Schega, Franz Andreas. Kein Lehrmeister in den Künsten verdankte er alles sich selbst

Schega, Franz Andreas. Kein Lehrmeister in den Künsten verdankte er alles sich selbst, und brachte es in der Stempelschneidekunst dennoch zu einer Höhe, auf welcher ihn die Zeitgenossen bewunderten. In München schnitt er Stempel zu Münzen und Medaillen. Besonders war es der damalige Münz- und Bergwerks-Präsident Graf Sigmund von Haimburg-Hausen, der das Talent dieses Künstlers unterstützte. In der letzten Zeit seines Lebens wurde er blind, und daher reicht seine Thätigkeit nur gegen 1780. Im Jahre starb er.

Von Schega finden sich Bildnisse in Öl und Pastell, doch sind diese Werke selten, da die Stempelschneidekunst seine meiste Zeit in Anspruch nahm. Im k. Schlosse zu Nymphenburg sah man früher das Bildniß des Churfürsten Carl Albert in einem Alter von 42 Jahren dargestellt, so wie jenes der Churfürstin Maria Amalia von 1738. An daselbst auch das Bildniß des jungen Prinzen Maximilian Joseph, und der Prinzessin Theresia Benedicta von Bayern, 13 Jahre alt.

Von seinen Medaillen erwähnen wir zuerst einer Folge von 18 Bildnissen bayerischer Fürsten, die in Silber zu 2 Loth und auch in Zinn ausgeprägt sind. Die Reihenfolge beginnt mit Otto dem Grossen, und sofort kommen Ludwig V., Otto der Erlauchte, Ludwig der Strenge, Heinrich XII., Ludwig der Kaiser, Stephan mit der Haft, Johann II., Ernst I., Ernst II., Albert III. und IV., Wilhelm IV., Albert V., Maximilian I., Ferdinand Maria, Max Emanuel, Carl Albert, nach dessen Krönung.

Dann fertigte er ein Medaillon mit dem geharnischten, beeren- gekränzten Brustbilde des Kaisers, und mit dem Brustbilde gekrönten Kaiserin.

Eine andere silberne Medaille von Schega und Büchle hat ebenfalls die Brustbilder des kaiserlichen Ehepaares, und der Legende: Carolus VII. et Amalia Augusti. — Carolus Theodorus restituit. Diese Medaille ist auch in Zinn vorhanden.

Dann fertigte Schega auch eine Vermählungsmedaille auf Maximilian III., mit doppeltem Regenbogen. Designant ambo serenum. 1747. Die goldene Medaille ist etwas kleiner.

Eine andere Vermählungsmedaille von 1755 zeigt das Brustbild der Prinzessin Maria Josepha Anna Augusta, und im Avers den liegenden Rhein mit dem bayerischen und badischen Wappenschilde. Nata VII., Aug. MDCCCLXXXIV. Nupta X. Jul. MDCCLV.

Eine spätere Medaille von 1765 wurde zum Andenken an die Vermählung der Prinzessin Maria Josepha Walburga durch Procuration geprägt, mit dem Hymenäus, der zu dem österreichischen Wappen das bayerische hängt: Josepha Rom. Regina, um das Brustbild. Der Avers wurde auch zu zwei anderen Medaillen benutzt, mit verschiedenen Legenden, Carolus VII. etc.; Vias Imitata Parentum. Im Revers dieser letzten Medaille schwebt der Adler über Wien.

Eine silberne Medaille enthält das Bildniß des Herzogs Clemens Franz: Magnus Ord. Magister VII. Junii. MDCCLXIV.

Von Schega ist dann auch jene Medaille auf diesen Fürsten, mit der Legende: Clemens Franc. Bavariace Dux. Rev. Anna Dux Solisb. Clem. Fr. B. D. Conjux.

Eine Jubelmedaille auf Carl VII. und Amalia Augusta liess Carl Theodor bei Gelegenheit seiner Jubelfeier 1792 von Büchle vollenden. Sie zeigt die Brustbilder beider Fürstenpersonen: Carolus VII. et Amalia Augusti. — Carolus Theodorus etc. Restituit.

Dann hat Schega auch sein eigenes Bildniß geschnitten und in einseitiger Bleimedaille ausgeprägt.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_nAVVAAAAcAAJ/