Schäffer, Eugen Eduard, Kupferstecher , wurde 1803 zu Frank- furt a. M. geboren, und daselbst von Ulmer unterrichtet, bis er Gelegenheit fand, an der Akademie in München seine Studien fort- zusetzen, wo er in kurzer Zeit die Aufmerksamkeit des Direktors P. v. Cornelius auf sich zog, da keiner mehr in den Geist der Werke desselben eindrang, als Schäffer. Er neigte sich in der Behandlung des Stiches zu der Weise des Marc Anton, welche vor allen geeignet ist, die Compositionen eines Overbeck und Corne- lius wiederzugeben. Schäffer stach auch in München als erste Probe seiner Kunst einen Kopf nach Overbeck's Carton der Verkaufung Joseph's, und hierauf übertrug ihm Cornelius den Stich eines Fresco- gemäldes im Göttersaale der Glyptothek zu München. Dieses Blatt ist die Frucht einer mehrjähriger unter den Augen des Meisters vollendeten Arbeit. Er stach die Platte sogleich nach dem grossen Carton, so dass dieselbe als verkleinerte Zeichnung zu betrachten ist, die mit Beseitigung der Farbe jede Schatten- und Lichtwirkung des Bildes wiedergibt, bei sehr geistreicher Freiheit der Ausfüh- rung. An dieses Blatt reihen sich jetzt mehrere andere, die eben so treu und meisterhaft das Original wiedergeben. Seit einigen Jahren ist Schäffer Professor der Kupferstecherkunst am Institut zu Franklurt a. M.
- Der Kopf eines Aegypters, aus Overbeck's Carton der Ver- kaufung Joseph's, 4.
- Der heil. Petrus und Paulus in der Ludwigskirche zu München, Oval 8.
- Der heil. Thomas, nach P. Veit, für den Frankfurter Kunst- verein gestochen, 1842, gr. fol.
- Das unter dem Namen der sieben Freuden Mariä berühmte Bild von Hans Hemling in der Boisseree'schen Sammlung, 1853 in Conturen gestochen, 3 Blätter, roy. fol.
- Die Anbetung der Könige, nach dem Carton des P. v. Cor- nelius, 4.
- Bildliche Darstellung aus Dante's Himmel, nach dem von Cornelius für ein Bild der Villa Massimi gefertigten Carton: Dante mit Beatrice, die ihr Glaubensbekanntschaft: den Hefili-
Lucas, nach dem Frescogemälde des P. v. Corne-
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_nAVVAAAAcAAJ/