Schroeter, Caroline von

Schroeter, Caroline von, Miniaturmalerin, lebte um , gleich- zeitig mit Gottlieb Heinrich von Schroeter in Rom, und wurde da ihres Talentes wegen in die Akademie von S. Luca aufgenommen. Sie ist vermuthlich die Gattin des genannten Künstlers.

Gottlieb Heinrich von, Historienmaler , wurde 1802 zu Rendsburg im Holstein'schen geboren, und als der Sohn eines k. dänischen Kriegsrathes, der sich zuletzt auf einem Gute in Mecklenburg niedergelassen hatte, sollte er sich der Rechtswissen- schaft widmen. Er besuchte zu diesem Zwecke die Universitäten Berlin und Jena , entschied aber noch vor Ablauf seiner Studien in Dresden für die Kunst, und begab sich bald darauf (1821) nach Rom, wo er dem Streben der in jener Zeit daselbst versammelten deutschen Künstler huldigte, und besonders Friedrich Overbeck zum Vorbilde nahm. Doch studirte er auch die Werke Rafael's, und die Galathea copirte er in der Grösse des Urbildes. Im Jahre 1827 verliess er Rom , brachte dann ein Jahr in England zu, und begab sich hierauf nach einem Besuche in Copenhagen und in St. Petersburg nach Mecklenburg zurück, wo er fast drei Jahre das Gut seines mittlerweile verstorbenen Vaters verwaltete. Im Jahre 1833 begab sich der Künstler nach München , wo er neben der Malerei auch die Literatur pflegte. Wir haben von ihm eine Be- schreibung der Fresken von H. Hess in der Allerheiligenkirche, welche 1836 zu München erschien. Von Gemälden aus dieser Zeit wird im Kunstblatte 1835 besonders ein Bild der Judith genannt, wie sie mit dem bekränzten Schwerte auf der rechten Schulter und dem Kopfe des Holofernes in der Linken schreitet. Hinter ihr folgt die Dienerin. Diess ist ein Bild voll tiefen Ernstes und von tiefglühender Färbung. Die Auffassung des Gegenstandes fand aber im Kunstblatte 1835 Widerspruch. Desswegen stellte v. Schroeter noch in einem anderen Bilde die Judith dar, worin die Geschichte unter denselben Vorzügen vollständiger erfasst ist. Die Heldin hält das Schwert in der Linken, und bedient sich desselben wie eines Sta- bes, während sie mit der Rechten auf das Haupt deutet, welches die Dienerin trägt. Beide Bilder sollen Judith's Heimkehr nach der Ermordung des Holofernes vorstellen.

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