Schmidtner, Georg Melchior, Maler von Augsburg , bildete sich in Italien und verweilte da 15 Jahre. Nach seiner Rückkehr malte er verschiedene Altarbilder, öfters in Gemeinschaft mit J. H. Schünfeld. In der Kirche zu Neustift bei Freising ist vom ihm der Einzug Christi in Jerusalem , in der ehemaligen Jesuitenkirche zu Straubing die Himmelfahrt Mariä von , im Dom zu Augs- burg die Verklärung Christi u. s. w., In den Kirchen dieser Stadt sind noch andere Altargemälde dieses Meisters und in den Sammlungen zerstreut finden sich Zeichnungen, gewöhnlich auf graues Papier und mit Weiss gehoben. Starb im 80. Jahre.
Lipowsky nennt diesen Meister Schmidtner. Er ist wahr- scheinlich auch jener J. M. Schneider oder Schneider, von wel- chem Füssly sagt, B. Kilian habe nach seiner Zeichnung eine bayerische Prinzessin auf dem Throne gestochen, wie ihr Früchte und Wildpret gebracht wurden.
Nagler's Künstler-Lex. Bd. XV. 24
der mit dem Pinsel auf das Porzellan aufgetragen wird und in je- der beliebigen Farbe gegeben werden kann. Sobald dieser Grund völlig ausgetrocknet ist, kann mit kreideartigen Pastellen, die Schmiel ebenfalls in allen Farben liefert, darauf gezeichnet wer- den, so dass colorirte Zeichnungen nach Art der Pastellmalerei in
dieser Methode dargestellt werden können. Das Verfahren dabei ist dasselbe, wie beim Zeichnen auf Stein, nur darf beim Durch- zeichnen bloss Bleistift gebraucht werden. Auch schadet weder Staub noch Feuchtigkeit, wenn man den Grund vor der Einschmelzung gut austrocknen lässt. Es genügt hier selbst bei Arbeiten von bedeutender Grösse eine einzige Einschmelzung und nur bei der höchsten Ausführung müssen die Malereien zweimal durchs Feuer gehen, so dass in wenigen Tagen Arbeiten geliefert werden können, zu denen nach der früheren Methode Wochen erforder- lich waren. Dabei gewährt diese Methode dieselbe Eleganz und Festigkeit. Der Künstler hat schon eine bedeutende Anzahl Ar- beiten dieser Art geliefert. Vgl. Museum von Dr. Kugler 4833
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