Schoepf, Johann Adam, Historienmaler , wurde 1702 in Strau- bing geboren, und unter unbekannten Umständen zum Künstler herangebildet. Im Jahre 1724 kam er nach Prag , wo er beim Ein- tritte in die Altstädter Maler-Confraternität ein Probestück vorle- gen musste. Von dieser Zeit an war er als Meister anerkannt, und arbeitete mehrere Jahre ruhig fort. In einigen Kirchen zu Prag und der Umgegend sieht man Altarbilder von ihm und auch Frescogemälde, aber alle diese Werke erklärt Dlabacz als unbe- deutend, so dass seine besten Arbeiten in Bayern zu suchen sind. Er kam 1742 in sein Vaterland zurück, da er in Folge von unge- bührlichen Reden gegen die Kaiserin Maria Theresia Prag verlas- sen musste. Hierauf wurde er Hofmaler des Churfürsten von Cöln , der ihm auch den Titel eines churkölnischen Truchsess verlieh. Um 1750 erscheint er aber wieder in München , wo wir ihn in den Personalalten der Künstler exilierten Bürger von Prag ge- nannt finden. Von dieser Zeit an blieb Schoepf in Altbayern , malte jedoch wenig mehr. Man verwechselte ihn aber in früheren Schrif- ten gewöhnlich mit seinem Sohne Johann Nep. Schoepf, dem die Gemälde in der Kirche zu Fürstenfeldbruck angehören, wenigstens die Himmelfahrt Mariä, welche Lipowsky und Füssly dem Adam Schoepf zuschreiben. In der Gallerie zu Schleissheim ist von ihm ein kleines Bild, welches Maria mit dem Leichnam Christi auf dem Schoosse unter dem Kreuze sitzend darstellt. In der Pfarr- kirche des hl. Tiburtius zu Straubing ist ein Abendmahl von ihm, und in der Franziskanerkirche die Flucht in Aegypten. Das To- desjahr dieses Meisters fanden wir nicht angezeigt. Im Jahre 1769 kaufte er Geissel-Pullach im ehemaligen Landgerichte Dachau, und lebte noch einige Jahre in glücklichem Wohlstande. Daher nennt er sich vielleicht in seinen letzten Jahren Adam von Schoepf.
Dieser Schoepf aus Straubing wird öfter mit dem Tiroler Jos. Schoepf verwechselt, der höher steht. Was M. R. Frey und Zan-
Dann haben wir von diesem Meister auch eigenhändig radirte Blätter, die ihm immerhin einiges Verdienst sichern,
Moses schlägt Wasser aus dem Felsen, A. Schoepf fecit, 8.
Eine Composition von sieben nackten Figuren, darunter Herckules , der nachdenkend an den Baum gelehnt ist. Eine kniende Figur hält ein Täfelchen, A. de Schoepf sc. M. qu. fol. Sehr selten,
Eine auf dem Boden sitzende Frau mit einem nackten Kinde zur Seite. d. Schoepf sc., 12.
Eine Frau mit dem Kinde in den Armen, halbe Figur. Ohne Namen, 12.
Zwei Genien oder Knaben, wovon der eine Fische in den Topf bringt. Schoepf. 12.
Vier nackte Kinder, wovon das eine auf dem Löwen reitet, Adam Schoepf fecit 1765, qu. 8.
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