Schaeuffelein, Hans Leonhard

Schaeuffelein, Hans Leonhard, auch Schauffelin, Scheiffe- lin, Scheuffelin und Scheyffelin geschrieben, einer der fruchtbarsten Künstler, die je gelebt haben, war der Sohn eines Kaufmanns Franz Schaeuffelin von Nördlingen , der sich in Nürnberg niederliess, wo Hans Leonhard (gewöhnlich Hans ge- nannt) vor 1490 (nach andern 1492 oder 1463) geboren wurde. Hier nahm ihn Dürer in sein Haus auf, der dem Schüler sehr ge- wogen war, da ihm Hansens gewissenhafte Benützung der Zeit und das Streben nach gleichem Ziele für die Zukunft viel Verspre- chliches versprach. Allein Schaeuffelein ist eigentlich nur als tüchti- ger, gewandter Handwerker zu betrachten, der sich in die Manier des Meisters ganz gut hineingearbeitet und ziemlich das geleistet hat, was in solcher Beziehung verlangt werden kann. In der Fär- bung steht er jedoch immer tief unter dem Meister, die im min- desten Fall als trocken bezeichnet werden kann. In der Zeich- nung kommt er dem Meister am nächsten; in der Tiefe der Auf- fassung erreichte er ihn aber nie. Dennoch wurden mehrere seiner Gemälde und Holzschnitte durch eine tadelnswerte Industrie der Händler durch Aufsetzung eines falschen Monogramms zu Dürer's Werken gestempelt, wodurch sich zwar der Kenner nicht beirren lässt, der weniger Erfahrne aber getäuscht werden kann.

Schaeuffelin blieb bis in Nürnberg, und führte da meh- rere Werke aus, sowohl Gemälde als Zeichnungen zum Formschnitt, damals aber liess er sich in Nördlingen nieder, wo er ausserordentliche Fruchtbarkeit entwickelte, sowohl durch Gemälde in der genannten Stadt, und in andern Städten Württembergs, und namentlich durch Zeichnungen, die in Holz geschnitten wurden. Zuletzt scheint der Künstler in Nürnberg wieder bleibenden Fuss zu fassen Willens gewesen zu seyn; denn der Rath von Nördling

auftrug er ihn auf zurückzukommen. Bei einer Gelegenheit gab er

ihm das Prädikat eines Zunftmeisters, ein Amt, welches Schaeuffe- lein zu wiederholten Malen bekleidete. Von dieser Zeit an blieb der Künstler bis an seinen 1530 (nach andern 1540 oder 1550) erfolgten Tod in Nördlingen. Er bewohnte daselbst beim Eichbrunn ein Haus, in welchem 1540 seine Frau mit dem Maler Hans Schwarz zur zweiten Ehe schritt. Über diese Verhältnisse berichtet Heller in seinen Beiträgen Heft III. Diejenigen, die davon nichts wissen, pflanzen den alten Irrthum fort. Das erste Werk, welches er da- selbst ausführte, ist die Belagerung von Bethulien, mit den Scenen aus der Geschichte der Judith. Dieses Bild ist in der älteren Bundesstube auf dem Rathhause, 6 F. hoch und breit, mit Ölfarben auf die Wand gemalt. Es ist mit der Jahrzahl 1515 bezeichnet, und noch ziemlich erhalten. Hierauf malte er für den Kreuzaltar des Münsters in Ulm das Abendmahl des Herrn, welches 1815 bei der Reformationfeier von F. Butziger renovirt wurde. Bei dieser Gelegenheit setzte Butziger den Namen Hans Scheffelin bei. Für die Pfarrkirche zu Nördlingen malte er als Epitaphien die Kreuzabnehmung, ein Ecce Homo, die Him- melfahrt Mariä und Christus bei Martha, und von viel größerer Bedeutung ist aber die Kreuzabnehmung mit Flügelbildern auf dem unteren Hauptaltare in der St. Georgen Pfarrkirche da- selbst. Dieses Bild, 1521 gemalt, stiftete Nikolaus Ziegler, Kaiser Maximilians Reichs-Vizekanzler und Landvogt in Schwaben, der dem Meister 175 Goldgulden bezahlte. Der Leichnam des Erlö- sers von Maria und Freunden umgeben, gut gezeichnete Figuren, mit ausdrucksvolleren Köpfen als gewöhnlich, und auch von grösserer Wahrheit und Wärme der Färbung, als in anderen

Werken dieses Meisters. Er kommt darin dem Dürer nahe, wo- her es kommen mag, dass das Bild demselben zugeschrieben wurde.

Die Composition ist auch durch eine Lithographie bekannt, wel- che der Bürgermeister Doppelmayer fertigte. Zur sorgfältigeren Beschützung wurde das Bild mit einem zweiten Gemälde bedeckt, welches Marcello Haack 1882 in Venedig malte. Dieses stellt die In der ehemaligen Benediktiner Abteikirch zu Ingolstaden ist ein Bild der Krönung Mariä, mit vielen Heiligen, im untern Theil mit Flügelbildern. In der Kirche zu Oberding bei Munich ist ebenfalls ein größeres Altarwerk von Schaeffelin; im Chor der Georgskirche zu Tübingen sieht man eine Kreu- zigung von ihm, und eines der schönsten Werke des Meisters ist jetzt im Besitze des Herrn Abel in Stuttgart. Es stellt die Anbe- tung des Lammes durch eine doppelte Reihe von Zeugen aus dem alten und neuen Testamente vor. Dieses Bild ist 1538 gemalt.

Dann findet man auch in Nürnberg Werke von diesem Mei- ster. In der k. Gallerie der St. Moritzkapelle ist eine Verspottung Christi, 1517 mit Leimfarben gemalt, jetzt im Einzelne leider beschädigt, da dieses grosse und lebensvolle Bild eines der besten daselbst befindlichen Gemälde ist. Ein kleines, figurenreiches Bild stellt die Geschichte der Judith und die Belagerung von Bethulien dar, der erste Entwurf zu dem grossen Bilde auf dem Rathhause zu Nördlingen, wunderlich componirt, voll Anachronismen. Bei der Belagerung fehlt es selbst nicht an Canonen; Im Mitte des Vorgrundes sitzt Holofernes vor dem Zelte, und empfängt die Ju- dith, und auf der rechten Seite kommt diese mit dem Haupte des- selben aus einem zweiten Zelte. Das dritte Bild der k. Gallerie ist skizzenhaft. Es stellt den Antiochus dar. Diese drei Ge-

Malte sah man früher in der k. Burggalerie. Ursprünglich sah man 8 Bilder von Schaeuffelein in der k. Morizkapelle, später aber wurden einige in die k. Pinakothek zu München gebracht. Ausser den genannten Gemälden sieht man daselbst noch die Befreiung des heil. Petrus aus dem Gefängnisse, und den heil. Hieronymus vor dem am Baume befestigten Crucifixe kniend. So wie im Bilde der Belagerung, so tritt auch hier die phantastische Auffassungs- weise des Künstlers hervor. Auf dem Bilde der Befreiung Petri erscheint der Apostel dreimal: einmal mit dem Engel im Gefäng- nisse, wie er vom Kerkermeister Abschied nimmt, und dann neben Jesu, der ihn sein Schicksal verkündet. St. Hieronymus schlägt sich mit einer eisernen Kugel die Brust, während der Löwe mit einem Stecken zwei beladene Kameele davontreibt. Für das vor- züglichs Bild Schaeuffelin's in der Morizkapelle hält man jenes der heil. Birgitta, das sehr artig, selbst grossartig gemalt ist,

In der v. Derschau'schen Sammlung zu Nürnberg war eine Darstellung des Abendmahles von massiger Grösse, nebst einer Copie von Hans Glaser.

