Schmitz, Heinrich

Schmitz, Heinrich, Zeichner und Kupferstecher , geb. zu Kaisers- woert bei Düsseldorf, sollte in seiner Jugend das Handwerk eines Fleischers erlernen, und schon war er im Schlachthause beschäfti- get, als sich der Direktor Krahe seiner thätig annahm. Er erhielt sodann in Düsseldorf regelmässigen Unterricht im Zeichnen, so wie in der Geometrie und Perspektive ; und nach zwei Jahren ging er mit Unterstützung seiner Gönner nach Paris . Hier übte er sich unter Leitung des berühmten Willers vier Jahre im Kupferstechen, und machte solche Fortschritte, dass ihn sogleich nach seiner Rückkehr Krahe an der Akademie in Düsseldorf anstellte. Er arbeitete an- fangs auf Kosten dieses Meisters, dann aber trat er in den wirk- lichen Staatsdienst mit einem Gehalte von 600 Gulden, welche ihm der Churfürst von Bayern aussetzte. Jetzt erhielt er die Hand der Tochter seines Wohlthäters Krahe, starb aber schon 1790, bald nach Krahe's Tod. — Die Blätter dieses Künstlers sind nicht zahlreich, theils radirt und theils gestochen,

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  1. Christus, welcher der Magdalena erscheint, nach Baroccio's Bild der Düsseldorfer Gallerie, fol.;
  2. Christus und Johannes als Kinder, nach Scarcellino's Ger- mälde aus derselben Sammlung, fol.
  3. Sieben Kinder, welche Früchte tragen, nach Rubens, unter dem Titel: Productions de la Nature, qu. fol. Auch dieses Gemälde von Rubens war früher in Düsseldorf,
  4. Vue de la petite cour superieure de la maison de campagne de Pompeji, von Despre gezeichnet, von Bertholet geätzt, und von Schmitz mit dem Stichel vollendet.
  5. Einige Blätter für die Voyage pittoresque de la Suisse.

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