Schott, August, Maler und Lithograph, geb. zu Giessen 1810, erhielt den ersten Unterricht in der Zeichenkunst vom Universitäts-Zeichnungslehrer seiner Vaterstadt, und sollte dann dem Handelsstande sich widmen. Allein seine Neigung zur Kunst erhielt bald die Oberhand, und somit trat er zu Frankfurt a. M. in die lithographische Anstalt Vogel's, wobei ihm der Besuch des Städel'schen Instituts nicht verwehrt wurde. Im Jahre 1831 begab sich Schott zur Ausbildung in der Ölmalerie nach München , und besuchte zu diesem Zwecke die Akademie, er musste aber nach einiger Zeit, durch Umstände genöthiget, die Malerei aufgeben und durch Lithographiren seinen Unterhalt sichern. Diesen fand er durch seine Nachbildungen von Overbeck's und Steinle's Zeichnungen, die er in ihrer vollen Schönheit und Einfachheit wieder- gab, so dass diese Blätter zu den gelungensten nach diesen Meistern gehören.
Hierauf malte er im Auftrage einer würdigen Kunstfreundin, des Fräuleins Linder in München, mehrere Bilder in Öl, die sich durch tiefes religiöses Gefühl und durch ausdrucksvolle Schönheit der Gestalten auszeichnen. Nach Vollendung dieser Gemälde fing er an die Ausführung eines grossen Altarblattes mit Christi Himmelfahrt, eine vielversprechende Arbeit, welche der 1831 erfolgte Tod des Künstlers unterbrach. Er verschied am Nervenfieber in den Armen seines vielmjährigen Freundes Knauth. Mit diesem Künstler gab er eine Sammlung von 20 radierten Blättern mit Costümen heraus, unter dem Titel: Collection de Costumes nationaux d'Allemagne. Frankfurt 1832. 4.
Folgende lithographirte Blätter sind sein Werk:
Die Verkündigung Maria: Ave! gratia plena, Dominus tecum, und der Besuch bei Elisabeth: Benedicta tu in mulieribus! et ben. Fructus ventris tui! Zwei Darstellungen in verziertem Rande, nach einer Zeichnung von Overbeck, qu. fol.
Ein Votivbild. Dem Andenken zweier getreuen Arbeiter auf dem Felde des Herrn (Möhler und Klee). Von Schott und Knauth nach Steinle lith. Tundruck, gr. fol.
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