Say, William

Say, William, Kupferstecher zu London , wurde um geboren, und unter günstigen Verhältnissen zum Künstler herangebildet. Nach dem Vorbilde Bartolozzi's und anderer tüchtigen Meister suchte er sich anfangs in der zu jener Zeit noch sehr beliebten Punktier- manier auszubilden, und zeigte durch mehrere Blätter, dass er hierin Vorzügliches zu leisten im Stande sei. Später verlegte er sich fast ausschliesslich auf die Mezzotinto-Manier, und lieferte zahl- reiche Blätter, die den vollsten Beifall erwarben. Die Grabstichel- arbeiten dürften nur in ganz geringer Anzahl von ihm zu finden seyn, besonders auf Kupfer. Auch Stahlstiche haben wir von Say. Folgende Blätter geben eine Auswahl seiner Werke in Mezzotinto ,

  1. Wilhelm Friedrich, Herzog von Gloucester , nach Beachy, Feo fol.

  2. Mackenzie, Lieutenant-General, nach Harlow, gr. fol.

  3. Charles Dundas, fol.

  4. Charles, Graf von Gray, nach F. R. Say, Kniestück, gr. fol.

  5. Admiral Nelson, nach Beachy, das ähnlichste Bildniss die- ses Helden, , fol.

  6. Bildniss der Geliebten Rafael's, genannt die schöne Fraskai- mina, nach Rafael. Schwarz und in Farben, roy. fol.

  7. The virgin and child, with angels. Maria mit dem Kinde von Engeln umgeben, nach Murillo, gr. fol.

  8. Joseph and his Brothers. Joseph und seine Brüder, nach Northcote, gr. fol. 58

  9. Judgment of Solomon. Das Urtheil des Salomon, nach Nor- thcote, gr. fol.

  10. Cupido, nach Pickersgill, fol.

  11. Dorothea, Scene aus Don Quixotte, nach Clarke, 1802, gr. fol.

Queen Elizabeth und ihre Sekretrin: von Thomas Lawson.

Der glücklichste von allen: von Thomas Lawson.

  1. Abela in a whisper told by J. H.

  2. Otello mit Bianca in Venedig, nach der Originalkomposition des T. L.

  3. Othello mit Bianca in Venedig, nach dem T. L.

  4. Ein Bandit; eine Reproduktion, gezeichnet von Mrs. Gra f

  5. