Schon oder Schongawer, Martin.,
II. Madonnenbilder.
Die heil. Jungfrau stehend en face, nur etwas nach rechts, hält das Kind auf dem rechten Arme. Das Zeichen ist in der Mitte unten. H. 3 Z. 3 L., Br. 2 Z. 2 L.?
Die Copie eines alten Meisters, s. Abtheilung B.
Die stehende Madonna en face mit dem Kinde auf dem lin-
ken Arme, welches eine Birne in der Rechten hält. In der
Mitte unten ist das Zeichen. H. 6 Z. 3 L., Br. 4 Z. 4 L. Israel von Meckenen und ein unbekannter alter Mono-
grammist haben dieses Blatt copirt, von der Gegenseite. Eine neue Copie ist von Petrak.
Die Madonna mit dem Papagei, halbe Figur. Sie blättert mit der rechten Hand im Buche, und hält mit der anderen das Kind, welches vor ihr auf einem reich gestickten Kis- sen liegt. Dieses hält in der Rechten eine Birne, und auf der anderen einen Papagei. H. 5 Z. 10 L., Br. 4 Z.
Es gibt ein altes Blatt, welches denselben Gegenstand enthält, nur von der Gegenseite, so dass das eine oder das andere copirt ist. Die bei Bartsch nach Heinecke an- gezeigte gegenständige Copie ist nicht darunter zu verstehen, da diese links oben einen Mond zeigt, die andere Darstellung den- selben nicht hat. Auch in der Grösse weichen sie ab. Das Exemplar der genannten gegenseitigen Wiederholung, wo- von im Cabinet Derschau ein Abdruck war, ist 5 Z. 8 L. hoch, und 4 Z. 2 L. breit. Die Copie bei Heinecke hat in der Höhe 5 Z. 9 L., in der Breite 4 Z.
Frenzel spricht auch von einer schönen alten Copie von der Gegenseite, welche in der Sammlung des Grafen Stern- Manderscheid sich befand. Nähere Kennzeichen sind nicht angegeben, und so können wir nicht bestimmen, ob eine der beiden genannten Wiederholungen darunter zu ver- einigen ist. Wenzel von Olmütz hat dieses Blatt ebenfalls copirt.
- Die heil. Jungfrau auf der Rasenbank mit dem Kinde auf
dem Schoosse, welches mit beiden Händchen nach dem Apfel
reicht, den sie ihm vorhält. Im Grunde ist Landschaft, und
in der Mitte unten das Zeichen. H. 4 Z. 4 L., Br. 3 Z. 1 L., Petrak hat dieses Blatt copirt.
Die heil. Jungfrau von zwei Engeln gekrönt. Sie erscheint fast en face in halber Figur auf dem Halbmonde mit dem Kinde in den Armen. Zwei Engel halten eine Krone über ihrem Haupte. Das Zeichen ist in der Mitte unten. H. 6 Z. 4 L., Br. 3 Z. 11 L.
Die heil. Jungfrau in einem von Mauer umfangenen Hof. Sie sitzt auf dem Boden mit dem Kinde auf dem Schoosse, welches den Zeigefinger der rechten Hand gegen den Mond bewegt. In der Mitte unten das Zeichen. H. 6 Z. 5 L., Br. 4 Z. 6 L. Israel von Meckenen hat dieses Blatt copirt.
Der Tod der heil. Jungfrau. Sie liegt sterbend auf dem Bette, von Aposteln umgeben, wovon einer die Wachskerze hält. Zwei andere beten links vorn in einem Buche, wel- ches gegen die Himmelbettlade mit Vorhängen gestützt ist. Rechts vorn ist ein grosser Candelaber, und in der Mitte unten das Zeichen. H. 9 Z. 5 L., Br. 6 Z. 5 L.
