Sinneszauber aus, und daher kommt der übertriebene Beifall

Sinneszauber aus, und daher kommt der übertriebene Beifall , wel-

chen seine Landschaftsgemälde fanden. Schönen Baumschlag darf

man bei ihm nicht suchen, es treten gewöhnlich nur unentwickelte

Massen von Baumgruppen mit einzelnen Schlaglichtern hervor,

durch die untergehende oder aufgehende Sonne bewirkt. Solche

starke Schlaglichter oder Schlagschatten fallen auch auf seine Ge-

bäude, weil der Künstler immer durch gewaltige Schatten- und

Lichtabstiche sein Publikum überraschen wollte. Die Strenge der

Critik konnte er aber doch nicht immer bestechen, Diese rügte

Vorzüge einzuräumen. Einen Beweis hiezu liefert seine Ansicht

des Wasserfalles von Terni im Johanneum zu Grätz, und die Tag- zeiten, die in den Besitz des Grossherzogs von Frankfurt und

des Banquiers Bethmann kamen. Es finden sich überhaupt meh- rere schöne Bilder von Schoenberger, besonders aus Italien , wo sich

der Künstler zu wiederholten Malen aufhielt. Diese Bilder führen meistens an italienische Seen, Flüsse und Häfen, zur Zeit eines warmen, glänzenden Himmels, oder bei heller Mondbeleuchtung. Auch Stürme und Ungewitter malte er. Um arbeitete er in Amsterdam , und in andern niederländischen Städten. Er war da- mals bereits Mitglied der Akademie in Amsterdam, seine Reiselust liess ihn aber nicht lange an einer Stelle verweilen. Später ging er nach England , wo er noch um gelebt haben soll.

In der Portrait-Sammlung des Professors Vogel von Vogelstein ist das Bildniss dieses Künstlers, 1820 von Vogel selbst in Rom gezeichnet. A. Balzer stach nach ihm 1798 eine Gebirgslandschaft bei

Mondschein, mit einer Ruine in der Ferne am Flusse, Aquatinta- blatt, gr. qu. fol. Auch Piringer stach nach ihm zwei Landschaf- ten in Aquatinta.

Schoenberger hat selbst eine ziemliche Anzahl von Blättern

gravirt, bestehend in Landschaften und Prospekten grössartiger Gan- genden mit Figuren und Thieren, meist effectvoll und fleissig aus- geführt, im grossen und kleinen Formate. Von diesen sind viele sehr selten, und eben so selten sind Abdrücke mit Verschiedenheiten. Weigel werthet das aus 20 Blättern bestehende Werk dieses Mei- sterauf 16 Thlr. Detaillirt können wir das Werk dieses Meisters nicht angeben. Einige dieser Blätter tragen seinen Namen, andere

die Buchstaben L. S.

  1. Der Eingang in einen Wald, rechts ein See, kl. qu. fol.

  2. Ein ähnlicher Wald am Ufer eines kleinen Flusses, links

am Wege zwei Figuren, kl. qu. fol.

3 — 4) Zwei Blätter mit Partien aus dem Prater in Wien, mit Figuren, 1800, qu. fol.

95 — 0) Zwei italienische Landschaften mit Gebäuden und Was- ser, qu. fol.

  1. Studien von Baumgruppen, qu. 4.

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