Schubert, Johann David, Zeichner und Maler, geb. zu Dresden 1761, war der Sohn eines Orgelbauers, der zugleich im Architek- turzeichnen sehr geübt war, worin er auch den Sohn unterwies. Nach dem 1772 erfolgten Tode des Vaters fand er Gelegenheit die Akademie zu besuchen, wo er unter Hutin's und Casanuva's Lei- tung glückliche Fortschritte machte. Anfangs malte er Schlachten, dann aber zog er mehr die Geschichte in seinen Bereich. Allein er fand keine Gelegenheit zur Ausführung grösserer Bilder, son- dern musste im Gegentheile nur durch kleinere Compositionen für Taschenbücher und Romane seinen Unterhalt sichern, bis er endlich 1781 an der Porzellan-Manufaktur zu Meissen angestellt wurde. Er war da anfangs besoldeter Maler, dann wurde er Lehrer an der dortigen Zeichenschule, endlich Obermaler-Vorsteher, und 1801 Professor der Geschichtsmalerei an der Akademie zu Dresden, als welcher er in Dresden starb.
Schubert ist durch eine Menge von Zeichnungen bekannt, weniger durch Gemälde, deren er aber ebentfalls hinterliess. Zu den letzteren gehört ein 1800 belobtes Gemälde , welches Co- riolan vorstellt, wie er auf Bitten seiner Mutter und Gattin von seinem feindlichen Vorhaben gegen das Vaterland abgelässt. Ein späteres Gemälde stellt Psyche vor, welche den Amor beleuchtet, und ein drittes den Abel, welcher dem kranken Vater den von einem Engel bereiteten Heiltrunk reicht, fast colossale Figuren. Diese Bilder führte er als Professor der Akademie in Dresden aus, sie liessen aber in vielen Dingen für einen Professor der Malerei vieles zu wünschen übrig. Schubert hatte indessen Talent zur Composition, musste es aber nur für kleine Arbeiten im Buchhandel zugunsten lassen, die ihm meistens nicht so viel Zeit liessen, um sie
ordnungsgemäss zu durchdenken, und in allen Theilen correct zu ver- fahren. Seine Zeichnungen zum Stiche sollen sich auf einige Tausende belaufen. Einige sind in feinem Formate getuscht und mit Weiß erhöht, oder auch leicht colorirt, und in Gouache ausgeführt. In der Sammlung des Directors Spengler in Copen- hagen waren vier solcher Zeichnungen im grossen Formate. Zu seinen besten gehören jene zu Lossius Bilderbibel, die auf mehrere Bände herangewachsen ist, jene zum Leipziger Taschenbuche zur Freude, für Becker's Taschenbuch zum geselligen Vergnügen, für den Göttinger Almanach, zu Cumberland's Roman „Friedrich", Gotha 1811; zur Gallerie häuslicher Denkmäler, Leipzig 1811; für das Pantheon der Deutschen, (Charakteristik Luthers und Friedrich's II., Lpz. 1794); für Becker's Augusteum, und für verschiedene andere Werke. D. Berger, Berka, Krüger, Schule, Böttcher, Riepenhansen, Dornheim, C. Kohl, Geyser, Stölzel, M. Haas, Bolt, u. a. haben eine Menge Blätter nach ihm stechen, meistens in kleinem Formate. Christ., Schule stach auch grosses Blatt, welches Friedrich den Grossen vorstellt, wie er den schlafenden Ziethen bewacht. Auch D. Berger stach ein früheres Blatt, denselben König vorstellend, wie er im Schloss- hofe zu Lissa die österreichischen Offiziere mit „Bon jour Mes- sieurs!“ anredet. Das Bildniss dieses Künstlers ist in der Samm- lung des Professors Vogel v. Vogelstein, jetzt im Besitze des Königs von Sachsen. Vogel hat es 1812 gezeichnet,
Dann hat Schubert selbst mehrere Blätter radirt,
Die Blätter zu Weisse's A B C Buch.
12 Blätter zu Gellert's Fabeln, die ausgetuscht und illumi- niert erschienen.
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