Schumann, Carl Franz Jakob Heinrich, Historienmaler , geb. zu Berlin 1767, machte seine Studien an der Akademie daselbst, und zeichnete sich unter seinen Mitschülern in kurzer Zeit vor- theilhaft aus. Er entwickelte ein höchst bemerkenswerthes Talent zur historischen Composition und entsprach auch im Uebrigen den akademischen Anforderungen, welchen er auch später als Lehrer durch seine Schüler Genüge leistete, bis dieselben dem neueren Aufschwung der Kunst die alte akademische Methode zum Opfer brachten. Schumann wurde 1802 Professor der Akademie zu Ber- lin und Mitglied derselben, da er bis dahin schon zahlreiche Bilder geliefert hatte, welche meistens der Geschichte Branden- burgs entnommen sind, und Großtaten vaterländischer Fürsten darstellen, oder andere Scenen aus dem Leben derselben schildern. Dann malte er Bilder aus der römischen Geschichte, worunter 1800 seine Gefangennehmung des Julius Sabinus großen Beifall fand. Auch die heilige Geschichte, die Allegorie und das Genre zog er in seinen Bereich. Zur Zeit der Herrschaft Napoleons boten ihm merkwürdige Zeitereignisse Stoff zu Darstellungen, besonders wenn sein König in dieselben eingriff.
Dann malte Schumann auch das Bildniss dieses Fürsten und seiner Gemahlin zu wiederholten Malen, so wie die Portraite mehrerer anderer Mitglieder des königlichen Hofes. D. Berger stach ein allegorisches Blatt mit den Brustbildern des Königs und der Königin von Schutzgeistern in Wolken getragen. J. Jügel stach die Zusammenkunft des Königs von Preussen mit Kaiser Alexander; allein beide Blätter machen den Künstler nicht auf die vortheilhafteste Weise bekannt. Es finden sich indessen unter der großen Zahl seiner Werke immerhin mehrere sehr schätzbare Bilder, besonders aus der heiligen Geschichte, so wie einige vater- ländische Historien und etliche Darstellungen aus Italien.
Schumann starb zu Berlin 1827. Sein Necrolog steht in der Spener'schen Zeitung und in der Halle'schen Literaturzeitung des genannten Jahres.
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