In der k. Pinakothek zu München sind jetzt mehrere Gemälde von Schaeuffelein. Das eine, die Beerdigung der Maria durch die Apostel, ist ein neuer Beweis für Schaeuffelein's Hang zum Seltsa- men. Es kriecht ein Mann unter dem Sarge durch, wobei ihm aber die Arme an dem Los reissen. Ein zweites Bild stellt die heil. Jungfrau dar, wie Ihr bei umstehenden Aposteln der Engel als Zeichen des nahenden Todes Palme reicht. Ein Bild, wie beide genannten vier Fuss hoch und drei Zoll, zwei Linien breit, schildert die Krönung Maria. In gleicher Grösse ist auch die Ausstellung Christi, er Heiland am Kreuze mit Maria, Jo- hannes und Magdalena, dann Jesus, wie er Petrus aus den Flu- then rettet. In kleinem Formate ist jenes Bild, welches Christus am Oelberge zeigt, mit dem gewöhnlichen Monogramme HS und 1516.

Einige der genannten Bilder der k. Gallerie zu München stam- men aus der Wallerstein'schen Sammlung und aus der k. Gallerie zu Schleissheim. In der Wallerstein'schen Sammlung war es allzu 29 Werke von Schaeuffelein,

In der Gallerie des Museums zu Berlin ist ein Bild des Ab- endmahles von 1611, und der Abschied des Heilandes von der zwei kleine Gemälde, und ein drittes ist ein unbezaitendes Traits, mit Monogramm und Wahlspruch. Dieses Bildniss stellt wahrscheinlich den Künstler selbst vor. Er trägt eine rothe Mütze

mit rothem Pelz.

In der k. k. Gallerie zu Wien sieht man nur das kleine Bild- eines jungen lächelnden Mannes mit herabfallenden Haaren

und blosser Hals.

Auch im Privatbesitze sind noch zahlreiche Bilder, die dem Schaeuffelein zugeschrieben werden. Alle diese Gemälde aufzuzäh- len, liegt nicht in unserm Plan.

Fenzlitzer hat sein Bildniss gestochen, ein seltenes Schwarz- kunstblatt. 8. Ein neuerer Künstler stach es nach einem alten Ge- mälde mit Chiffre und Jahrzahl 1515. Male Figur, H. 5 Z., Br. 4 Z. 2 L/ (Von Schad?),

Hans Schaeuffelein nimmt auch in der Geschichte der Xylogra- phie eine Stelle ein, da sich eine Menge Holzschnitte finden, die sein Zeichen tragen. Brulliot und Heller stellen diese Monogram-

Im Winklerschen Cataloge, welchen Huber verfasste, werden ihm auch vier schöne Kupferstiche beigelegt, rundung von 2 Z. 2 L. im Durchmesser, Bartsch sagt nichts von solchen Stichen, die dem Schaeuffelein auch wahrscheinlich nicht angehören. Viel- leicht sind es Copien nach Holzschnitten.

  1. Ist un am Kreuze mit vier Figuren.
  2. St. Christoph mit dem Jesuskinde auf der Schulter.
  3. Ein heil. Einsiedler von Engel gespeist.
  4. Der Tod der heil. Jungfrau in Gegenwart der Apostel.

Werke, in welchen Holzschnitte von und nach Schaeuf- felein vorkommen, wovon mehrere dem Verfas- ser des Peintre Graveur unbekannt sind.

  1. (B. 34.) Die Passion, Folge von 35 Blättern in dem Werke: Speculum passionis domini nostri Jhesa Christi: per Docto- rem Udalricum Pinder Nuremhergae 4507. Erste Ausgabe mit lateinischem Texte, kl. fol. Bei Weigel 8. Thl.

Die Blätter dieses Werkes sind 8 Z. 8 Z. hoch, und 6 Z. breit, bis auf jenes mit Christus am Kreuze, welches 9 Z. 4 L. hoch ist, und dem leidenden Heiland, H. 6 Z., Schaeuffeleins Zeichen tragen indessen nur: Christus im Limbus, und das Pfingstfest beide unten aufgezählt. In der zweiten Auflage, Nürnberg bei Fried. Peypus, fehlt das Blatt mit dem leidenden Heiland zwischen zwei Engeln, und jenes mit Christus zwischen den Mördern am Kreuze ist durch

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Ein anderes ersetzt, welches auch Maria und Johannes zeigt.

  1. Dieser sehr mittelmäßige Schnitt scheint nicht nach Schaeuf- felein gefertigt zu seyn. .
  1. Mariae Vigorix et al. Decachordum Christianum etc. Hagenau

in aedibus Th. Anshelmi Baden, expensis Joan. Koberger

Nürnberg. 1517. Mense Jan. fol. Die in diesem Werke

vorhandenen schönen Darstellungen aus dem Leben Jesu,

hier mit Zierleisten von Urs Graf umgeben, finden sich mit

noch anderen später in folgendem Werke vereiniget.

  1. (B. 35.) Doctrina, vita et passio Jesu Christi, juxta novi te- stamenti fidem et ordinem artificiosissime effigata. Lehre, Le- ben und Sterben Jesu Christi. Inhalt des ganzen neuen Te-

stamentes, künstlich fürgebildet, Francofurti ad Christ. Ege- noulphum 1537, 4. Dritte Ausgabe von 1550- 60.

Dieses Werk enthält 73 Blätter, wovon 47 mit einem aus

J. S. bestehenden Monogramm über dem Schaeuffelein be-

zeichnet sind. Die 47 übrigen Blätter sind ohne Zeichen,

sie scheinen aber teilweise von derselben Hand herzurüh-

ren. In dem oben erwähnten Decachordum Christianum M.

Vigerii sind die Holzschnitte ebenfalls vereiniget.

  1. Das Plenarium oder Evangeliuch, Sommer und Winter

Druck (Pusgille): Gedruckt durch A. Petri von Langendorf zu

Basel 1510, in 8 Ausg. fol. Die größeren Blätter aus der

Leidensgeschichte sind von Schaeuffelein, die kleinen Blät-

ter von Urs Graf.

  1. Das Leiden Jesu Christi unsers Erloßers. Wunders andächti-

ger und nutzbarer Betrachtung aus den vier Evangelis-

ten entlich durch Wolfgang von Mun in gesetzt weiß be-

zwungen. Augsburg durch den jüngeren Hans Schöns-

perger 1515. 4. Dieses von Bartsch Nr. 23–25 mit un-

vollständigem Titel genannte seltene Werk enthält 30 Blät-

ter von Burgkmair und Schaeuffelein, die Bartsch ebenfalls

unvollkommen beschreibt. Sie haben fast alle reiche archi-

tektonische und Arabeskeneintassung, bis auf einige größere

Blätter. Sie stellen die Passion, die Übergabe des Buches

an den Kaiser Maximilian und den Verfasser zu den Füßen des Schmerzmannes dar. Auch der Text ist von Holz-

schnittborten umgeben. Bei Weigel 8 Thl.

  1. Evangelia mit Auslegung des hochgelehrten Doctors Beyer-

Stulthmer und Wintertheil etc. Strassburg, Joh. Grienin-

ger 1527, fol. Mit vielen Holzschnitten, meistens von H. F.

  1. Die Passion unsers Herrn, 25 Blätter in einem von Hans

Schönsperger in Augsburg gedruckten, fast unbekannten Gebet-

büchlein. Augsburg. Der oben genannte W. Mann benützt die

Platten. H. 32. 2–6 L., Br. 2 Z. 4–6 L. Weigel Nr. 8254

Der Titel ist wahrscheinlich das von Bartsch Nr. 40 erwähnte

Blatt mit dem ewigen Vater mit Scepter und Kugel. Dann

gehören dazu die Darstellungen der Sakramente:

  1. Die Geuerlichkeiten und Einsteils der Geschichten des löbli-

chen streitbaren und hochberühmten Helden und Ritters Herr

Teufeldankhs. Gedruckt in der Kayserlichen Stadt Nürnberg

durch den älteren Hans Schönsperger Burger zu Augs-

burg. Die Jahrzahl 1517 ist hinter den Dedicationen. Dies

ist ein Meisterstück der Buchdrucker- und Holzschneidekunst.

Die 118 Blätter sind von Schaeuffelein und seinen Gesellen,

H. 5 Z. 10–11 L., Br. 4 Z. 11 L. In den frühesten Druc.

Die zweite Auflage des Theurdank, Augsburg, Hans Schön- sperger 1510, hat in einigen Exemplaren Druckfehler, z. B. b. 2. Z. 24. genedig statt genächtig, und S. 50. Z. 2. mit fleys — statt speis. | | e 9) Evangeli und Epistel von Geiler von Kaisersperg. Augsburg H. Schönsperger d. j. 1512. Mit mehreren kleinen Holzschnit- ten und drei grossen in fol. e 10) Der Teutsch Cicero (von Schwarzenberg). Augsburg, bey Heinrich Steyner 1534, kl. fol. Bartsch setzt die Blätterzahl dieses Werkes auf 40; in der Sammlung Ceroni war aber ein Exemplar, welches um 6 Blätter mehr hatte. Joh. König Ro- boam, der Herzog von Mailand und die genuesische Ge- sandtschaft, Bewaffnete im Walde, ein Greis im Zimmer, eine Familie von zwei Skeletten überfallen. Diese Blätter tragen indessen Schaeuffelein's Zeichen nicht.

Eine neue Auflage ist von 1540; dann kommt der grösste Theil dieser Platten wieder unter folgendem Titel vor: Neue künstliche, und wohlgemessene und in Holz geschnittene Fi- guren von A. Dürer, H. Holbein, H. S. Beham, H. Schaeuf- felin und Andern. Frankfurt a. M. 1620, f

  1. Himmelwagen und Höllewagen. Durch Hans von Leonhardt, Augsburg 1517. Bei Sylvan Otmar, 4. e

  2. Vivis (Joh. Lud.) Von Gebirlichen Thun und Lassen eines Ehemanns. Verteutscht durch Christoph Brunonem. Augsb. H. Stainer 1544. Mit Blättern von Schaeuffelein und Spein- inklee. | | e

  3. Vivis von vndertweysung ayner christlichen Frawen, dre Bücher zu Lob und Preiss der Jacoba Pfaltzgräffin bei Rhein. Augsburg, Stainer 1541. Die Blätter sind von den ge- nannten Meistern. e

  4. Eine kurtze ordentliche summa aller rechten waren Lehre unsers heil. Glaubens. Regenspurg durch Hansen Khol 1546. Die Blätter sind von Schaeuffelein, und andern, 8. .

  5. Wahrhafftige Histori und Beschreibung von dem Trojani- schen Krieg — dürchk Diotyn Cretensem und Darem Phry- gium etce. Aus dem Latein — durch M. T. Alpinus: Augs- burg, H. Stayner 1546. Die vielen Holzschnitte sind von Schaeuffelin und andern. . .7

  6. Hier. Boner ausz dem Latein ins Teutsch, gebracht, Augs- burg, H. Stainer 1540. Mit Holzschn. von Schaeuffelein u. A.

  7. Eine deutsche Uebersetzung des Apulejus, weder von Bartsch, noch Panzer und Ebert, nur von Weigel Nr. 8235 genannt.

Die Holzschnitte sind grösstentheils von Schaeuffelein, doch nur einer hat das Zeichen. Augsburg 1538. H. 4 1/2—4 Z. L. 8 Br. 5 1/2—9 Zoll.

  1. Polydorus Vergilius Urbinas. Von den Erfindern der Ding, — durch Marcum Tatium Alpinum gründtlich und aufs fleis- sigst ins Teutsch transferirt unnd gebracht. Mit schönen Fi- guren von Burgkmair (oder dem Meister zu Petrarca's Trost- spiegel) und einigen alt-testamentlichen Darstellungen von

H. Stayner, zweite Auflage 1544, fol.

  1. Thucidides — durch I. Boner inn Teutsche sprach verwen-

det. Mit Holzschn. von Schaeuffelein u. A. Augspurg, H. Stayner 1533, fol.

  1. Historien und Wunderbarlich legend Katharina von Senis der heiligen junckfrawen etc. Augspurg, H. Otmar 1515, fol. Die vielen Holzschnitte sind von Schaeuffelin, wovon der erste sein Zeichen trägt. H. 3 Z. 4 L., Br. 2 Z. 5 L.

  2. Viri clar. D. And. Alciati — Emblematum liber jam denuo emendatus et recognitus. Aug. Vind. per H. Steyner 1534. 8. Die vielen Holzschnitte könnten vielleicht Weigel von H. Stay- ner und Schaeuffelein seyn.

  3. Eyn wunderliche Weyssagung, von dem Babstumb, wie es ihm biss an das endt der welt gehen sol, in figuren oder gemäl begriffen, gefunden zu Nürnberg ym Cartheuser Clo- ster, und ist seher alt. Ein Vorrede Andreas Oseanders. Mit guter verständlicher auszalegung durch gelerite leute verklärt,

welche Hans Sachs yn teutsche reymen gefasst und darzu

  • gesetzt hat, (Nürnberg) H. Guldenmund. 15327. Die 50 Holz- schnitte (H. 4 Z. 2 L., Br. 2 Z. 9 L.) könnten nach Weigel dem Schäuffelein mit meistem Rechte zugeschrieben werden. Es gibt einen schwachen Nachstich (H. 3 Z. 7 L., Br.
    1. betitelt: Ein wunderliche weissagung von dem Babstumb etc. Am Schluss: Gott gebe hesserung den seinen, wo dagegen im Original anstatt dieser Zeile steht: Gedrückt durch Hans Güldenmundt.
  1. Zwei schöne auch lustige Historien und Geschichtbücher, der Rhömer krieg, wider die Chartaginenser etc. durch L. Aretinum beschrieben — teutsch durch Marcum Tatium. Augs- burg, H. Stayner 1540, fol.