II. Apostel und andere Heilige,
- Die 12 Apostel, Folge von 12 Blättern, wozu Chri- stus und Maria nicht gehören, welche Heinecke dazu zählt. Diese Blätter enthalten stehende Figuren, jedes unten in der Mitte mit dem Zeichen versehen. H. 3 Z. Br. 7 Z. 10.— 11 L. (Bei Weigel 12 Thl.) Israel von Mecklenburg hat diese Folge copiert, und selbe mit seinem Zeichen versehen. Eine zweite Copie ist von dem Monogrammisten W. H., der sie ebenfalls bezeichnete. Bartsch, Nr. 330. Eine dritte hinterließ Wenzel von Olmütz, der sie durch sein W. kenntlich machte. Der Monogrammist H. S. (Bartsch Nr. 130) copierte sie vollständig und setzte auf alle Blätter sein Zeichen, bis auf
Eine andere alte Copie ist anonym, nicht am besten aus- geführt, wahrscheinlich von dem Copisten Nr. 1. des Todes der Maria. Es gibt auch eine Copie im Holzschnitte mit Veränderun- gen und Zusätzen und dem Monogramm des V. Solche oben.
St. Petrus nach rechts, mit Buch und Schlüssel.
St. Andreas mit dem Kreuze im Buche liegend nach links gerichtet.
St. Jacobus major, en face, mit dem Pflögentablet.
St. Johannes, in 3 Ansicht nach rechts, mit dem Kelche, aus welchem eine Schlange kommt.
St. Philippus en face, mit dem Kreuzstocke in der Hand. Gut copiert von Petrak,
St. Bartolomäus, fast im Profil, etwas nach links, mit Buch und Messer.
St. Jacobus minor, fast im Profil, etwas nach rechts gericht- et, mit Buch und Walkstange.
St. Matthäus im Profil nach rechts, mit der Hellebarde in Linken.
St. Judas Taddäus mit der Keule en face, etwas nach rechts gerichtet.
St. Simon mit der Säge und im Buche lesend. Fast im Pro- fil, etwas nach links.
St. Thomas, en face, mit einer Pflaumenzweige und der Lanze in der Linken. Eine neuere Copie ist von Petrak,
St. Paulus mit Buch und Schwert, nach links gerichtet.
St. Anton der Eremit, stehend en face mit dem Schweine zu seinen Füßen, links des Blattes. Das Zeichen ist in der Mitte unten. H. 32 Z. 3 L.; Br. 22 Z. 3 L.
Copie II, von der Gegenseite. Von H. Wierx, rechts oben: 156 und unten: AE. 14. '
Copie III, von der Seite des Originals. Von einem Mo- nogrammatisten (Bartsch Nro. 17), der in der Mitte unten
seinen Zeichen setzte. Rechts unten steht: Aetate 56. 17, und
links oben die Ziffer 76.
Copie IV, von Petrak, neues Blatt,
- St. Anton von Teufeln geplagt, welche ihm in den grässlich- sten Formen erscheinen. Rechts unten bemerkt man einen Felsen, Ende in der Mitte das Zeichen. H. 11 Z. 8 L., Br. Diess ist eines der seltensten und beträchtlichsten Blätter des Meisters. Longhi werthet es in seinem Prospekt zur Anlegung einer Sammlung auf 300 Lire ital. Weigel schätzt es auf 65 Thlr. im guten Drucke. Wir haben auch Copien nach diesem Blatte:
I. Von Israel von Mecklenburg, mit dessen Zeichen unten in der Mitte, und ohne Felsen. Die Darstellung erscheint von der Gegenseite.
II. Von einem alten italienischen Meister, von der Ge- genseite. Die horizontalen Striche oben fehlen. H. 11 8 L. Br. 8 Z. 4 L.
III. Von Rafael Mey von der Gegenseite. Mit der Schrift: Qui non est tentatus quid scit? Rechts unten am Rande: Martin. S. Inventor. Raphael de Mey seulps. Johann: bus. exce. H. 11 Z. 5 L. Br. 6 2 Z. 6 L.
IV. Von einem neuen Künstler, von der Gegenseite... Un- ten links ist Dürer's Zeichen und rechts ein Täfelchen mit dem Monogramm I. A. 1530. H. 11 Z. 3 Br.
