruinen, nach Wagner dem Älteren, 6 Blät- ter. Leipzig bei Tauchnitz, 20) Die Gegend von Carlsbad, fol. Es gibt colorirte Abdrücke. 21) Ansichten nach Waxmann, mit dem Monogramme des Ste- chers, qu. fol. 22) Ansicht der neuen Börse in St. Petersburg, qu. fol. 23) Tempel der Sibylle in Pulawy, fol. Ansichten von Schiffen, nach Atkins, 4 Blätter, qu. fol. Dresden mit seinen Prachtgebäuden und schönsten Umge- bungen, von Schumann, Darmstedt, Hammer und Frenzel ge- b. 51. Rittner'sche Kunsthandlung, gr. 4.

Tabellen der Landschaftszeichnung, 4 Hefte mit 12 Tafelten und 12 Blättern in Aquatinta als ausge- zeichnet geb. Nürnberg bei Erauenholz, gr. fol.

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