  2. Eytz Text vom Ursprung und Anfang der Türken, Augs-

  3. Eine schöne Cronica vom Königreich Hispanien, von Jac.

Bracelli und H. Boner, Augsburg 1543

  1. Boccacii römisch Historie verteutscht durch Christ. Brunonem., Augsburg 1542. Sehr selten.

  2. Jo. Boccaceti fürnemste Historien vom widerwertigen Glück. Augspurg 1545. Sehr selten.

  3. Ain Hochfeier Vtagedia von zwayen liebhabenden Mentschen

einem Ritter Calixtus und einer Edlen Jungfrawen Melibia

genahnt. Augspurg, Sigmund Grün und Marx Wirsing 1520.

Anscheinlich von Schaeuffelin.

  1. Hoc in Volumine haec continentur, Ulr. Hütteni Equ.: Super interfectione propinqui sui Joh. Hutteni Ey: Deploratio. — Excusum in arce Steckelberg an 1519 Mense VIIL Mit zwei Holzschnitten: das Bildniss des Verlassers, und die Ermor- dung Huttens, anscheinlich von Schaeuffelein, 4. Selten.

Altes Testament.

  1. (B. 1, *) Gott erschafft während Adam schläft die Eva. Links nach unten das Zeichen. Schlecht gezeichnet und nicht bes- ser geschnitten. H. 5 Z. 3 L., Br. 5 Z. 8 L. *) Die Nummern, wo Bartsch nicht citirt ist, waren diesem un- bekannt;

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    • #nge, von Heller erwähnte Blatt, ist im Newmaerial der Tu- geud S. 99-1
  1. Adam und Eva. Mit dem Monogramme, kl fol. ° Im neuen Drucke aus Derschau's Sammlung.

  2. (B. 2.) Adam und Eva aus dem Paradiese vertrieben, Gegen ' die Mitte unten das Monogramm. Mittejmüssiges Blett. H. & Z. K L., . B P 0 2 Z. 3 L. . + Y - 5$) Das nger Abraham's, Rechts unten das Zeichen. H. 5 Z. 6 i 6) Die Geschichte der Esther in mehreren Vorstellungen auf einem Blatte, Unten rechts das Monogramm. H. 8 Z., Br.

  • 13 Z. 8 I } .
  1. (B. 4.) Loth und seine Tüchter, links im Grunde Sodoma in Flammen. Links unten steht das Zeichen. H. 6 Z. 6 L.,
    1. Die Geschichte der Susanna, in mehreren Darstellungen: auf

einew Blatie, 1536, qu. fol. a Im neuen Drucke aus Derschau's und Becker's Sammlung.

  1. Die Belagerung von Bethulien, im Vorgrunde Judith bei Holofernes Zelt, reiche Composition, wahrscheinlich nach dem Gemälde im Rathhause zu Nürnberg, s. gr. qu. fol.

Im neuen Drucke aus Becker's Werk über alte Holz- schnitte,

  1. (B. 55 — 64.) Eine Folge von 25 alttestamentarischen Dar- stellungen in dem Buche; Der Teutsch Cicero.- Augsburg bey Heinrich Stayner 1534, in zweiter Auflage 14540, kl. fol. Höhe der Darstellung 5 Z. 3 — 4 L., Br. 52. 7 — 8 L.

In diesem Büche sind 23 Darstellungen aus dem Alten Testamente. Die übrigen 17 Blätter gehören dem neuen Te- stamente und der alten Geschichte an. ; K

  1. Der Engelsturz. .

  2. Die Schöpfung der Thiere.

  3. Die Erschaffung der Eva,

  4. Adam und Eva essen von der verbotenen Frucht,

  5. Cain's Brudermord. . +

  6. Die Arche des Noah. .

  7. Cham bedeckt die Blöße des Noah. {

  8. Loth mit seinen Töchtern.

  9. Das Opfer Isaaks.

  10. Samson's Tod.

  11. Das Mannalesen. ' ;

  12. Joseph von den Brüdern verkauft.

  13. Die Abgesandten mit der Traube aus Canaan

  14. Moses aus dem Nil errettet. . ü

  15. Tobias und seine Frau im Gebete.

  16. Bathseba im Bade. . .

  17. Die Königin von Saba vor Salomo.

  18. Esther vor Ahasverus. .

  19. er tödtet den Goliath,

  20. David an der Tafel.

  21. Das Urtheil Salomons.

  22. Judith.

  23. Susanna im Bade.

Nagler's Künstler - Lex. Bd. XV. .8

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  1. (B. 56.) Der Sturz der bösen Engel. Das Zeichen links un- ten. Aus: der Teutsch Cicero. Augspürg, Stayner 1534. kl. fol.

Neues Testament.

  1. (B. 5.) Die Verkündigung, in ovaler Büßelsung mit Wap- pen. Rechts unten am Stuhel das Zeichen. H. 4 Z. 8 L.,

  2. (B. 6.) Die Verkündigung. An der Säulenbasis ist das Zei- chen, und noch tiefer das Schäufelchen. H. 10 Z. 6 L., Br.

7 Z. 6 L.

  1. Die Geburt Christi. Maria kniet vor dem Kinde, links Jo- seph, rechts ein Mann mit Licht. Oben schweben zwei En- gel. Unten in der Mitte das Zeichen. H. 8 Z. 7 L., Br. 5 Z. 11 L., Aus Gailer's Evangeli un Epistel, s. oben (S. 110.)

  2. [Die Geburt Christi. Mit dem Zeichen. H. 7 Z. 3 L., Br. 8 Z. 6 L., Aus Gailer's von Kaisersperg, Evangelia etc. Strassburg, Grieninger 1527.

  3. Die Geburt Christi. Unten links das Zeichen, kl. fol.

  4. [B. 14.) Die Reinigung Mariä. Rechts unten das Zeichen., Aus W. Man's Passion, s. oben S. 110

  5. (B. 7.) Die Ruhe in Aegypten, in einer Bordure mit En- keln auf Weinreben. Links oben 1515–. Höhe der Darstel- lung 4 Z. 6 L., mit der Einfassung: 8 Z. 10 L., Br. 3 Z. 4 L. und 6 Z. 5 L.;

  6. Die heil. Jungfrau unter einer Arkade sitzend, wie sie dem Kinde die Brust reicht. Ihre fliegenden Haare umgibt ein Kranz. Ohne Zeichen, H. 11 Z. 3 L., Br. 9 Z. 2 L.

