Schotta, Carl Schottnowsky von Zaworzicz

Schotta, Carl Schottnowsky von Zaworzicz, Maler, stammt aus einer angesehenen Familie, die schon im 19. Jahrhunderte wichtige Männer zählte, wie Diabacz in seinem Künstler-Lexikon für Böhmen nachweist. Carl Schotta wurde um in Prag ge- boren, und zu einer Zeit herangebildet, in welcher ein langwie-

Bildnissen, welche er gemalt hat, ist auch sein eigenes. Er stellte sich zweimal unter der Gestalt von Heiligen dar: als St. Eligius in der St. Martins- Pfarrkirche, und als St. Lucas, der die Ma- donna malt. in der Marienkirche am Thein zu Prag. Gestochen ist sein Portrait in den Abbildungen der böhmischen und mähri- schen Gelehrten und Künstler 1, 67. f. Die Prager Akademie liess eine Medaille mit seinem Portraite in Silber und Gold ausprägen.

Eine grosse Anzahl von Gemälden und Zeichnungen dieses Meisters wurde gestochen, besonders grosse Thesen und Allego- rien auf geschichtliche Ereignisse und Feierlichkeiten. Viele sol- cher Blätter sind für die Geschichte Böhmens wichtig. Von ausser- ordentlicher Grösse ist die aus vier Blättern bestehende schöne These des Grafen Waldstein, welche eine Allegorie auf die Cultur und den Handel unter Kaiser Leopold I. enthält. M. Kusell hat

Sehr glänzend gestochen ist ein Blatt von M. Küssel, welches den heil. Wenzel zu Pferde an der Spitze mehrerer Krieger vor- stellt. Diese Darstellung gehört wahrscheinlich nicht zu dem Le- ben des heil. Wenzel, welches Ferd. Henricus auf mehr als 50 Blättern in 8. und fol. nach Schreiter's Zeichnung gestochen hat. Von M. Küssel haben wir auf 169 Blättern die Marter und Leiden mehrerer Missionäre aus dem Jesuiten Orden, interessante und geist- reich gezeichnete Darstellungen, unter dem Titel: Societas Jesu usque ad sanguinis et vitae profusionem militans, 8. Dieser Mei- ster stach nach Schreiter auch symbolische Bilder, und dedicirte sie dem Fürsten Julius Franz von Sachsen und Westphalen. C. Dooms stach nach Schreiter's Zeichnungen 35 Blätter für die Rosa Boemica, oder das Leben des heil. Wenzel, 8. M. Küssel stach das oben

genannte Bild des hl. Eligius, B. Kilian St. Sebastian vor der hl. jungfrau, G. de Gross den heil. Franz Borjas und dann den heil. Bernhard, W. Kilian den heil. Franz das Evangelium verkündend, C. Dooms einen Christus am Kreuze, lauter grosse Blätter. W. Schuldes stach das schöne Bild der Enthauptung der heiligen Ca- tharina in der Malteser Kirche zu Prag. Die Taufe Christi und Christus am Kreuze, zwei schöne Bilder, sind durch Stiche von Arnold und Stöcklin bekannt. Von J. F. Leonardi findet sich ein sehr seltenes Schwarzkunstblatt, welches einen Heiligen mit Fahne und Palme vorstellt. Garais lithographirte drei schöne Gemälde: den englischen Gruß, die Flucht nach Ägypten, und Christus am Kreuze. J. Helbig lithographirte 18536 für den bühmischen Kunst- / verein das schöne Bild der heil. Rosalia in der St. Stephanskirche der Neustadt Prag. Ein Stahlstich von J. Skala (1837) stellt die Taufe Christi vor, eine der sogenannten böhmischen Entschuldungs- oder Neujahrskarten.

Die vielen Heiligenbilder und geistlichen Allegorien aufzuzäh- len, welche die Kilian, Küssel, D. Wusim u. a. nach ihm gesto- chen haben, erlaubt hier der Raum nicht. Dazu kommen dann auch noch Titelblätter, und einige Stiche, die nur den Maler Schreiter als Zeichner nennen, wie ein Blatt mit der heil. Catharina, wel- che mit den Philosophen disputirt, die vier Jahreszeiten, auf eben- so vielen Blättern, der Anzug eines Kriegsheeres etc.

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Im Winkler'schen Cataloge wird dem Screta selbst folgendes Blatt beigelegt.

Eine grosse philosophische These: Philosophia Universa, in Universitati Pragensi. — Die Allegorie schliesst die Genea- logie und die Grossthaten des Hauses Lobkowitz ein, mit einer grossen Menge von Bildnissen und Statuen von Mit- gliedern desselben, Carl, Screta fec, 1666. Zwei Blätter,

gr. fol.

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