Scalio, Jacopo, Maler, ein Römer von Geburt, hinterliess in Da-
vonia mehrere Altarbilder, wahrscheinlich zu Bartoli's Zeit, der sie erwähnt.
ständiger Maler war, nicht ohne Talent für Composition; jene am und 1638 nach fremden Meistern eiferten, um zu seinem Besseren zu gelangen. Im Schaffen erinnern sie die Arbeiten von J. de Boulogne sen. und N. de la Fage. Er fädelte die Platten mit den Händen in einer ihm eigenthümlichen Manier. Die Nr. 2, 5, 7 sind indessen fast ganz mit dem Grabstichel ausgeführt, so dass man einen an- deren Meister darin er kennen möchte. Indessen ist die Schrift von derselben Hand, wie auf dem Blatte Nr. 4. und Robert-Dumesnil betrachtet daher jene Blätter als Versuche. Man darf ihn nicht mit Friedrich Scalberge verwechseln, ...
Robert-Dumesnil (vgl. p. 3. ff.) beschreibt folgende Blätter von ihm:
Adam und Eva aus dem Paradiese vertrieben. P. Scalberge inv. et sculpsit. Avec Privilege du Roy 1657. H. 8 Z. 8 L., Br. 10 Z. 9 L.
Das Opfer Abrahams. Deckenbild im Vatikan . Raphael Dur- bin inv. Scalberge delin. excn. — Avec Privilege du Roy 1657. Dazwischen sind vier französische Verse: Abraham veut etc. H. 10 Z. 9 L. und 6 L. Rand, Br. 8 Z. 4 L.
Das Urtheil des Salomon, nach Raphaels Deckenbild. Deux femmes s'emploient etc. Raphael Urbin. inv. P. Scalberge delin. Avec privilege du Roy . In gleicher Grösse.
Die heil. Familie, rechts am Fusse der Ruinen eines, reichen Monumentes sitzend. Petrus Scalbergius inv. et sculpsit Cum Privilegio Regis 1657. Im Rande: Dilectus meus mihi et ego illi. H. 11 Z. 2 L. und 3 L. Rand, Br. 9 Z. 9 L.
I. Mit obiger Schrift. II. Mit der Adresse: Verneton excudit.
Das Jesuskind den ihm knienden Johannes sehend; in einer Landschaft. Ohne Namen und Zeichen, die Figuren im Geschmacke des Robert Picou. H. 5 Z. 4 L., Br. 5 Z. 1 L.
Jesus auf dem Oelberge, wie ihn der Engel Kreuz und Kelch bringt. Mit Dedication an H. A. de Lomenie sen. de la Villeaux, Clerc etc. und an Mme. de la Ville aux Clerc etc. Scalberge delin. et sculpsit et excu. Avec privilege du Roy 1657. H. 15 Z. 3 L. mit 5 L. Rand, Br. 15 Z. 3 L.
Die Grablegung Christi, das berühmte Bild Raphaels in der Gallerie Borghese. Raphael Darbin inv. — P. Scalberge del- lin. Weiter unten: Avec Privilege du Roy. Von der Gegen- seite. H. 14 Z. 3 L. mit 1 L. Rand, Br. 15 Z. 3 L.
I. Ohne Adresse. II. Mit derselben.
Der Leichnam Christi, mit dem oberen Theil auf dem Schoosse der rechts sitzenden Mutter. Links kniet Magdalena und ein kleiner Engel; im Vor dem Grabe stehen drei Jünger. Pierre Scalberge inv. et sculp. — Avec Privilege du Roy 1658. H. 9 Z. 7 L. mit 6 L. Rand, Br. 11 Z. 10 L.
Johannes der Täufer in der Grotte, Wasser in den Napf saugend. Cauer. Joseph (Cav. Jas, d'Arpina) in. — P. Scalberge Sculpsit. Avec Privilege du Roy 1657. H. 10 Z. 41. 8 Z. 7 L. und 3 L. Rand, Br. 9 Z. 1 L.².
