Schulze (Schultze), Christian Gottfried

Schulze (Schultze), Christian Gottfried, Kupferstecher, geb. zu Dresden 1750, erlernte von seinem Vater das Girtlerhand- werk, und betrieb es selbst fünf Jahre. Allein er besuchte während dieser Zeit auch die Akademie, und widmete sich zuletzt unter Camurata ausschliesslich der Kupferstecherkunst, worin er in kur- zer Zeit die glücklichsten Fortschritte machte, so dass er 1772 auf Verwendung des General-Directors von Hagedorn als Hof- stipendiat nach Paris geschickt wurde, um unter Willé sich weiter auszubilden. Doch stand er auch mit Aliamet, St. Aubin, G. Bas und Strange in freundschaftlichen Verhältnissen. Battoni wollte ihn zuletzt nach Rom ziehen, und Strange lud ihn nach England ein; allein Hagedorn suchte ihn dem Vaterlande zu erhalten, und nach zehnjähriger Anwesenheit in Paris wurde Schulze als Hof- kupferstecher nach Dresden berufen. Bald darauf ernannte ihn die Akademie zum Mitgliede, als welches er auch die Stelle eines Professors der Kupferstecherkunst übernahm. Schulze arbeitete von 1785 an in Dresden und lieferte zahlreiche Blätter jeder Art. Viele davon sind mit Auszeichnung zu nennen, da Schulze nicht nur ein tüchtiger Stecher, sondern auch in der Zeichnung sehr erfahren war. Andere wurden nur unter seiner Aufsicht von Schülern gestochen. Die Blätter, welche er für das Dresdner Galleriewerk, für Becker's Augusteum etc. gestochen hat, kommen einzeln nicht sehr häufig vor. Im Jahre 1810 starb der Künstler, Vogel von Vogelstein zeichnete sein Bildniss und legte es der bekannten Portraitsammlung bei.

  1. Joseph II. röm. Kaiser, nach Kymli 1778 in Paris gestochen, fol. Selten.
  2. Catarina Cornaro, Königin von C denunes Bild in der Dresdner G Es gibt Abdrücke vor der Sch
  3. Alex. P. Beloselsky, fast ganze F sanova und Seydelmann, gr. fol.
  4. J. G. Palitzsch, der astronomische Landmann, nach A. Graff, fol.
  5. Alexander Trippel, Statuarius Helvetius, nach Clemens, 4.
  6. A. W. Hand, Dichter und Schauspieler, halbe Figur nach Klotz. Oval 8.
  7. J. F. Reifenstein. Nach Möglick gezeichnet von Schenau, gestochen von C. G. Schultze, Oval kl. fol.
  8. A. Fr. Oeser, nach A. Graff, kl. fol.
  9. G. F. Rentsch, nach Schenau, fol.
  10. Büste einer jungen Frau in Pelzkleidung, nach P. de Grebber's Bild in der Dresdner Gallerie radirt 1771, 8.
  11. Büste eines Greises mit Baret und langem Bart, nach Rem- brandt's Bild in Dresden, 1772 zu Paris unter Willé's Lei- tung gestochen. Seltenes Blättchen, 8.

ern, Brustbild, nach Por- t fol.

m Tische, nach Ca-

  1. Homo homo mit gehundenen Händen, halbe Figur, nach G. Reni's Gemälde in der Dresd. Gal., gut radirt, fol. Die Abdrücke vor der Schrift sind sehr selten, da nur wenige gezogen wurden.

  2. Die Madonna des hl. Sixtus, nach Rafael's berühmtem Ge- mälde in Dresden, ein Hauptblatt des Stichelers und selten im alten Drucke, gr. imp. fol.

Die Abdrücke vor der Schrift, nur mit dem Wappen, sind die seltensten. Es sind aber selbst die neuen Abdrücke, die von der im k. Kupferstich - Cabinete zu Dresden befind- lichen Platte in Paris gezogen wurden, noch vorzüglich. Sie sind sogar noch kräftiger und reiner als die früheren.

Dieser Stich ist nach jenem von F. Müller der vor- züglichste.

  1. La Maddalena del Battoni, nach Battoni's Bild in der Dresd. Gallerie 1810, gr. kl. fol.

Es gibt Abdrücke vor der Schrift und vor der Adresse Artaria's.

  1. Der Adler Jupiters den Ganymed entführend, nach Rem- brandt's Bild in Dresden, roy. fol.

Es finden sich etliche Probedrücke von der unvollendeten Platte, und dann Abdrücke vor der vollendeten Schrift.

  1. Die unter dem Zelte liegende Venus, vom Rücken, gesehen, wenn ein Liebesgott eben den Vorhang lüftet, nach D. M. F. Viani's Bild in Dresden 1787, kl. qu. fol.

Die Abdrücke vor der Schrift mit dem Wappen sind selten.

  1. Venus bindet dem Amor die Flügel, nach L. Lebrun, gr. fol. Es gibt Abdrücke vor der Schrift.

  2. Venus und Amor, dieser die Mutter liebkosend, nach Giulio Romano für das Dresd. Galleriewerk gestochen, fol. Es finden sich Abdrücke vor der Schrift.

  3. Die schlafende Venus, nach G. Lairesse, fol.

  4. Die Zeichnkunst und die Malerei, nach G. Reni für das Mus. Napoleon gestochen, fol. Es gibt Abdrücke vor der Schrift.

  5. Nessus und Dejanira, nach Rubens, fol.

  6. Grande Vestale, nach Ang. Kauffmann, fol.

  7. Esculap stehend auf den Stab gestützt, nach Granger's Zeichnung für Becker's Augusteum gestochen, sehr schönes Blatt, fol.

  8. In Bacchante se préparant à un sacrifice, nach Taraval, fol.

  9. La jeune Ouvrière accablée de sommeil, nach demselben, fol.

  10. Ceres, halbe Figur nach C. Loth.

  11. Io und Jupiter, nach Schenau, aus der frühesten Zeit des Ste- chers (1773), wie das obige, kl. fol.

  12. Der Tod des Generals Milesimo den 16. August 1813 vor Dresden, nach F. Mathäis Zeichnung, mit Krüger gestochen, qu. imp fol.

I. Reine Abdrücke, sehr selten; II. Mit Schrift und Wappen.

  1. Der alte Heinrich, nach demselben, aus der frühesten Zeit des Stechers,
  2. Choix de la peinture (später le jeune Virtuose), nach Sche- nau, aus der frühesten Zeit des Stechers,

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