- St. Christoph mit dem Jesuskinde auf den Schultern nach links hin durch den Fluss schreitend. Im Grunde links sieht man zwischen Felsen den Eremiten mit der Laterne, In der Mitte unten ist das Zeichen, H. 6 Z. Br. 4 Z. 1 L. (Bei Weigel 48 Thlr. 16 gr.) 490
_ Dieses Blatt ist von einem alten Monogrammisten von der Gegenseite (der Heilige nach Rechts) copirt (Bartsch Nr. 314.) In der Mitte unten ist sein Zeichen, und die Adres- se: Quad excudit. H. 5 Z. 11 L. Br. 4 Z.
Auch W. von Olmütz hat dieses Blatt copirt, und es mit W. bezeichnet;
_ 49) St. Stephan stehend mit Steinen und Palme, en face, In der Mitte unten das Zeichen. H. 5 Z. 11 L. Br. 4 Z. 50) St. Georg zu Pferde durchsticht den Drachen mit der Lanze. Er reitet nach rechts. In der Mitte unten das Zeichen. H. 2 Z. 2 L. Br. 2 7/9 L. _
Es gibt eine alte gegenseitige Copie mit Schön's Zeichen, s. Abth. B.
Auch Wenzel von Olmütz hat dieses Blatt copirt. 51) St. Georg zu Pferd, nach links hin, tödtet den Drachen mit dem Säbel. Dem Thiere steckt die Lanzenspitze im Halse, und es bestrebt sich sie herauszuziehen. Rund das Zeichen unten, Durchmesser 3 Z. 2 L. C
St. Georg sprengt zu Pferde nach links hin und zieht das Schwert, um den Drachen zu tödten, welchen man links vorn von der Lanze durchbohrt sieht. Im Grunde rechts kniet die Königstochter, und links sieht man Berge und ei- nen Fluss. Dieses Blatt ist das einzige, welches nicht be- zeichnet ist. Bartsch erklärt es als unbestreitbare Arbeit Schongauer's. H. 4 Z. 2 L. Br. 6 Z. 3 L.
St. Jacobus major, Apostel der Spanier, streitet mit dem christlichen Heere gegen die Ungläubigen und bringt sie durch seine Gegenwart in Verwirrung. Man sieht den Hei- ligen zu Pferd an der Spitze der Armee, und die Ungläu- bigen fliehen nach rechts hin. Oben ist ein Cartouche nicht ganzlich, wie Bartsch sagt), 3 Z. 5 L. breit, und 13 Z. hoch, wahrscheinlich um eine Inschrift aufzunehmen, die demnach in einer Verzierung mit Bandrollen erscheint. Die Abdrücke mit diesem Cartouche sind aber äusserst selten. H. 10 Z. 9 L. Br. 16 Z.
Johannes der Täufer mit dem Lamme auf dem Buche. Er steht nach rechts gewendet, nur der Kopf ist en face gestellt, in der Mitte unten das Zeichen. H. 5 Z., 5 L. Br. 3 Z. 10 L. (Bei Weigel 5 Thl.
Es gibt eine gegenseitige Copie. Links steht ein klei- ner Baum.
- Johannes der Evangelist auf Pathmos die Apokalypse sehrei- bend. Er sitzt am Ufer des Meeres vor einem Felsen, auf welchem der Adler zu sehen ist. Der Seher hält die Feder in der Rechten, wendet mit der Linken ein Blatt des Bu- ches und blickt nach der heiligen Jungfrau, welche links oben in Strahlen erscheint. Das Zeichen ist in der Mitte unten. H. 6 Z. Br. 4 Z. 3 L.
Es gibt eine sehr genaue Copie von einem alten Mono- grammisten (Bartsch Nr. 353). Sie ist von der Gegenseite genommen, indem der Evangelist nach rechts gerichtet ist,
Eine zweite alte anonyme Copie ist ebenfalls von der Gegenseite, mit verändertem Hintergrunde. H. 5 Z. 10 L. Br. 3 Z. 6 L. 56) St. Lorenz stehend etwas nach rechts, mit Palme und Rose in der Linken, und einem Buche in der Rechten. Das Zeichen ist in der Mitte unten. H. 5 Z. 11 L. Br. 4 Z. 2 L. (Bei Weigel 4 Thlr. 12 gr.) Israel von Meckenen hat dieses Blatt copirt.
