Schorer, Hans Friedrich, Kupferstecher und Formschneider , wahrscheinlich von Augsburg gebürtig, wo er von 1619—1629 arbeitete. Er scheint in Jessen zeitweise auch in Nürnberg und zu Coburg gelebt zu haben, oder ein gleichnamiger Künstler, der jedoch älter wäre, als dieser unser Schorer. Achilles Rhynker soll nämlich um 1670 von jenem Künstler Zeichnungen in Feder und Tusch besessen haben, die mit der Jahrzahl 1609 bezeichnet waren. Wenn dann eine Angabe in Seifert's Geschlechtstafel p. 11, B. Gen. 7. richtig ist, so gibt es sogar einen dritten Meister, dieses Namens, der 1610 zu Augsburg oder in Venedig auf die Welt kam, und in jüngeren Jahren starb. Es werden diesem Meister Kupferstiche und Holzschnitte zu- geschrieben. Auf letzteren soll er sich eines Monogrammes bedient haben. Manchmal ist ein F. angehängt. Einige seiner Blätter scheinen älter zu seyn, als die Stiche von Schorer, so könnten allerdings zwei Meister dieses Namens gelebt haben. Das Bildniss dieses Künstlers ist im Kupferstiche vorhanden.
Folgende radirte Blätter sind von Schorer, und mit einem Monogramme versehen: 1—4) Die vier Jahreszeiten, durch Kinder und Landschaften vorgestellt. Mit dem Zeichen und der Jahrzahl 1615. Sehr selten, 4. 5—8) Die vier Elemente, unter weiblichen Figuren dargestellt, in der Manier des Agost. Carracci behandelt, mit Zeichen und Jahrzahl 1610. Sehr selten, qu. 4. 9) Eine Sammlung von Ornamenten für Goldschmiede, 1610 in Augsburg erschienen. Dieses Werkes erwähnt Stetten, ohne genauere Angabe.
welches jenem des Hans Schäuffelin ähn-lich ist, ohne
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