Schnell, Johann

Schnell, Johann, Maler, wird einzig von Dlabacz erwähnt. Die- ser Schriftsteller sagt, Schnell sei 1730 aus Sachsen nach Prag

gekommen; habe da mehreres gemalt; und sei bei den barmherzi- gen Brüdern gestorben. Schnell, Johann Conrad, Schmelzmaler von Augsburg , Vater und Sohn. Der ältere Künstler dieses Namens hatte großen Ruf. Seine Emaillen sind von ziemlicher Grösse, öfter auf beiden Seiten bemalt. Andere lassen ihn 1689 sterben, Stetten und andere 1704 im 58. Jahre. Schnell jun. war Schüler von J. Fischer, und malte in der Weise des Vaters, aber ohne ihn zu erreichen. Starb im 51. Jahre. P. Kilian, L. Heckenauer, Kleinschmied, Salzmüller, J. Hahn haben Porträte nach Malereien dieser Künstler gestochen. Von einem J. C. Schnell sind folgende radierte Blätter, welche selten vorkommen:

  1. Joa. Ulr. Maier August. Pictor Aut. Imp. Leopoldi, sitzend im Lehnstuhle. Se Ipse pinxit Anno Aet. 18. G. C., P. Kilian exc. Joh.
  2. Johannes Ul. Mayer Augustanus pictor. J. C. Schnell sc. Dieses Blatt scheint von dem obigen verschieden zu seyn. Es gibt Abdrücke ohne und mit dem Titel. Schnell, Ludwig, Zeichner und Kupferstecher zu Darmstadt , wurde um 1790 geboren, und unter Leitung des berühmten Haldenwang zum Künstler herangebildet, als welcher er selbst schon seit meh- reren Jahren rühmlichst bekannt ist. Dann hat Schnell, auch da- durch einen Vorzug vor vielen anderen Stechern, dass er selbst ein tüchtiger Zeichner ist, wie einige seiner Blätter beweisen, die er nach eigener Zeichnung stach. Seine frühesten Arbeiten sind im Rheinischen Taschenbuche von 1811, wo man von ihm vier Copien nach Gemälden im Museum des Großherzogs von Hessen, und zwei Bildnisse des Groß- und Erbprinzen Ludwig von Hessen von ihm findet. Diese Blätter verrathen noch sehr die Hand des Anfängers, in der Folge lieferte er aber nicht nur für Almanache treffliche Blätter, sondern auch größere Arbeiten, die zu den besseren ihrer Art gehören. Es ergibt sich aus diesen, dass Schnell mit glücklichem Erfolge den Weg seines Meisters wandelt. Letz- terer erwählte ihn auch zum Schwiegersohne, und nach Halden- wang's Tod wurde er an dessen Stelle Hofkupferstecher und Pro- fessor in Darmstadt. Er vollendete auch die von Haldenwang be- gonnene Platte nach Ruysdael's Wasserfall.
  3. Das Arbeitszimmer des Königs Friedrich Wilhelm II. von Preussen, von Prof. Zielke gemalt und gezeichnet, qu. fol.
  4. Ansicht des Münsters in Strassburg (La Cathedrale de Strass- bourg), nach A. v. Bayer, ein trefflich gestochenes Blatt, fol. Es gibt Abdrücke auf chinesisches Papier.
  5. Der Münster in Strassburg, vom östlichen Thurme der Thomaskirche gesehen, gezeichnet und gestochen von L. Schnell, 1826, gr. qu. fol.
  6. Der Münster zu Freiburg, nach A. v. Bayer, fol.
  7. Der Münster zu Freiburg im Breisgau, A. de Bayer del., L. Schnell sc. Vortreffliches Blättchen, 8.
  8. Facsimile des alten Plans des Dom zu Köln, 4 Blätter in Umrisse, herausgegeben von Möller und gestochen von Schnell, gr. qu. fol. Dazu gehören 20 Seiten Text.
  9. Sechs Blätter mit Ansichten von Mannheim, nach F. Fries, qu. fol.

392 Schnell, Martin. — Schoepf, Hieronymus. —

  1. Erste und zweite Ansicht von Heidelberg, nach C. Grib- enberg, qu. fol. a.

  2. Ansichten von Trier und Eppenstein, qu. fol.

  3. Stahlstiche für Lange's Originalansichten der merkwürdig- sten Städte etc. in Deutschland etc., 4.

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