- St. Martin theilt den Mantel mit dem Armen. Der Heilige steht en face und theilt mit dem Säbel das Kleid, wovon er in der ausgestreckten Linken ein Stück hält. Das Zeichen in der Mitte unten. H. 5 Z. 8 L. Br. 3 Z. 11 L.
Israel von Meckenen hat dieses Blatt copirt.
- St. Michael durchbohrt den Dämon mit einer Lanze. Er steht in 3 Ansichten nach rechts gerichtet. In der Mitte unten ist das Zeichen. H. 6 Z. Br. 4 Z. 2 L. Der alte Meister J. C., Johann von Culmbach genannt, hat dieses Blatt copiert, und zwar von der Originalseite, und in gleicher Größe,
Schöner oder Schongawer, Martin. Die Copie eines anderen alten Meisters ist von der Ge- genseite und sehr mittelmässig. Eine neue Copie ist von Petrak.
- St. Sebastian, an den Baum gebunden und von Pfeilen durchbohrt. Er neigt sich nach links, wohin der Gürtel weicht, und unten in der Mitte ist das Zeichen. H. 5'2. 9 L. Br. 4 Z. 1 L.
Copie I. Von Israel von Meckenen, Copie II. Von Wenzel von Olmütz, beide an den Zeichen der Copisten zu erkennen.
Copie III. Von dem Meister J. C., genannt Johann von Culmbach. Diese Copie ist von der Gegenseite. H. 4 Z. 7 L. Br. 3 Z. 7 L.
St. Sebastian an beiden Armen an den Baum gebunden, ein wenig nach rechts geneigt, während die Spitzen seiner Leib- binde nach links hin sich bewegen. Das Zeichen sieht man unter dem linken Fuss des Heiligen, das S. verkehrt. H. 2 Z. 7 L. Br. 1 Z. 8 L.
Ein stehender heil. Bischof, in der einen Hand den Stab haltend und mit der anderen segnend. In der Mitte unten ist das Zeichen. 1 M. 3 Z. 3 L. Br. 2 Z. 3 L. Wenzel von Olmütz hat dieses Blatt copirt.
IV. Weibliche Heilige,
St. Agnes stehend mit Buch und Palme, das Lamm zu ih- ren Füßen rechts. Das Zeichen ist in der Mitte unten, H. 5 Z. 7 L. Br. 3 Z. 9 L. Israel von Meckenen hat dieses Blatt copirt.
St. Barbara, stehend nach links, mit dem Buche in beiden Händen. Im Grunde links sieht man den Thurm und das Zeichen in der Mitte unten. H. 3 Z. 8 L. Br. 2 Z. 3 L.
Israel von Meckenen hat dieses Blatt copirt. Eine an- dere alte Copie mit Schongauer's Zeichen, siehe Abthei- lung B.
Eine dritte alte, aber geringe Copie, ist von gerin- gem Werthe. H. 3 Z. 6 L. Br. 1 Z. 11 L.
St. Catharina stehend en face, mit dem auf das Rad gestütz- ten Schwerte. Das Zeichen in der Mitte unten. H. 3 Z. 8 L. Br. 2 Z. 1 L. Israel von Meckenen hat dieses Blatt copirt.
St. Catharina, stehend etwas nach rechts, mit dem Schwerte in der Linken, und das Rad zu den Füßen. In der Mitte unten das Zeichen. H. 5 Z. 5 L. Br. 3 Z. 9 L.
St. Veronica mit dem Schweisstuche, der Kopf etwas nach links geneigt. Das Zeichen in der Mitte unten. H. 3 Z. 3 L. Br. 2 Z. 2 L. Eine alte Copie s. Abtheilung B.