  7. (B. 8.) Die Könige bringen dem Jesuskinde Geschenke. Rechts in halber Höhe das Zeichen. H. 8 Z. 7 L., Br. 5 Z. 10 L.

  8. [B. 8.) Die Anbetung der Könige. Links nach unten das Zeichen Schäuffelein's, noch tiefer jenes des Formschneiders.

  9. Die Anbetung der Könige. Rechts sitzt Maria mit dem Kinde, links sind die drei Könige und zwei Diener. Rechts gegen die Mitte das Zeichen. H. 8 Z. 7 L., Br. 5 Z. 11 L. Aus Gailer's Ewangeli un Epistel, s. oben S. 114.

  10. (B. 10.) Die Könige des Orients bringen dem Jesuskinde Ge- schenke. Schlecht gezeichnet und grob geschnitten. In der Mitte unten das Zeichen, H. 10 Z. 3 L., Br. 8 Z. 1 L.

  11. (B. 19.) Die Beschneidung Christi. Links unten das Zeichen. Zu einer Folge, B. 190 — 22. H. 8 Z. 7 L., Br. 5 Z. 10 L.

  12. (B. 11.) Maria mit einem grossen Schwerte in der Brust neben Joseph gehend. In der Mitte unten das Zeichen. H. 8 Z. 8 L., Br. 5 Z. 10 L.,

  13. (B. 12). Die heil. Jungfrau das Kind verehrend, welches St. Anna auf dem Schoosse hält. Links unten: ist das Zeichen und die Jahrzahl 1510 (verkehrt.) H. 8 Z. 5 L., Br. 3 Z. 6 L.

J. Mit der Jahrzahl;

O Ohne dieselbe;

  1. (B. 143.) Die heil. Jungfrau sitzend mit dem auf einem Kis- sen stehenden Kinde. Rechte hält Joseph einen Apfel, den Grund bildet ein Zimmer mit Fenster. Links unten das Schäufelchen. H. 8 Z. 2 L., Br. 5 Z. 8 L.

  2. (B. 15.) Der Tod der heil. Jungfrau. Unten gegen die Mitte in das Zeichen, Ohne Einfassung. H. 3 Z. 3 L., Br. 2 Z. 2 L.

  1. Aus W. Mans Leiden Jesu Christi, s. oben S. 111.
  1. Maria mit dem Kinde auf dem halben Monde stehend von Strahlen umgeben. Copie nach Dürer. Von der Seite des Originals, mit Wolken in den vier Ecken. In der Mitte

untten ist Schäufelin's Monogramm. H. 5 Z. 11 L., Br. 4 Z. 5 L. Diese Copie ist sehr selten und von einer anderen zu un- terscheiden, die ohne Zeichen, und auch daran zu erken- nen ist, dass Maria eine Krone auf dem Kopfe trägt. Die ses Blatt ist auf der Rückseite einer Predigt von Luther. In einer anderen, aber gegenseitigen Copie, ist Maria nackt rechts gewendet, s.

  1. (B. 116.) Die heil. Jungfrau mit mehreren Personen unter: dem Schutze ihres Mantels. Ohne Zeichen. Aus Leonhardt's Himmelwagen. Augsb. 1517.

  2. (B. 16.) Lazarus an der Thüre des unbarmherzigen Reichen, Links unten das Zeichen. H. 8 Z., Br. 6 Z.

  3. (B. 79.) Die Parabel vom bösen Reichen. Links unten das Zeichen. Aus: Der Teutsch Cicero, Augsburg, Stayner 1536,

  1. fol.
  1. (B. 81.) Die Parabel vom Heuchler und dem wahrhaft Reuigen. Aus demselben Werke.

  2. (B. 17.) Die Erweckung des Lazarus. In der Ferne links Christus, wie er die Tochter der Cananeerin heilt. Grosses Stück aus 8 Blättern, am Grabsteine das Zeichen. H. 27 Z., Br. 39 Z. 6 L.

  3. (B. 18.) Christus bei der Samariterin am Brunnen. An letz- terem das Zeichen. H. 8 Z. 11 L., Br. 5 Z. 11 L.

  4. (B. 82.) Christus jagt die Verkäufer aus dem Tempel. Links unten das Zeichen. Aus: der Teutsch Cicero. Augsburg 1534, kl. fol.

  5. (B. 22.) Christus bei der Hochzeit zu Cana. Das Zeichen in der Mitte unten. Zu einer Folge, B. 19—22. H. 8 Z. 7 L., Br. 5 Z. 10 L. Aus W. Mans Passion, s. oben S. 110.

  6. (B. 22.) Christus mit den Jüngern beim Abendmahl. Das Zeichen rechts unten. Zu einer Folge, B. 19—22. H. 8 Z. 7 L., Br. 5 Z. 10 L.

  7. (B. 26.) Das Abendmahl, in einem grossen Saale, mit der Durchsicht in zwei andere Säle. In dem einen derselben wäscht Christus den Jüngern die Füsse, in dem anderen zur Linken feiert er zum zweiten Male das Passafest. Links unten an der Flasche das Zeichen. Grosses Stück von 9 Blät-

  8. Das Abendmahl des Herrn, Mit dem Zeichen. H. 5 Z. 2 L., Br. 5 Z. 9 L.

  9. (B 24.) Christus auf dem 'Oelberge betend. Links unten das Zeichen. H. 3 Z. 2 L., Br. 2 Z. 4 L. ; Aus dem obigen Werke.

  10. (B. 25.) Jesus Christus vor Pilatus., rechts unten das Zei- ; chen. H. 3 Z. 2 L., Br. 2 Z. Aus dem oben genannten Werke,

  11. Christus vor dem hohen Priester. Mit Zeichen und Schaufel,

  12. (B. 27.) Christus vor dem hohen Priester Anna, rechts oben das Zeichen. H. 8 Z. 7 L., Br. 5 Z. 10 L. Man findet dieses Blatt auch in einer 1 Z. 6 L. breiten Einfassung mit Säulen und Medaillons.

  13. Die Dornenkronung, links das Zeichen, kl. fol.

  14. (B. 28.) Die Kreuztragung, nach rechts hin. In der Mitte unten das Zeichen. H. 10 Z. 10 L., Br. 7 Z. 10 L. Bei Wei-

  15. Christus am Kreuze, rechts auf Wolken heilige Männer, links heilige Frauen, am Fusse des Kreuzes Evangelisten und HOIII5:.' Unten in der Mitte das Zeichen, H. Z., Br.

Titelblatt zu Burgkmair's Apokalypse: Das neue Testa- ' ment, mit ganz nützlichen Vorreden etc. Augsburg durch Silvanum Ottmar — XI. Tag Juny 1523. jahrs, fol.

  1. Christus am Kreuze, Maria am Fusse desselben in Ohn-

macht von den heil. Frauen unterstützt, rechts Johannes.

. Copie nach Dürer, von der Originalseite, ohne Dürer's Zei- chen und die Jahrzahl 1508. H. 5 Z. 2 L., Br. 3 Z. 9 L.

