Schoevaerdts, M.

Schoevaerdts, M., auch Schovaerts und Schowaert genannt, während der Künstler selbst auf seinen wenigen Bildern und Radirungen sich M. Schoevaerdts und M. Schoewaerdts nennt. Sein Taufname ist wahrscheinlich Martin. Der Maler Christoph Schovaerts, dessen Balkema erwähnt, und dem er die Bilder im Museum des Louvre zuschreibt, ist, wenn er je gelebt hat, nicht eine Person mit dem Unsrigen.

Die Lebensverhältnisse dieses Meisters sind unbekannt, er ge- hört aber zu den besten Künstlern, die um tätig waren. Seine Darstellungsweise deutet nach Hulland, und seine radirten Blätter erinnern an Cor. du Sart. In Museum des Louvre ist von ihm eine Landschaft mit einer grossen Anzahl von Figuren und

F. Dequevauviller stach nach ihm 1777 ein sehr grosses Blatt unter dem Titel: Fête de campagne hollandaise. Es stellt eine grosse Landschaft vor, links mit einem Charlatan auf seinem Theater rechts ein dreispänniger Wagen. Ein zweites grosses Blatt ist von de Mouchy, ebenfalls eine grosse Landschaft. Rechts vor dem Gasthause sind lustige Bauern, und in der Mitte sieht man einen dreispännigen Wagen. Dieses Blatt ist betitelt: Retour de la fête de campagne hollandaise.

Von Schoevaerdts selbst radirt sind folgende seltene Blätter:

  1. Eine Gesellschaft von Bauern und Bäuerinnen jeden Alters in der Schenke, welche einem Bauer zusehen, der mit auf den Rücken gebundenen Händen einen, an einer Schnur hängenden Apfel mit dem Munde erhaschen will. Rechts ist ein tanzender Knabe mit dem Rummelpott. Rechts unten M. Schoevaerdts fec. H. 10 Z., Br. 12 Z. 8 L. Dieses Blatt ist kräftig radirt und selten zu finden. Man wird es auf Auktionen unter 5 Gulden nicht erhalten können.

  2. Streitende Bauern im Zimmer. Der stehende Bauer fasst zwei andere an der Kehle, und rechts stützt der vierte die rechte Hand auf den Tisch. Im Grunde ist Aussicht auf eine Landschaft, in welcher zwei kleine Figuren laufen. Links unten: M. Schoevaerdts, H. 4 Z. 5 L., Br. 6 Z.

Dieses Blatt ist noch seltener als das obige.

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