V. Verschiedene andere religiöse Darstellungen.
- Der kleine Erlöser stehend en face, mit dem Globus in der Linken und mit der Rechten segnend. In der Mitte unten das Zeichen. H. 3 Z. 3 L. Br. 2 Z. 3 L.
Israel von Meckenen hat dieses Blatt copirt.
Der Heiland stehend en face, wie er die Rechte zum Segen erhebt und in der Linken eine Bandrolle hält. Das Zei-
Der Schmerzensmann, Jesus mit Dornen gekrönt, wie er die Hände auf der Brust kreuzt. Links ist Johannes und rechts Maria, alle in _ halben Figuren in einer gothischen Arkade, H. 8 Z. 3 L. Br. 0 Z.
I. Mit dem Monogramme ausser dem Arkadensims unten, Sehr selten.
II. Mit dem Monogramme im Fenster neben der Draperie der Maria, Wenzel von Olmütz hat dieses Blatt copirt.
- Gott Vater auf dem Throne mit Globus und Scepter in der Linken, und mit der Rechten segnend. Zwei Engel halten die Vorhänge des Thrones. Das Zeichen sieht man in der Mitte unten. H. 6 2/3 Z. L. Br. 4 Z. 5 L.
Der Monogrammist A. G., gewöhnlich Glockenton ge- nannt, hat dieses Blatt copirt.
Gott Vater und die heil. Jungfrau links neben ihm auf dem Throne, wie er sie segnet. Im Hintergrunde beten drei En- gel ihn an. Das Zeichen sieht man in der Mitte unten. H. 5 Z. 11 L. Br. 5 Z. 8 L.
Gott Vater auf dem Throne, wie er die vor ihm knieende heil. Jungfrau krönt. Im Grunde links richtet ein Engel für die Heilige ein Kissen her. In der Mitte unten ist Zeichen. H. 6 Z. Br. 5 2/3 Z. 9 L.
73 — 76. Die Symbole der vier Evangelisten, Folge von 4 Blättern in Runden mit dem Zeichen unten; Durchmesser 3 2/3 Z.
Das Symbol des hl. Mathäus: ein Engel en face mit ausgebrei- teten Flügeln eine Bandrolle haltend.
Das Symbol des heil. Marcus: ein geflügelter Löwe im Pro- fil nach links. Zu seinen Füssen die Bandrolle.
Das Symbol des heil. Lucas: ein geflügelter Stier, der Kopf fast en face, der Körper im Profil. Seine Beine sind von der Bandrolle umwickelt.
Das Symbol des heil. Johannes: ein Adler mit ausgebrei- teten Flügeln im Profil etwas nach links. Zu seinen Füssen ist die Bandrolle.
Es gibt von diesen vier Blättern alte Copien ohne Na- men. Durchmesser 3 2/3 Z.
Wenn Heinecke diesem Meister vier Blätter der Evange- listen mit ihren Attributen zuschreibt, so ist er im Irrthum. Rundungen im Durchmesser 4 Z. 5 L. Diese Blätter gehö- ren dem Meister von 1466 an.
77 — 81. Die fünf klugen Jungfrauen, jede mit einem Blu- menkranze, Folge von 5 Blättern, mit dem Zeichen in der Mitte unten. H. 3 Z. 6 L. Br. 3 Z.
I. In 3 Ansicht nach rechts, mit der Lampe in der Rechten und mit der anderen das Gewand haltend.
II. In 3 Ansicht nach rechts, die Lampe in der Linken und mit der Rechten das Gewand hebend.
III Fast im Profil nach rechts, mit der Lampe in der Rech- ten und mit der anderen an der Hüfte das Leiden haltend.
449 — V. Im Profil nach rechts. Sie hebt mit der linken Hand das Kleid gegen ihre Brust, mit der anderen trägt sie die Lampe.
82 — 86. Die fünf törichten Jungfrauen, die Blumenkränze zu ihren Füßen. Folge von 5 Blättern, eben so bezeichnet und in derselben Grösse, wie die obigen Blätter.
