Schoenberger, LOTHAR, Landschaftsmaler , geb. zu Vöslau bei
Wien um 1770, bildete sich an der Akademie der Künste der ge-
nannten Stadt, hatte aber vornehmlich an Michael Wutky einen
Lehrer gefunden. Hierauf begab er sich nach Böhmen, um die
interessantesten Ansichten der Besitzungen der Fürsten von Schwar-
zenberg und von Lubkowitz nach der Natur zu zeichnen. Nach
Vollendung dieser Arbeit begab sich der Künstler nach der Schweiz ,
wo er viele Zeichnungen fertigte, deren er in Konstanz auch einige
in Öl ausführte. Hier heirathete er die berühmte Sängerin Mar-
coni, welche bald darauf der Gegenstand häuslicher Uneinigkeit
wurde, so dass der Künstler wieder den Wanderstab ergriff.
Jetzt ging er nach Italien, wo er ebenfalls zahlreiche Studien
machte und mehrere Bilder in Öl malte, die viele Bewunde-
rer fanden, so wohl jene in Öl als die Transparentmalereien. In
seiner früheren Zeit malte er viele solcher Lichteffektbilder, die
von anderen für Geld gezeigt wurden. Von Italien aus begab sich
Schoenberger nach Paris , wo er um außerordentlichen Beifall
erntete, indem er nur seine gewähltesten Effektstücke zur Ausstel-
lung brachte. Im Jahre war er wieder in Wien, wo jetzt die
Galerie des Belvedere eines seiner Bilder ankaufte: den Meerbu-
sen von Bajas mit den anliegenden Ruinen, beleuchtet von der un-
tergehenden Sonne, 1804 gemalt, 8 Sch. hoch und 10 Sch. 4 Z.
breit. Man erkannte damals darin ein Bild von bewunderungs-
würdiger Harmonie, welches durch die täuschend dargestellte Sonne
das Auge blenden soll. Sonne- und Mondbeleuchtung brachte
dieser Künstler überhaupt in seinen Gemälden gerne an, und bot
dann alle Mittel auf, um die größtmögliche Wirkung zu erzie-
len. Diese Gestirne, mit ihren Widerscheinen auf den fast immer
benutzten Wasserpartien, übten auf die Menge einen gewissen
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