Schmeller, Johann Joseph

Schmeller, Johann Joseph, Maler, geb. zu Gross-Obringen bei Weimar 1796, zeigte schon als Knabe entschiedene Neigung zur Kunst, und bildete daher als solcher an Gemälden, Kupferstichen und andern Gegenständen nach, was er im Dorfe vorfand. Hier- auf machte er in Weimar einen regelmässigen Cursus im Zeichnen durch, und besonders war es Hofrath Jagemann, der sich des Jüng- lings annahm. Im Jahre 1815 schloss er sich mit dem Meister den Freiwilligen zu Pferd an, und nach kurzem Feldzuge heimgekehrt war es wieder die Malerei , die er pflegte. Allein der Tod entriss ihm bald darauf seinen Meister, für den jungen Künstler ein her- ber Verlust, welchen ihm aber der Grossherzog huldreich ersetzte. Dieser sandte ihn 1820 mit Empfehlungen an den berühmten van Bree nach Antwerpen , wo Schmeller eine Menge von Bildern der alten niederländischen Schule zeichnete und in Oel copirte. Nach seiner Rückkehr wurde er Lehrer an der grossherzoglichen Zei- chenschule zu Weimar, gewann aber immer noch Zeit genug zu anderweitigen Bestrebungen. Göthe liess durch ihn für sein Stamm- buch Bildnisse ihm befreundeter Personen zeichnen, welche eine interessante Sammlung bilden. Er zeichnete aber auch noch viele andere Bildnisse mit schwarzer Kreide auf Tonpapier, die mit Weiss gehöht sind. In Daasdorf, Gaberodorf, Mellingen u. s. w. sind Kirchenbilder von ihm, und im Schlosse zu Cromsdorff allegori- sche Plafondbilder. In der Residenz ist eine Darstellung des I. Ba- teillons in Ruhe nach dem Manoeuvre, mit den Bildnissen des Gross- herzogs und der Offiziere. Ein anderes schönes Gemälde stellt Gö- the im Studierzimmer vor; andere Bilder besitzt die Familie des verstorbenen Künstlers.

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