I. Im Profil nach links, die Rechte gegen die Brust gelegt, und mit der anderen die erloschene Lampe tragend.
II. In 3 Ansicht nach links, mit der Rechten das Gewand fassend und mit der anderen die Lampe haltend.
III. Von vorn gesehen, mit der Rechten die Haarelegend; und in der anderen die Lampe tragend.
IV. Ebenfalls en face genommen, die linke Hand zur Geste erhoben, und mit der anderen die Lampe haltend.
V. Im Profil nach links, wie sie mit der Rechten die Haare ordnet und mit der anderen die Lampe trägt.
Israel von Meckenen hat diese 10 Blätter copirt. Der Meister A. G. (Albert Gluckenton) hat sie ebenfalls copirt. Die Copien eines alten anonymen Meisters sind von der Gegenseite, und in der Grösse der Originale.
- Eine der törichten Jungfrauen, halbe Figur en face. Sie trägt die Lampe in beiden Händen, und auf die linke Schulter fällt eine Haarflechte herab. Das Zeichen ist in der Mitte unten, das S, verkehrt. H. 5 Z. 6 L., Br. 4 Z.
Der Meister mit den gothischen Buchstaben V. G. hat dieses Blatt von der Gegenseite copirt. Die Initialen sieht man gegen die Mitte zu. H. 5 Z. 8 L., Br. 3 Z. 3 L.
Profane Darstellungen (Genrebilder), Thiere und Goldschmidsarbeiten u. a.
Der Bauer mit dem Säbel an der Seite geht mit einem Sack und einem Korb mit Eiern nach dem Markte. Er führt das Pferd am Zaume, auf welchem ein Weib mit dem Kinde sitzt. Der Zug geht nach links hin, und im Grunde rechts erscheint das Dorf. Das Zeichen ist in der Mitte unten. Nach Zanetti, Cabinet Cicognara p. 9. H. 5 Z. 5 L., Br. 5 Z. 11 L. Bartsch wußte die Grösse nicht genau anzugeben. Es gibt eine neuere Copie von der Gegenseite, und fast nur im Umriss. Der Zug geht nach rechts.
Der Müller den mit einem Sacke beladenen Esel vor sich herireibend. Hintendrein folgt das Füllen. Der Zug geht nach links, und das Zeichen sieht man in der Mitte unten. H. 3 Z. 2 L., Br. 4 Z. 5 L.
Israel von Meckenen hat dieses Blatt copirt.
Die zwei Männer auf dem Wege. Der eine vor ihm, en face gesehen, legt die linke Hand auf den Säbelgriff, und sein Gefährte, im Profil genommen, trägt in der Linken sein Seitenmesser. Das Zeichen ist in der Mitte unten. H. 3 Z. Br. 1 Z. 9 L.
Zwei Goldschmidsjungen, wie sie sich bei den Haaren fassen. Der zur Rechten hält eine Zange und vorn sieht man
Der Drache, im Profil nach rechts. Die vordere Häl(fte ist _ die eines Adlers, der Hintertheil und die Beine sind die ei- nes Ochsen. H.3 1/2 Z. 9 L. Br.3 1/2. 9 L.? - ; Israel von Meckenen hat dieses Blatt copirt. Eine andere gute alte Copie, mit Schöu's Monogramm,
s. Abtheilung B. Diese erklärt: Heinecke als Original. 94) Der liegende Hirsch und die Hinde, welche nach rechts hin steht, und nach dem Hirsch hinblickt. Das Zeichen ist
in der Mitte unten. H. 2 Z. 10 L. Br. 3 Z. 7 L.
