Schenk, C. Wilhelm, Kupferstecher von Leipzig , bildete sich um 1803 auf der Akademie der genannten Stadt, und erlangte in kurzer Zeit den Ruf eines geschickten Künstlers, besonders durch kleinere Blätter, die er für Taschenbücher und für andere Schrif- ten stach. Diese Blätter bestehen in Bildnissen, in historischen Darstellungen und in Genrestücken, und sind mit grossem Fleisse behandelt. Die grösste Anzahl seiner Werke entstand in Braun- schweig, wo Schenk eine Reihe von Jahren arbeitete. In späterer Zeit beschäftigte er sich auch mit dem Stahlstich . Von den Ar- beiten dieser Art ist besonders das Abendmahl nach L. da Vinci zu nennen. Ausser den Blättern in den bei Cotta, Vieweg, Wil- mans, Fleischer erschienenen Taschenbüchern nennen wir noch:
Das Bildniss des Herzog Carl Wilhelm Friedrich v. Braun- schweig, 8°.
Eine Reihe von mythologischen und von religiösen Darstel- lungen, letztere zu einer Heiligensage, liebliche kleine Blät- ter nach Riepenhausen's Zeichnungen.
Das Abendmahl des Herrn, nach L. da Vinci und R. Morg- hen's berühmten Blatte mit äusserstem Fleisse und mit grös- ser Treue in Stahl gestochen, aber in kleinem Formate. Die Abdrücke aus der Leipziger Jugendzeitung sind schlecht.
Die Himmelfahrt der Maria, nach dem berühmten Bilde Guido Reni's in der Pinakothek zu München , 8°.
Die betende Maria, nach demselben, 12°.
Die Propheten und Sibyllen des Michel Angelo, in der Six- tina zu Rom in Fresco gemalt, 12 Blätter, fol.
Nagler's Künstler-Lex. Bd. XV. — 413
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