Schaller, Eduard, Historienmaler , der ältere Bruder des Obigen
Seit dem Jahre 1836 befindet sich E. Schaller wieder in Wien , wo er den Ruf eines der vorzüglichsten Meister der religiösen Schule behauptet. Er folgt indessen nicht ausschliesslich dieser Richtung, sondern neigt sich zum Romantischen hin, und liefert in dieser Weise nicht weniger Ausgezeichnetes. Zu seinen Hauptwerken gehören zwei Altarbilder, welche der regierende Fürst von Schwar- zenberg durch ihn malen ließ. Das eine stellt die hl. Anna mit der kleinen Maria dar, ein Bild von ächt religiösem Gefühle, das andere zeigt den hl. Wenzel in der Glorie mit zwei Engeln, in gleichem Geiste gemalt. Dieses Gemälde vollendete Schaller , und 1845 eine zweite Darstellung der hl. Anna mit Maria, von verschiedener Anordnung und in grösserem Formate. Dieses Bild, eines der schönsten der neueren deutsch-religiösen Malerei, be- stimmte der Kaiser für die Missionskirche in Sins in Oberägypten . Ein etwas früheres Gemälde stellt die Jünger in Emmaus dar, für einen Altar zur Frohnleichnamsprozession bestimmt, welches demnach alljährlich in Wien ausgestellt wird,
Unter den geschichtlichen Darstellungen, in Form der Cabi- netsstücke, nennen wir seinen Richard Löwenherz und Blondel und das Bild Leopold's des Erlauchten, wie er dem Kaiser- Otto, der durch einen Bären in Lebensgefahr kam, den Jagdspiess reicht, im Besitze des Kaufmanns Hartmann. Das Bild, welches die be- kännte Legende von Rudolph von Habsburg und dem Priester vorstellt, 1841 gemalt, ist in grossem Formate. Auch müssen wir jener freundlichen Malereien gedenken, welche Schaller im Hause des Herrn Preleuthner zu Wien ausführte. Es sind diess die allegorischen Gestalten der Architektur, Malerei und Sculptur, 1842 auf weissem Grunde nach Art der Pompejauischen Malereien in lebhaften Farben gemalt,
Dann fertigte Schaller auch viele Zeichnungen; solche für Ziegler's Geschichte von Oesterreich, für Pyrker's Legenden der Heiligen mit Holzschnitten nach verschiedenen Meistern. Wien 1842. D. Stäblistach nach ihm die hl. Jungfrau in einem Medaillon.
Dann kennen wir folgendes Lithographierte Blatt von ihm:
- Christus beim Sturm im Schiffe schlafend wird von den Jüngern geweckt. Nach dem Cartoon von J Führig, qu. 50$. fol.
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