- Das Zuchtschwein mit den Jungen. Vier derselben begleiten es, und ein fünftes steht links bei einem anderen Schweine, In der Mitte unten das Zeichen. H.2 1/2 Z.7 L., Br.3 1/2. 9 L.,
96—105) Verschiedene Wappen, Folge von 10 runden Blät- tern, jedes mit dem Zeichen in der Mitte unten. Durch-
messer 2 Z. 9/10—1 1/10 L. ; 96) Der geflügelte Engel mit dem Wappenschild, kniend nach rechts. (Bei Weigel 2 Thl.) . Es gibt eine schöne Copie ohne Zeichen, oder eine Wie-
derholung, welche Bartsch nicht kennt. Bekannt ist die Copie des Wenzel von Olmütz,
Ein junges Weib auf der Rasenbank sitzend, wie sie mit der Rechten eine Blume pflückt, und in der andern das Schild hält. - ; « ; Es gibt eine alte gegenseitige Copie in gleicher Grösse,
Ein junges Weib mit dem Wappenschild in beiden Händen. Copirt von Wenzel von Olmütz,
Ein junges stehendes Weib mit einer Rose in der Rechten und das Wappen: mit der andern haltend.
Ein weiles Weib mit dem säugenden Kinde, die Rechte auf den Schild gestützt.
Ein kniender Mann mit zwei Schilden an einander,
Ein sitzender Bauer mit dem Schilde.
Ein Wilder mit Reule und Schild,
Ein Wilder mit Stock und Schild,
Ein Wilder mit zwei Schilden, Wenzel von Olmütz hat dieses Blatt copirt, und sein Zeichen darauf gesetzt. 42 ;
Der Bischofsstab mit der heil. Jungfrau auf dem Throne; die das Kind in den Armen hält. Das Zeichen in der Mitte unten. H. 10 1/2 Z. 7 1/2 L. Br. 4 Z. 9 1/2 L. (Bei Weigel ein ver- schnittenes Exemplar 4 Thl. 12 gr.) . *
Das Rauchfass mit mehreren Engelfiguren geziert. Neben dem einen der beiden Ringe der äussere ist das Zeichen. H. 10 Z. Br. 7 Z. 9 1/2 L.? MC
Verzierung von Laubwerk mit mehreren Thieren, worunter eine Eule zu bemerken, welcher einen Vogel verzehrt. In der Mitte unten das Zeichen. H. 5 Z. 1/10 L., Br.3 Z. 1/2 L.
Nagler's Künstler-Lex. Bd. XV. 29
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Ornament von einem Baumzweige, aufstrebend und wie das obige sich krümmend. H. 5 Z. 1 L., Br. 3 2. 4L., von den Extremitäten gemessen. (Bei Weigel 7 Thl.). Israel von Meckenen hat dieses Blatt copirt, aber mit Nr. 1312 zusammen, wovon Bartsch nichts wusste.
Ornament von einem Baumzweige. Er erhebt sich etwas nach links, krümmt sich dann rechts und neigt sich dann wieder nach links. Gegen die Mitte unten ist das Zeichen, H. 4 Z. 9 L., Br. 3 Z. 4 L., nach den Extremitäten ge- messen.
Laubverzierung, welche sich schief nach links erhebt, in der Mitte nach rechts sich krümmt, und dann noch zweimal sich windet. Das Zeichen ist in der Mitte unten, da wo der Hauptzweig mit einem anderen sich kreuzt. H. 4 Z. 1 L., Br. 2 Z. 7 L. Maass der Platte. H. 3 Z. 10 L., Br. 2 Z. 0 L. Maass des Ornamentes von einem Ende zum anderen.
Israel von Meckenen hat dieses Blatt copirt.
Laubverzierung, von mehreren sich krümmenden Zweigen gebildet, die von einem Rasenplatze aufschiessen. In der Mitte unten das Zeichen. H. 4 Z. Br. 5 Z. 10 L.
Laubverzierung, mit einem Papagei, links in halber Höhe. In der Mitte des Blattes ist ein anderer, der die Federn des Schwei- fes beschnäbelt, und vier andere Vögel sieht man in den Ecken des Blattes. Das Zeichen ist in der Mitte unten. H.
Laubverzierung mit Maulbeeren vermischt. Das Zeichen ist in der Mitte unten. H. 3 Z. 1 L., Br. 4 Z. 5 L. (Bei Wei- ge]l 9 Thl. 12 gr.)
