Schöpf, Lorenz

Schöpf, Lorenz, Zeichnungslehrer, und älterer Sohn des P. P. Schöpf, wurde 1793 zu München geboren, und schon als Elementarschüler von Professor Mitterer in den Anfangsgründen der Zeichenkunst unterrichtet. Er fühlte sich schon in jungen Jahren davon angezogen, und die Holzbildhauerei , welche sein Vater übte, galt ihm damals als die Kunst seines Lebens. Allein fortgesetzter Besuch der Kunstschule und dann der k. Akademie, an welcher er nach der Antike zeichnete, und unter Leitung des Professors Fischer auch die Architektur studirte, brachte ihn auf einen anderen Weg. Professor Mitterer, ein auch um den Aufschwung der Lithographie hochverdienter Mann, entdeckte in seinem Schüler grosse Anlagen zum Schulmanne, und rieth ihm daher, sich für das Lehrfach zu entscheiden. Schöpf folgte dem Rathe des würdigen Mei-

Als im Jahre 1833 die k. Kreis-Landwirthschafts- und Gewerbs- schule errichtet wurde, wurde Schöpf seiner Stelle an der poly- technischen Schule enthoben, und ihm dafür der gesamte Unter- richt für Ornament- und Linearzeichnung an den drei Cursen der Landwirthschafts- und Gewerbschule übertragen. Dadurch wurde unserm Künstler ein schöner Wirkungskreis angewiesen, in wel- chem er sich auch mit solcher Umsicht bewegte, dass ihm 1836 von Seite der k. Akademie der Künste die silberne Preismedaille der Industrieausstellung von 1835 zuerkannt wurde. Schöpf er- warb sich während seiner sechsunddreissigjährigen Dienste als Zeichnungslehrer durch seine Lehrgeschicklichkeit und unermüdete Thätigkeit die vollste Zufriedenheit seiner Vorstände, indem die Leistungen seiner Schüler stets des höchsten Beifalls würdig wa- ren. Viele Künstler und Werkleute des In- und Auslandes ver- danken ihm seit Mitterer's Tod ihre erste Grundlage in der Zei- chenkunst.

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