Schipper, E. F.

Schipper, E. F., Maler, bildete sich auf der Akademie der Künste in München , und besuchte dieselbe noch . Im Lokale des Kunstvereins brachte er 1843 zuerst Genrebilder zur Ausstellung.

Schirlinger, s. Schierlinger.

Wagener in Berlin . Unter den später entstandenen grösseren An-

sichten nennen wir die Aussicht auf das Thal von Narni, die An- sicht des Monte Soratte, gesehen zwischen Narni und Otricoli; die Aussicht von den vatikanischen Logen über Rom , die äussere An- sicht des Vaticans von Porta St. Angelo gesehen; die Ansicht des Hafens von Pozzuoli bei Neapel , italienische Landschaft im Cha- rakter der Gegend von Civitavecchia, Abendlandschaft am Co- mersee, Villa d'Este. Daran reihen sich noch mehrere andere Bilder aus Italien , der Schweiz und aus dem Vaterlande, meist mit interes- sant behandelter Architektur . Auch die Bilder aus dem Vaterlande bestehen fast immer in architectonischen Ansichten. Im Jahre 1838 schenkte der Prinz Carl von Preussen zwei Ansichten der schönen Villa Glienicke dem Herzog von Orleans. Ein früheres Gemälde hietet eine Ansicht von Prenzlau , ein anderes eine Ansicht von Meissen , welche H. Finke im grossen Formate in Stahl gestochen hat. Einige Gemälde dieses Künstlers sind als Composition zu be- trachten, eben so poetisch gedacht, als meisterhaft gemalt. Eine solche landschaftliche Composition und eines der neuesten Werke des Meisters kam 1845 unter dem Titel des Haines am Meere zur Ausstellung. Es ist diess eine reichbewaldete Felsküste, vom letz- ten Abendstrahl roth beschienen, Einsam trauert in Vorgrunde die Ruine eines Römerbades, mit Schlingpflanzen und einem ein- samen Götterbilde auf denselben. Im Kunstblatte des genannten Jahres heisst es, diess sei die süssmelancholische Trümmereinsam- keit, die wir in Eichendorff's Novellen hie und da geschildert fin- den. Auch die Ausführung ist von vollendeter Schönheit. Doch sind es nicht allein die letzteren Werke dieses Meisters, welche Rühmens fanden; es wurde ihm schon frühes Lob zu Theil. Schon im Kunstblatte von 1833 heisst es, poetische Auffassung landschaft- licher Formen, eine durchgebildete Technik, die mit Gewandtheit das Einzelne ins Ganze hinüberführt, heiter und kräftig mit Licht und Schatten schaltet, und durch einen frischen feuchten Hauch ihre Schöpfungen belebt, seien Vorzüge, die aus seinen Bildern sprechen. Noch genauer wird bei Gelegenheit der Berliner Kunst- ausstellung von 1836 in Kugler's Museum dieser Meister gewür- digt. Der Bericht über die genannte Ausstellung ist sogar auch sehr in einzelnen abgedruckt. Da liest man, Schirmer's Bilder lächeln zwi- schen den benachbarten Gemälden hervor, und sie wissen sich un- ter vielen und grossen, wie herzhafte kleine Mädchen im Gedränge durch Einfälle, durch munteren Zuruf, ein keckes Wort, bemerk- lich zu machen. Buchenbäume mit grünem Moos verbrämt, ein Gehölz vor die Sonne gestellt, die aber innen an den Stämmen herunterstreift, und durch Sträucher leuchtet, die erhellte Halle.

Schirmer wurde 1833 ordentliches Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, und 1830 Professor an derselben.

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