Schoenfeld, Heinrich

Schoenfeld, Heinrich, Architekturmaler, geboren zu Dresden 1809, erhielt seinen ersten Unterricht im Freimaurer-Institute, und stu- dirte Mathematik und Bergbau; besuchte aber dann die Akademie

der Künste und widmete sich der Architektur. Nach dem Tode seines Vaters, der beim Strassenbaue angestellt war, glaubte er als Theatermaler sein Heil finden zu können, was in so fern eintraf, als diese Kunst ihn zur Architekturmalerei führte, in welcher Schoenfeld Ausgezeichnetes leistete. Von 1830 an, nach seiner An- kunft in München , malte er architektonische Darstellungen in Oel, nach seinen Zeichnungen und Studien, die er auf Reisen in Ober- italien, der Schweiz , am Rhein, in Oesterreich, Holland und in Norddeutschland gefertigt hatte, grösstentheils nach mittelalterlichen Bauwerken, die ihn vor allen fesselten. Zu seinen Hauptbildern gehört der Marktplatz in Basel , im Besitze des H. v. Arthaler in Wien ; das Münster in Strassburg , in der Privatgallerie des Königs Ludwig von Bayern; die Hauptkirche in Bacharach , in der Samm- lung des Fürsten Colloredo in Wien, die Ansichten der Dome zu Limburg und Erfurt . Diese Bilder reihen sich dem Besten an, was in dieser Art in der neuen Zeit geleistet wurde. Er war von dem Geiste der mittelalterlichen Baukunst durchdrungen, und so sehr im Besitze der technischen Mittel, dass sich der Beschauer in die Wirklichkeit versetzt glaubt, indem auch die passende Staffage das Ihrige beiträgt. An seine Gemälde reihen sich dann zahlreiche Aquarellzeichnungen und Skizzen, deren er eine Menge gesammelt hatte. Jetzt sind seine Arbeiten überall hin zerstreut, da nach dem 1845 in München erfolgten Tod des Meisters sein Kunstnachlass versteigert wurde. | |

Schoenfeld fertigte auch viele Zeichnungen für das Werk:

Originalansichten der historisch merkwürdigsten Städte in Deutsch- land, ihrer wichtigsten Dome etc. Herausgegeben von J. Lange, G. Osterwald, M. Bayer und H. Schoenfeld. Dieses Prachtwerk,

welches in Darmstadt erschien, beläuft sich schon auf mehr als 50 Hefte mit Text, qu. 4. Ein anderes mit Stahlstichen illustrir-

Von ihm selbst lithographirt sind:

i) Die Ansicht der Kirche zu Kiedrich im Rheingau, in Koh- ler's Münchner Album, fol.

2). Einige malerische architektonische Ansichten, kl. fol.

Schongawer s Martin, s. M. Schong.

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