Schroeder, Friedrich, Kupferstecher , geb. zu Hessen-Cassel 1768
(nach Meusel 1772), wurde zu Augsburg von Klauber unterrichtet, hielt sich dann einige Zeit zu Coburg und in Cassel auf, und begab sich später nach Paris , wo er eine Reihe von Jahren arbeitete, und im landschaftlichen Fache Vorzügliches leistete. Er stach auch Architektur , nur in der Figur ist er schwach. Er vermied daher die figürliche Staffage, wenn er nur konnte, dagegen benützten ihn andere Künstler zum Stiche der Landschaft. Von ihm ist die landschaftliche Partie in Massard's Stich der Sabiner. Im Blatte des Einzugs Heinrich IV. von Toschi stach er den Hintergrund.
En die Ornamente. Seine in Paris gestochenen grösseren Blätter kommen selten vor, da sie in kostbaren Prachtwerken vereinigt sind, wie im Musée Laurent et Robillard, in Millin's Voyage à Constantinople, in der Voyage pittoresque de la France etc. Schroeder, welchen Gabet in seinem Dictionnaire des artistes Schroeder nennt, hat als Landschaftstecher grosse Verdienste. Er nahm hierin den Woollet zum Vorbilde. Er verhand die Radier- stadel mit dem Grabstichel auf eine sehr wohlgefällige Weise, und ging dabei mit grosser Sicherheit zu Werke. Das Todesjahr dieses Künstlers fanden wir in den uns bisher zu Gebote stehenden Quellen noch nicht angezeigt. Er ist wahrscheinlich noch jener Schroeder, der für Gavard's Galleries hist. de Versailles mehrere Blätter in Stahl gestochen hat. Auch in diesen ist das Landschaft- liche und Architektonische vorherrschend. In jenem, aus der neuesten Zeit stammenden Werke, ist von Schroeder eine Ansicht von Paris von 1635, die Ansicht des Schlosses Gross-Trianon, vier Ansichten von Bosquets aus dem Schlosse von Versailles etc.
- Partien aus den Anlagen der Wilhelmshöhe bei Cassel, nach der Natur gezeichnet von G. Kobold jun., gestochen von F. Schroeder. Ovale, H. 7 Z. 11 L., Br. 10 Z. 1/2 L. Es gibt Abdrücke vor und mit der Adresse von M. Engel- brecht.
- Vue des environs de Coburg, nach Rauscher. F. Schroeder sc. 1792. qu. Fol.
- Der Aquaduct, eine Partie des Meissensteins bei Cassel, wie die beiden folgenden Blätter enthalten, nach Naeh. Fol.
- Die Felsenburg, nach demselben. Fol.
- Die Teufels Brücke, nach demselben. Fol.
- Le Soleil disparu, nach P. Bemmel, qu. Fol.
- Le Soleil cache, nach demselben, qu. Fol.
- Vue des environs de Basle, nach B. le Comte qu. Fol.
- Vue de Mein, nach Guttenberg, qu. Fol.
- Le coup de tonnerre, nach Vernet. Mus. Robillard,
- Les baigneuses, nach de la Hire. Mus. Rob,
- Marine bei Sonnenuntergang, nach Vernet. Mus. Rob,
- Le voyageur charitable, nach C. Dujardin, kl. 4.
- La cascade, nach demselben, kl.
- Eine Landschaft mit einem Schlosse auf dem Felsen, rechte vorn ein Mann und ein Weib mit dem Bündel auf dem Kopfe, nach H. Swanevelt, 4.
- Ein Paar kleinere Landschaften, nach Vernet. gr. 8,
- Eine grosse Landschaft mit Archimedes, der, unbekümmert um sein Leben, die ihn überfallenden Krieger bittet, seine in den Sand gezeichneten geometrischen Figuren nicht zu zerstören, H. 1 F. 3/4 Z., Br. 1 F. 8 Z. Diess ist eines der neuesten Blätter Schroeder's und zugleich eines der Hauptwerke der modernen Landschafts- stecherei, in dem sich alle Vorzüge des Meisters vereinigen. Es erschien bei Schlosser in Augsburg. Schroeder, Georg, Maler, lebte in der ersten Hälfte des 18 Jahr- hunderts in Stockholm. Er war um 1720 daselbst Hofmaler. Georg Schroeder malte besonders Bildnisse. Jenes der Königin Ulrica Eleonora stach Gerning. Das Portrait von Gustav Gillen- stierna hat Gilberg gestochen, und ein solches des Mechanikers
Martin Trinwald Gerning. Ueber 1750 hinaus scheint Schroeder nicht gelebt zu haben.
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