  1. Christus am Kreuze, links vier heil. Frauen und St. Johan- nes, der betend aufschaut, in der Mitte und rechts Kriegs- leute, zum Theil zu Pferd. Unten in der Mitte Zeichen und Schaufel. Schöner Formschnitt in Dürer's Manier, H. 13 Z. 4 L., Bl. 10 Z.

  2. Christus am Kreuze, links Maria und Johannes, rechts ein Kriegskecht und der Centurio mit der Ueberschrift: Vere filius. Dei erat homo iste. Unten in der Mitte ist das Zei- chen, fol. Sehr selten, s. Brulliot I. 2684. .

  3. (B. 29.) Christus am Kreuze, am Fusse desselben Maria mit auf der Brust gekreuzten Händen. und hinter ihr Johannes, Rechts hält der eine der drei Männer eine Hellebarde. Rechts unten das Täfelchen mit dem Zeichen. Schlecht geschnitten. H. 3 Z. 3 L., Br. 2 Z. 4 L. .

  4. (B. 50.) Christus am Kreuze, links die heil. Jungfrau, Jo- hannes und zwei Frauen, rechts vier Juden. In der Mitte unten ist Scheufeleins Zeichen, links jenes des L. F. H. 7 Z. 4 L., Br. 4 10 L. Dieses Blatt nimmt in dem Eingang des Verzeichnisses genannten Plenarium vor.

  5. (B. 31.) Christus am Kreuze, links Maria in Ohnmacht von einer Frau unterstützt, während eine andere in Schmerz aus- bricht, rechts Johannes stehend, neben dem man auch die Bandrolle mit dem Zeichen sieht. H. 8 Z. 6 L., Br. 6 Z. Aus Gaßlers Evangeli un Epistel, s. S. 111. '

: 79} Christus mit der Siegesfahne in der Vorhölle. Nach Düerer von der Gegenseite copirt, ohne dessen Zeichen, unten rechts am Steine das Zeichen H..S. H. 4 Z. 3 L. Br. 5 Z. 7 L.

  1. Christus im Limbus. Rechts unten das Zeichen. H. 8 Z. Aus A. Pinder's Speculum passionis. Norimb. 1507.

  2. (B. 32.) Die Kreuznähmung. Rechts unten das Zeichen.

  3. Die heil. Weiber beim Grabe des Herrn. Mit dem Zeichen.

  4. (B. 33.) Christus und die dessen Grab besuchenden Frauen. Links unten das Täfelchen mit dem Zeichen, H. 3 Z. 2 L., Aus W. Manns Leiden Jesu, s. oben S. 110.

  5. (B. 34. und 35.) Die Passion, in dem Werke von M. Vige- nius, von W. von Mann, von U. Pinder in der Doctrina, vita, passio etc., Francof. apud Christ. Bogenolfum, in einem unbe- kannten Gebetbüchlein, s. oben die Werke mit Schäuffe- leins Holzschnitten. S. 100. S.

  6. Die Erscheinung des heil. Geistes, Maria sitzt mit gefalte- ten Händen in der Mitte und zu ihren Seiten sind die Apo- stel. Oben erscheint das Symbol des Geistes in einer Strah-

Die alten Abdrücke haben unten deutschen Text: Kom heiliger geyst etc. Auch auf der Rückseite ist Text und zwei Holzschnitte, St. Lucas und Johannes vorstellend.

  1. Das Pfingstfest. Mit dem Zeichen in der Mitte, unten. H. 81081 L Aus U. Pinder's Speculum passionis. Norimb. 1507.

  2. (B. 50.) Das Pfingstfest. Mittelmässiges Blatt, links, unten das Zeichen. H. 3 Z. 9 L., Br. 2 Z. 5 L.

  3. Die Sendung des heil. Geistes. Mit dem Zeichen, H. 5 Z. 2 L., Br. 3 Z. 9 L.

  4. (B. 42.) Die Dreieinigkeit. In der Mitte unten das Zeichen, Zu einer Folge, B. 42 — 49.

  5. (B. 110.) Die Dreieinigkeit. Aus Leonrodt's Himmelwagen. Augsb. 1517.

  6. (B. 80.) Der Heiland, Nach links unten das Zeichen. Aus: Der Teutsche Cicero. Augsburg 1534, kl. Fvl.,

  7. (B. 43.) Der Heiland als Weltrichter, von Maria und Jo- seph angebetet. In der Mitte unten das Zeichen. H. 3 Z. 9 L., Br. 2 Z. 5 L. Zu einer Folge, B. 42 — 43.

  8. (B. 123.) Eine ähnliche Darstellung, etwas grösser. Aus Leonrodt's Himmelwagen.

  9. (B. 41.) Ecce homo, halbe Figur in einer Einfassung. Mit dem Zeichen im Täfelchen. H. 9 Z. 2 L., Br. 6 Z. 5 L.

  10. (B. 117.) Ein mit Dornen gekrönter Christuskopf. Das Zeichen links unten. Aus Leonrodt's Himmelwagen.

  11. Der Schmerzensmann, ein Altarschrein. Christus mit den Wundmahlen, und der Dornenkrone, halbe Figur mit zwei wei- nenden Engeln, welche den Mantel halten. Oben in einer

muschelförmigen Nische sitzt ein weinender Engel. Unten ist ein verzierter Fries mit zwei Engeln und dem Zeichen und der Schaufel. H. 9 Z., Br. 6Z. 6L. Bei Weigel ı Thl.

  1. (B. 40.). Der Ewige Vater mit Scepter und Kugel. in einer Glorie sitzend. Links unten das Zeichen. H, 5 Z. 0L., Br. 277 5 L. n 7

Dies ist der Titel zu einem Gebetbuch mit Vorstellungen

der Sakramente und der Leidensgeschichte,

  1. (B. 51.) Das jüngste Gericht, der Heiland oben in einer Glorie sitzend, unter ihm die Heiligen kniend etc. Links unten führt ein Engel die Frommen zum Himmel, und rechts ein anderer die Sündösen in die Hölle.' In der Mitte unten das Zeichen. 'H. 8 Z. 7 L., Br. 5 Z. 9 L. ;

  2. (B. 87.) Das jüngste Gericht. Unten in der Mitte das Zeichen,

Aus: Der Teutsch Cicero, Augspurg 1534, kl. fol.

Heilige und andere religiöse Darstellungen.

  1. Darstellungen der Sakramente, wahrscheinlich 7 Blätter, die

zu einem Gebetbüchlein gehören, dessen wir oben unter den Werken mit Blättern von Schaeffelein erwähnt haben, H. 2 Z.

  1. (B. 36.) Johannes Capistran fordert in Nürnberg in einer Predigt, die Karten und anderes Spielwerk zu verbren- nen, Links unten das Zeichen, Schlecht ausgeführtes Blatt. H. u. Br. 4 Z. 3L &z /

Im Wiener Kupferstich-Cabinet ist ein Abdruck, wo diese Geschichte, welche sich 1452 zutrug, geschrieben steht. An- tistes Veith besass einen ähnlichen Abdruck mit der ge- schichtlichen Notiz,

  1. (B. 112.) Ein Mann vor dem Crucifixe betend. H, 3 Z. Aus J. von Leonrodts Himmelwagen, Augsb. 1517.