Der heilige Hieronymus vor dem Crucifixe kniend. P. Scalberge In. et sculpsit avec Privilege du Roy 1657. 41. 8 Z. 71. 7 und 3 L. Rand, Br. 9 Z. 1 L.? Ü.
Die Schlacht des Constantins, nach Rafael'sher Bilde von 1742 im Vatikan. Mit Dedication an Roger du Plessis, Sig. de Liancourt etc. 1657. Der erste der vier lateinischen Verse beginnt: Haec Constantini Gall. etc. Von vier Platten, vereiniget 25 Z. 3 L.-hoch (der Rand 3 L.), Br. 63 Z. 8 L.
13 — 25) Die Reiterstatue des Marc. Aurel in verschiedenen Ansichten, 13 Blätter mit Titel. H. 4 Z. 53 — 5 L., Br. 3 Z.
26 — 29) Die Grablegung.
- Der Titel, mit dem Wappen und der Adresse an M. de Lomenie de la Ville aux Clercs, Comte de Montmorency etc. 1637.
- Die Statue links vorn; rechts eine Fontaine.
- Im Profil nach rechts; im Grunde die Ruinen eines Aquadukts und anderer Monumente des Forums.
- In derselben Richtung; im Grunde der Campo Vaccino.
- In Dreiviertel-Ansicht im Grunde nach rechts; mit der Colonna Trajana und andern Monumenten.
- Im Grunde nach links; in der Ferne das Capitol.
- Nach links vorn; rechts eine Rotunda auf dem Felsen.
- Nach rechts im Freien; links auf einem Hügel Bäume.
- Von Rücken; im Grunde die Antoninische Säule, ein Obelisk u. A.
- Nach links vorn; links im Grunde ein rundes Monument.
- Vom Rücken nach der Mitte des Grundes zu; rechts Gebäude, und gegenüber eine Baumgruppe.
- Im Profil nach rechts; links ein Berg mit Bäumen, im Grunde Reste des Forum und der Kaiserpalläste.
- In derselben Richtung; im Grunde reiche Gebäude.
26 — 37) Die Erziehung des Amor. Folge von 12 Blättern, H. 26) 1) Venus rechts sitzend mit Amor ohne Flügel: Scola d'Amore. Avec Privilege du Roy P. Scalberge ju. et sculp. 1658. F. L. D. Chartres excud.
- Venus links mit dem schlafenden Amour auf dem Schoosse. Avec Privilege du Roy. P. Scalberge ju. et sculp. 1638.
- Venus mit Amor zwischen den Beinen, welchem bereits die Flügel gewachsen sind. Mit derselben Schrift.
- Venus links, den Amor zurechtweisend. Mit der Schrift wie Nr. 27.
- Venus rechts mit Amor zwischen den Beinen, der seinen Bogen nach links richtet. Dieselbe Schrift.
- Venus mit einem Knie auf dem Boden nach links gerichtet, wie Amor mit der Kugel spielt. Avec Privilege du Roy, P. Scalberge ju. et sculp; 1658.
