Schneider, Christ. Friedr. — Schneider, Friedr. 388 Bzg) Landschaften d. schönen Gegend. H. 2 Z 3) Eine Conversation am Fusse eines Brunnens, qu. 8. 4) Eine Cavalleriegefecht auf einer Ebene, qu. 8. Schneider, Christian Friedrich, der Associate der Braun'schen xylographischen Anstalt in München , ist nicht selbst Künstler, Ueber dieses merkwürdige Institut s. daher C. Braun in den Sup- plementen, da von demselben 1855, als der einschlägige Band un- seres Lexicons erschien, noch keine Rede war. Schneider, Christoph, Medailleur , arbeitete in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts für den Hof zu Copenhagen. Er schnitt Stempel zu Münzen und Medaillen, die aber nicht zu den vor- züglichsten Werken dieser Art gehören. Anton Meybusch machte ihm desswegen seinen Ruf vollkommen streitig. Wir haben von ihm einen grossen Medaillon, wozu der dreimalige Sieg der Dänen über die schwedische Flotte im Jahre 1677 Veranlassung gab. Im Revers ist die Schlacht vorgestellt, die Vorderseite ist ohne Geist und Geschmack behandelt. Die Kunst steht überhaupt in keinem Verhältnisse mit den Mitteln, die zur Herstellung dieses Medail- lons nöthig waren. Es ist nämlich dieses eines der grössten Werke der Prägkunst. Das Medaillon wiegt in Silber 98 Loth. Dann haben wir von ihm auch eine grosse Medaille auf den Admiral Niels Juel. Schneider, Darius Alph., Bildhauer , arbeitete zu Anfang des 16. Jahrhunderts, wie es scheint zu Würzburg . Er fertigte daselbst um 1510 das Grabmal des Bischofs Lorenz von Bibra. Vgl. Lochen I. 288. Schneider, Daniel, Maler, blühte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Er hatte als Bildnissmaler Ruf, deren er zu Wit- tenberg und in Leipzig viele malte. Darunter sind mehrere von Professoren der Hochschule, deren M. Küsel einige gestochen hat. Auch Romstädt und J. C. Höckner haben nach ihm gestochen. In der Stadtkirche zu Wittenberg sieht man das lebensgrosse Bildniss des Superintendenten Calov, welches Schneider 1673 sehr gut ge- malt hat. Schneider, Ernst Friedrich, Medailleur, war um 1640 Münz- meister in Coburg. Joh. Liehmann, der 1693 als Münzmeister in Berlin starb, war sein Schüler, wie dies aus Spener's Leichen- predigt etc. erhellt, Schneider, Friedrich, kön. sächsischer Offizier und Maler, geb. zu Dresden 1800, übte schon in früher Zeit mit Vorliebe die Zei- chenkunst, und als er später seine militärische Laufbahn betrat, bot ihm die Kunst die angenehmste Nebenbeschäftigung. Er fand sich besonders zur Schlachtenmalerei gezogen, und machte hierin um 1827 die ersten Versuche, welche in kleineren militärischen Vorfällen bestehen, und nicht gewöhnliches Talent zur Kunst ver- schaffen. Bei der Dresdner Ausstellung von 1853 sah man vom Lieutenant Schneider bereits ein grosses effectvolles Bild, welches die Schlacht bei Kulm vorstellt, und in den Besitz des Königs gelangte. Auf dieses Gemälde folgten mehrere andere Schlachtenbilder und
Nagler's Künstler - Lex. Bd. XV, 25
v
Soldatenscenen, die immer mit grossem Beifall gesehen wurden. Gegenwärtig ist Schneider Hauptmann, —_-
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_nAVVAAAAcAAJ/