Schmidt, Willem Hendrick, Genremaler, Professor an der Akademie in Delft , gehört zu den vorzüglichsten Künstlern seines Faches. Er malt Darstellungen aus dem gewöhnlichen Leben, doch keine gemeinen Scenen, meistens aus den besseren bürgerlichen und ländlichen Kreisen. Diese Bilder sind trefflich geordnet und meisterhaft behandelt, dann von einer Wahrheit und Lebendigkeit der Darstellung, und von so gefälliger Färbung, dass diese Ge- mälde stets einen ehrenvollen Platz behaupten werden. Im Jahre 1841 sahen wir von ihm die Darstellung eines Zimmers mit der Frau in den Wochen, und 1845 kaufte König Ludwig von Bayern
das Bild einer Dorfschule, in welchem alle oben genannten Vorzüge vereiniget sind. Eines seiner neuesten Werke stellt die Einsegnung einer Leiche dar, eine ungemein würdige und naturgetreue Scene. Die Auffassung der Contraste ist ausgezeichnet schön, die breite Malerei vortrefflich, und das Ganze zeigt den denkenden Künstler. In der allgemeinen Zeitung von 1815, S. 1054 wird dieses Bild, welches damals auf der Kunstausstellung zu Cöln zu sehen war, desswegen besonders gerühmt. Die Figuren haben 3 Lebensgrösse. Schmidt, Xavier, Maler, bildete sich nach Mengs und Knoller, wurde dann Zeichnungslehrer und zuletzt Gallerie-Inspektor des Fürsten Ludwig von Wallerstein. Als solcher restaurirte er mehrere mittelalterliche, besonders deutsche Gemälde. Dann finden sich auch Zeichnungen von ihm, meistens Genrebilder , und braun getuscht. Starb um . Schmidt, X., Bildschnitzer von Dresden, arbeitete in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts; längere Zeit in St. Petersburg. Er schnitzte mit außerordentlicher Zartheit verschiedene Thiere, Blumen, Früchte u. a. in Holz. Die Kaiserin Catharina II. fand an seinen Arbeiten großes Gefallen. Auch in Dresden fand man früher Arbeiten von Schmidt. Schmidt von Antwerpen, Beiname von Quintin Massys, Schmidt der Trierer, s. Martin Joachim Schmidt, Schmidt der Berliner, s. Georg Friedrich Schmidt. Schmidt von Launitz, s. Launitz. Schmidt, s. auch Schmitt und Smith. Schmidtbauer, Wolfgang, Maler, wurde am 17. 10. 1740 in Bumberg geboren, an der Akademie in Wien herangebildet. Er malte Bildnisse in Miniatur und Genrestücke. Starb um 1780. Schmidthans, Maler aus Böhmen, arbeitete um 1725 in Waldsassen. Er malte da in der Kirche der heil. Dreifaltigkeit mehrere Bilder; neben anderen drei Crucifixe, 12 ovale Darstellungen aus dem Leben des heil. Bernhard; und den Stifter Theobald, Markgraf von Vohburg, Cham und Eger. Schmidtner, Leonhard, Architekt von Weilheim, erlernte anfangs das Maurerhandwerk und arbeitete bei mehreren Bauten, bevor er die Akademie der Künste in München besuchte. Hier lag er um 1820 – 1822 unter Fischers Leitung seinen Studien ob, und verließ diese Anstalt als theoretisch und praktisch gebildeter Künstler. Hierauf begab er sich nach Russland und nach Polen, wo er auf mehrfache Weise thätig war, besonders in Warschau, wo ihn der Großfürst begünstigte. Er zeichnete da den Plan der Stadt und die vorzüglichsten Gebäude derselben, die zu München von 1823 – 1825 mit Lith. Abbildungen erschienen. Dann baute er in Weilheim die Spitalkirche des heil. Geistes, die er selbst lithographirte, in den Grundrissen, Durchschnitten und Ansichten, sowie dem Sulzbade. Ebst bei Nürnberg baute Schmidtner das Theater und machte auch mehrere Pläne zu Privatgebäuden, so wie solche zur Restauration. Digitized by Google
und Melchior von alten Gebäuden.. In letzterer worin mehrere Häuser ihrer alten Zierden beraubt, was freilich gewöhnlich auf Rechnung der Bauherren gehen dürfte. Schmidt- ner liebt vor allen den römisch-griechischen Stil. In diesem ist auch seine Spitalkirche in Weilheim erbaut. Schmidtner ist gegenwärtig königlicher Regierungsbaumeister in Ansbach;
Schmidtner, s. auch Schmittner und Schmiedtner.
Schmied, s. Schmidt. Unter diesem Namen haben wir die Schmid und Schmied eingereiht.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_nAVVAAAAcAAJ/