32 J. gw tanzend..Venus links,sitzemz a jt dersajben Schrift, 33 ). r
zu den Fumm .der, rechtfl ;« Nflller‚ welche
- Amor links, mit geflgctez; iinclen. vor me welche die
- Venus lwgsml wä 'uzt$9nek. 1;nr ‚den Schl.:gen des Amor., Mit der Schrilt wie Nr. 274 1 &* .‚6) 11) Veuus rechts. stehend, \tqm Näcken Haare ausranlt. Die Schrift wie. ol} 5,( Sar
„42) Amor mit starken Fluneln in der- er der knienden Mutter - -einen seiner. Pfeile' Q„hmlt
Ainor in Milte des Blattes im Profil nach ucbls, wiG er mit Kraft einen Pfeil abzuschiessen bereit steht. Er blickt nach le;!ulß vorn in die Höhe, Ohne Zeichen. H. 5 Z. 5 L.} Br. 3 das ‘
Das Urtheil des Paris, dieser im Momente wie er der llllß sichenden. Venus den Aplel yeicht.. Dw loeuleu andern.Göt- tinnen ziehen sich nach ‚den Gn;‚ngl zur; cls, wyo.Mer lpm; g9cht;
nehen dem "Vagen der Juno steht. Oha eg;:‚(gen, ‚An Ge- schmacke des Remi Vuibert bchamlclt. ll. 9 Z. 7 b„ B:‚ 77.0L. :
- Psyche erscheint von Amor und Merkur begleutet vor Jupt«
ıer im Olymp. , Chiuly (Cigoli oder Civoli) jnventera i& Pı Scalbergo Seulp. Avec Privilege du Ruy 41657. H. 8ZÖ L., 41) Die N;‚wplum der -Diana ‚ mit Bo°enscluessen beschafm_;u Diana mit B‚ogen und. Köcher. auf- einen) flugel Anı ‚Alinter- grunde winkt zweien Nym hen zu„die zu%lcu.la das‚Ziel ge- troffen. Dominiquin juu. P. Scalberge , sculp. Avec-Privilege du Roy. H. 10 Z. 10 L. mit 5 L.?° Rand, Br. 15 Z„9 L
Drei slehcndo Lichesgütter, Der nnttlere lmlt einen' Sclu del: Je tue; jener zur "Rechten' zwei‘ TFackelit: Je’ bfu)le, un der zur Lml&gn schiesst en [’feul ab Jta hWit°. ln dc.: 1Vluu. unten ‚steht4 S, Laghiet ex, . |
Ein Kind rechts am Bäü’uß uut fi Büfepet, in i5) den'cin lüeu\u Aldchön blickt,‘ Hinge fi%fifi ao!| 8 dere Kinder cin Glenchcs versuchen; OT'I Zeichen Ön' Nämen. "
.4 Z 3 L., Br. 3 Z. 8 L. 44) Bm Kind mu:h lmlß Jaufend, unf ein Insekt zu crlmschcn Ohne Namen und Zeichen. H.5 Z. 2 L., Br. 4 Z. 9'L
Ein stehendes Kind, in Drewu:rtel Ansicht. nach retluß‚ ei- nen Korb mit Trauben in der Höhe J« \ople!. haltend. Ohne Namen und Zeichen. H. 9 Z,, Bro A
Ein Bacchanale von Kindern, in Furm emes Fueses. I0 der Mitte reitet eines auf dem Bocke, fünf andere gchcq mit verschiedenen Instrumenten voran', ( und vier andere' folsen mit Vasen und Wemreben. Ohn6e Namen und Zenchen. "H. 5 Z.;:Br. 12 Z. .
Ein anderes Bacchanale. Fünf lunder veiten 'auf dem Ese', dem eines Wein in das Maul giesst. Zwölf andere Kinder beleben die Scene, die sich nach Näuts hin beweget. Im Rande rechts Huart excu. avee P ige, H:7Z. r L., Br. 14 Z.9L
Scalberge oder S
lich em Flam.cuder‚
B9!'gß FI'OdCI'!O, Maler‚ \tl!ll‘$‚(}heun. nit% sich in [rüheren Zeiten‘ in _ Kum „Iulge-
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Rom erschienen. Danti spricht Felibien von einem niederländi- schen Maler, der um 1630 in Paris unter S. Vouet's Aufsicht Pa- trons zu den k. Tapezereien fertigte. Dieser Maler, der histori- sche Bilder und Landschaften malte, heisst ebenfalls Friedrich, und passt der Zeit nach zu dem Verteidiger von vier radirten Blättern, wovon eines im Machwerk an Paul Brill, die anderen an N. Moyaert erinnern. Sie erschienen 1623 zu Rom, in zweiter Auflage 1625 und 1627 ohne Druckort, und dann 1650 zu Paris erschienen.
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