  2. (B 37.) St. Peregrin und Sebastian. In der Mitte unten das Zeichen, rechts oben die Jahrzahl 1510.. H. 8 Z. 5°L., Bl. 5 Z. 8 L.

  3. Die heil. Barbara, sitzend nach links, mit dem Kelche, links vorn der Thurm. Copie nach Dürer, B. App. VII. P.181. H.8 Z.9L., Br. 5 Z 11 L.

  4. Die heil. Catharina im Profil nach rechts, sitzend mit dem Becher. neben ihr Schwert und Rad. Das Gegenstück zum obigen. In ersten Drucke haben diese Blätter Dürer's Zeichen nicht.

  5. (B. 38.) Die Marter der heil. Catharina. Links unten das Zeichen. H. 8 Z. 5 L.; Br. 5 Z. 8 L.

  6. (B. 39.) St. Veronika mit dem Schweisstuche, in einer Ni- sche mit Einfassung. Zu den Füssen der Heiligen das Zei- chen. H. 10 2/2 L., Br. 8 2/2 Z.

  7. Der Evangelist Lucas. Unten links das Monogramm, qu. 8.

  8. (B. 48.) St. Sebastian und Rochus, In der Mitte unten das

  9. (B. 45.) Die 12 Apostel in einer Gruppe. In der Mitte un-

ten das Zeichen. H. 3 Z. 0 L., Br. 2 Z. 5 L.

Zu einer Folge, B 42 £ 49.

Zu einer Folge B. 42 — 49.

  1. (B. 47) Gruppe von mehreren Heiligen, links vorn St. Georg mit dem Drachen, rechts St. Erasmus. In der Mitte unten das Zeichen. H. 3 Z. 0 L. Br. 2 Z. 5 L. Zu einer Folge B. 42 — 49.

  2. Eine Capelle mit zwei betenden Engeln, links mit dem Zeichen. H. 5 Z. 2 L. Br. 3 Z. 9 L.

  3. (B. 44) Gruppe von mehreren Engeln in anbetender Stel- lung. Rechts unten das Zeichen. H. 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 5 L. Zu einer Folge B. 42 — 49.

  4. (B. 52.) Ein Engel mit dem Dämon an der Kette. In der Mitte unten das Zeichen. H. 8 Z. 7 L. Br. 5 Z. 10 L.

  5. (B. 53.) Ein Engel hält das Kreuz über die Stirne eines Christen, ihm folgen zwei andere mit Dolchen, und oben ist St. Franz. Rechts unten das Zeichen. H. 8 Z. 7 L. Br. 5 Z. 10 L.

  6. (B. 54.) Allegorie auf die Erlösung von der Erbsünde. Rechts nimmt Eva die Frucht vom Baume und Adam reicht sie einem alten Könige. Links zeigt die heil. Jungfrau dem Papste mit zwei Erzpriestern die Hostie. In der Mitte un- ten das Zeichen. H. 12 Z. Br. 9 Z.

  7. (B. 55.) Ein Priester ertheilt einem Sterbenden die letzte Hülfe. Das Zeichen links unten. H. 5 Z. 3 L. Br. 5 Z. 7 L. Aus dem Werke: Der Teutsche Cicero. Augsburg, bei Stayner 1534 kl. fol.

  8. (B. 85.) Ein Weib, welches beim Anblicke eines Grabmahles weint. Rechts unten das Zeichen. Aus demselben Werke,

  9. (B. 86.) Der Tod auf dem Grabsteine sitzend, wie er auf das Beinhaus deutet. Aus demselben Werke.

  10. (B. 117.) Der Teufel beredet einen Mann Gift aus dem Fla- con zu trinken. Aus Leonrodt's Himmelwagen. Augsb. 1517.

  11. (B. 118.) Der Tugendhafte auf einem mit sechs Pferden be- spannten Wagen gen Himmel fahrend. Aus demselben Werke.

  12. (B. 131.) Der Betrunkene auf dem Wagen zur Hölle von Teufeln geleitet. Aus demselben Werke.

  13. (B. 121.) Ein junger Mann vertheidiget sich vergebens ge- gen die Angriffe des Todes. Aus Leonrodt's Himmelwagen.

Darstellungen aus der profanen Geschichte,

  1. (B. 92.) Titus Manlius lässt seine Söhne enthaupten. Rechts unten das Zeichen. Aus: Der Deutsche Cicero. Augsburg. Stayner, 1534, kl. fol.

  2. (B. 84.) Lucretia. Links unten das Zeichen. Aus demselben Werke.

  3. (B. 83.) Ein römischer General lässt den verrätherischen Schulmeister von den Kindern mit Ruthen davon jagen. Aus demselben Werke.

  4. (B. 80.) Das hölzerne Pferd durch das Troja gezogene Pferd. Rechts unten das Zeichen, Aus demselben Werke.

  5. (B. 8) Diogenes und Alexander der Grosse. Rechts unten das Zeichen.

  6. (B. 04.) Mutius Scævola vor Porsenna. Links unten das Zeichen.

  • Aus demselben Werke. -
  1. (B. 91.) Der Sohn des Kaisers Trajan erwürgt das Kind einer Wittwe. Rechts unten das Zeichen. - Aus demselben Werke.
  2. (B. 05.) Pyramus und Thisbe. Im Täfelchen rechts am Baume das Zeichen. H. 3 Z. 6 L. Br 5 Z. 9 L.
  3. (B. 80.) Wilhelm Tell gezwungen, den Apfel vom Haupte seines Sohnes zu schießen. Rechts unten das Zeichen.
  • Aus: Der Teutsch Cicero. Augsburg, Stayner 1554. kl. fol.
  1. Das Leben und die Thaten des Kaisers Maximilian, die berühmten Darstellungen im Theuerdanck. Ueber dieses Buch
  2. Ein König auf dem Throne mit Scepter und Reichsapfel, wie sich ein links stehender Ritter vor ihm vertheidiget. Gegenüber ist der Ankläger. Beide sind von Männern und Frauen umgeben. In der Mitte unten das Zeichen. H. 3 Z., 7 L. Br. 4 Z. 10 L. Es gibt Abdrücke mit und ohne Text auf der Rückseite.
  3. (B. 102.) Eine Schlacht zwischen zwei Armeen, grosses Blatt von zwei Platten, Unten nach links ist das Zeichen, auf dem Blatte, welches die rechte Seite bildet. H. 14 Z. Br. 12 Z. 3 L.
  4. Grosse Schlacht der Ungarn gegen die Türken, in dem oberen Theile das Fussvolk, im unteren die Reiterei im Kampfe. Aus vier Blättern zusammengesetzt. H. 32 Z. 4 L. Br. 27 Z. 4 L.
  5. Ein Reitergefecht. Links des Blattes ist ein Reiter mit der Fahne, und eine solche liegt rechts unten. H. 5 Z. 5 L. Br. 5 Z. 0 L. Es gibt Abdrücke mit und ohne Text. A
  6. Die Belagerung einer Stadt. Rechts sitzen vier Soldaten, und links sieht man Kanonen. H. 5 Z. 3 L. Br. 5 Z. 9 L.
  • Es gibt Abdrücke ohne und mit Text.
  1. Eine Versammlung von Kriegspieuten, worunter sich zwei Männer in Mänteln, in Mitte des Blattes besonders bemerklich machen, Links vorn stützt sich ein Soldat auf die Helmbarde und rechts trägt ein solcher die Picke auf der Achsel. Er spricht zu einem Türken im Grunde, Dies ist eine genaue gegenseitige Copie nach Dürer's Blatt Nro. 88. Der Topist ließ die Baumgruppe im Grunde weg. H. 5 Z. 4 L. Br. 4 Z. 5 L.

