SCHLOTTORBECK, Johann Jakob, Maler und Kupferstecher , geb. 1755 zu Brehlinggen in Würtemberg, studirte anfänglich Medizin, opferte aber bald diese seiner Neigung zur Kunst, die er jedoch nur unter Entbehrungen befriedigen konnte. Endlich wurde er in die Militär-Akademie in Stuttgart aufgenommen, wo er sich jetzt mit allem Eifer der Malerei widmete, besonders in Pastell, worin ihm Tischbein Unterricht gab. Schlotterbeck malte viele Bildnisse, wor- bei er sich eines Grundes bediente, der eine grosse Haltbarkeit der Farben bewirkte. Mehrere dieser Bildnisse hat er auch in Kupfer gestochen. In dieser Kunst ertheilte ihm der berühmte Müller Unter- richt und er wählte sie neben der Malerei zu seinem Haupt- fache. Seine Blätter fanden grossen Beifall, so wie denn Schlotter- beck im Allgemeinen zu den besten Künstlern seiner Zeit gezählt wurde. In früheren Schriften wird er manchmal mit dem folgen- den Künstler verwechselt. Starb um 1820.
- Rudolph Zacharias Becker, nachdenkend am Tische, Knie- stück, nach F. Tischbein, gr. fol.
Im ersten Drucke vor der vollendeten Schrift.
Professor Garve, halbe Figur, nach A. Graff, gr. fol. Es gibt erste Abdrücke mit unausgefüllter Schrift.
Ferdinand Kobell, Maler, nach Hauber 1816, kl. fol. Diese oben genannten drei Bildnisse gehören zu einer von Frauenholz edirten Suite von Portraiten von Staatsmännern und Gelehrten.
Johann Jakob Moser, 8.
Johann Hartwich Ernst Graf von Bernstorff. Oval, gr. 8.
Nicolaus Guibal, Maler, nach J. Melling, 1781, gr. qu. fol.
F. A. Harper, nach Mine. Terbusch, gr. 8.
Mme. Mengs, gr. 8.
Professor Schubart, Titelblatt seiner Gedichte, 8.
Senger's Bildniss, 8.
Joh. Caspar Lavater, 8.
Dom. Guiper aus Amsterdam, 8.
Die Büsten von Castor und Pollux, Minerva, Merkur und Luna, 4 Blätter nach Antiken, für die Frauenholz'sche Kunst- handlung gestochen. H. 7 1/2 Z., Br. 6 1/4 Z.
Büste eines Häuptlings auf Otaheiti, fol.
Im ersten Drucke vor der Schrift,
- Büste eines Mädchens desselben Landes, fol.
Im ersten Drucke vor der Schrift. Diese beiden Blätter gehören zu Cook's Reisen.
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- La Maitresse du Titien, Junge üppige Frau, hinter welcher Titian den Spiegel hält. Nach dem Bilde der Gallerie Or-
leans. (Gal. du Palais Royal) fol.
Die Herodias mit dem Haupte des Johannes, fol.
Die Statue eines Weibes, sitzend mit Blumen in der Linken, nach N. Guibal radirt 1778, fol.
La Reconnaissance, nach Guibal, 1780, fol.
Ein Bacchus, nach Goltzius.
Laokoon, nach der Antike.
Verschiedene Vignetten und Titelkupfer,
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