116). Ornament von Aesten mit Blättern, in verschiedenen Krüm- mungen. Das Zeichen ist in der Mitte unten ausser der Einfassungslinie. H. 2 Z. 1 L., Br. 2 Z. 8 L. Ein alter unbekannter Meister hat dieses Blatt von der Gegenseite copirt. Das Blätterwerk sprosst rechts auf. H. 2 Z. 2 L., Br. 2 Z. 9 L.
B. Blätter, welche das* Zeichen Schongauer's tragen, aber von ihm nicht gestochen sind.
Die Geburt Christi. Maria kniet links mit auf der Brust ge- kreuzten Händen vor dem auf einem Tuche liegenden Kinde. Hinter ihr sieht man die Thiere und im Grunde rechts er- scheint Joseph. Rechts oben schweben drei Engel mit einer Bandrolle. Unten nach rechts ist das Zeichen. Dieses Blatt ist gegenseitige Copie nach Nr. 5. des Wer- kes von Schongauer, und auch daran kenntlich, dass jene Frau weggelassen ist, welche bei Joseph steht. Die Copie ist auch etwas kleiner. H. 3 Z. 3 L., Br. 2 Z. 10 L.
Die Geburt Christi. Maria kniet rechts in Verehrung des Kindes, welches vor ihr von Strahlen umgeben liegt. Jo- seph steht links vorn und im Grunde links sieht man die Thiere. Neben dem Eimer in der Mitte des Vorgrundes ist das Zeichen. H. 7 Z. 3 L., Br. 10 Z. 10 L.
Die Grablegung. Die Jünger tragen den Leichnam des Herrn zu Grabe. Diess ist eine gegenseitige Copie von Nr. 18 der Blätter Schongauers. Sie ist auch an dem Mann zu Pferde
–links im Grunde und an den zwei Bauern mit Rechen, wel- che von Golgatha kommen, erkenntlich. In der Mitte unten ist das Zeichen, der Buchstabe S. verkehrt. M. 5 Z. 0 L. Br. 4 Z. 6 L.
Christus erscheint der Magdalena als Gärtner. Er steht links mit dem Pannier in der Rechten, und Magdalena kniet vor ihm. Die Buchstaben M S. stehen unten ohne Kreuz zwi- schen beiden, und weiter abstehend als gewöhnlich. Diess ist eine gegenseitige Copie von Nr. 20 der Blätter Schönauers. H. 3 Z. 4 L., Br. 2 Z. 11 L.
- Jesus Christus in der Wüste von sechs grossen Engeln be- gleitet, je drei auf einer Seite in Verehrung. Im Grunde sind drei Bäume. Auf dem zur Rechten sind Vögel, auf je- nem zur Linken ein Affe. Der Boden ist mit Gras und Pflanzen bewachsen, zwischen welchen man verschiedene Thiere sieht, besonders Hasen. Links ist das Zeichen, das Kreuz zwischen den Buchstaben verkehrt gestellt; H. 11 Z., Br. 8,2,3 L. – ;
Es gibt zweierlei Abdrücke:
- Ohne Zeichen Schongauers.
- Mit dem Zeichen links unten.
- Die heil. Jungfrau auf dem Halbmonde stehend, Sie trägt das Kind auf dem rechten Arme. Rechts unten steht der Buchstabe S. und links M., ohne Kreuz in der Mitte. Diess ist nach Bartsch eine gegenseitige Copie des Blattes Nr. 27 Schongauer. Im Originale fehlt der Halbmond. H. 3 Z. 1/2 L.
Zanetti, Cabinet Cicognara, p. 10, erwähnt dieser Composi- tion ebenfalls. Graf Cicognara besass ein Blatt ganz im Sinne des Originals und mit dem Halbmonde. Die Buch- staben M. S. stehen fast in der Mitte unten, aber ohne Kreuz zwischen beiden. Für Original erklärt Zanetti dieses Blatt
nicht, und so ist es eine dem Verfasser des Peintre graveur unbekannte Nachbildung.
Maria in langem weiten Mantel und mit Schleier nach links schreiten. Sie ist traurig und mit gekreuzten Händen dar- gestellt. Das Zeichen ist links unten. H. 4 Z. 8 L., Br. 7)
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