  2. (98.) Ein Hauptmann mit der Lanze vor fünf Soldaten. Links unten ist das Täfelchen mit dem Zeichen; H. 5 Z. 8 L. Br.

  3. Ein Held links des Blattes stehend, wie er den zu seinen Füßen liegenden Feind betrachtet. Rechts fliehen Soldaten, H. 3 Z. 7 L. Br. 4 Z. 9 L. Es gibt Abdrücke ohne und mit Text.

  4. (B. 90.) Ein deutscher Soldat mit dem Stocke in der Linken nach links schreitend. In der Mitte unten ist das Schaufeleichen. H. 8 Z. 5 L. Bl. 4 Z. 5 L. 4 Aus L. Aretinus Historien und Geschichtbüchern, siehe oben S. 312. i

  5. (B. 100.) Bild: Fähndrich mit der Fahne nach rechtsgehend, im Grunde Landschaft. Unten nach rechts ist das Zeichen Schauffelein's und links jenes des Jost de Negker. Har 7 Z.

  6. Bild: Ein Soldat, welcher ein brennendes Haus löscht, links unten das Zeichen I. S. und die Schauffelein, fol.

  7. (B. 101.) Zwei stehende Soldaten im Gespräch, links unten das Zeichen H. 8 Z. 10 Br.

  8. (B. 103.) Ein bewaffneter Krieger spricht mit einem Manne im Zelte. Links unten ist das Zeichen. Aus dem Buche: Der Teutsch Cicero. Augsb. 1553.

  9. Bild: Ein Mann und eine Frau. Mit dem Monogramme. Aus Derschau's Sammlung.

  10. (B. 105.) Mehrere junge Herren und Damen, die einen sitzend, die andern sich ergehend. Im Grunde ist Landschaft, nach rechts vorn das Zeichen H. 6 Z. 6 Br. 6 L.

  11. (B. 106.) Ein Herr an einem Gebäude zwischen zwei Damen sitzend, dabei Musikanten, An der Säule steht ein Narr, und unten an derselben ist das Zeichen. H. 10 Z. Br. 15 L.

  12. (B. 103.) Die hochzeitlichen Tänzer von Stand oder der Hochzeitsreigen, Folge von 20 Blättern, mit je einem Paare im Schritte oder sich umfassend. Das erste Blatt stellt drei Männer mit Fackeln dar, und auf dem zweiten sieht man die Braut von zwei Männern begleitet. Nar sechs dieser ohngefähr 8 Z. 6 L. großen Blätter tragen Schauffelein's Zeichen. Die Ungleicheit der Ausführung deutet auch wirklich auf verschiedene Hände,

  13. Liebesfang. Narren in einem Käfig und andere Figuren, Mit fünf Schriftbändern: da ich jung war, war ich ein Huger etc. H. 6 Z. 4 L. Br. 12 Z. 5 L.

  14. Drei Personen besuchen einen Gefangenen. Mit dem Zeichen, fol. A.

  15. (B. 104 — 105.), Sechs Darstellungen zu einem Buche, wovon aber nur zwei Schauffelein's Zeichen tragen, obgleich sie alle von ihm zu seyn scheinen. H. 4 Z. 1 L. Br. 5 Z. 8 L. Dieses von Bartsch genannten 6 Blätter gehören wahrscheinlich zur oben erwähnten Uebersetzung des Apulejus,

  16. Ein Greis, der mit einem Herold spricht.

  17. Der Bauer auf dem Esel, welchen der Knabe am Zaume führt,

  18. Ein alter Bauer mit einem Knaben auf dem Esel reiten wie zwei Herren vom Stande zu ihnen sprechen.

  19. Der Knabe auf dem Esel, welchen der alte Bauer am Zaume führt. Ein Herr zu Pferd kommt auf ihn zu in Begleitung einer Dame und eines Dieners. Links unten das Zeichen.

  20. Der Knabe mit dem Esel am Zaume, in Begleitung eines Vaters, der mit einigen Bauern spricht. Links unten das Zeichen.

  21. Zwei Männer von Stand betrachten einen alten Bauern mit seinem Knaben und dem Esel am Flusse,

  22. Die Räuber mit dem Esel; im Grunde andere Räuber mit Waren. H. 4 Z. 2 L. Br. 5 Z. 70. Dieses von Bartsch nicht erwähnte Blatt ist wahrscheinlich ebenfalls aus Apulejus goldenen Esel,

122 Schäffelein, Hans. — Schäffelein, Matthäus.

  1. B. 110 — 131.) Die Blätter in Hans von Leonrodt's Himmel- wagen und Höllenwagen. Augsburg 1517. Folge von 20 Holz- schnitten, fast alle mit Schaeuffelein's Zeichen. H. 3 Z. 11 L°. Br. 3 Z. 7 L°. Nur 2 Blätter sind 5 Z. 6 L. hoch.

Die in diese Abtheilung gehörigen Blätter folgen hier, einige gehören dem Inhalte nach unter die biblischen und religiösen Darstellungen, wo sie zu suchen sind,

  1. Johann von Leonrodt überreicht sein Buch dem Markgra- fen Friedrich von Brandenburg,

  2. Der alte Pilger nach rechts wandernd.

  3. Die Waffenschmiede in der Werkstätte.

  4. Ein Mann auf dem Stege über den Fluss.

  5. Ein grosses menschliches Herz in einer Landschaft,

  6. Landschaft mit einer Leiter vorn auf dem Boden.

  7. Ein Bauer bezahlt seinen Gläubiger mit Lebensmitteln.

  8. Die Vögel fressen den Saamen des Landmannes.

  9. Ein Pfau mit ausgebreitetem Schweife. Ohne Zeichen.

  10. Ein Mann und eine Frau im Anblick eines plötzlich Verschiedenen.

  11. Der Narr zieht den Dienst eines verbrecherischen Herrn — jenem eines Frommen vor.

  12. Ein Mädchen mit auf der Brust gekreuzten Händen im Garten sitzend.

  13. Der Bauer mit dem Schlachtschwein.

  14. Ein Mohrenkopf im Profil. Mit dem Zeichen, kl. fol. Im neuen Druck aus Derschau's und Becker's Sammlung,

  15. Das Tücher'sche Wappen. Mit dem Zeichen, kl. fol. Im neuen Drucke aus Derschau's und Becker's Sammlung.

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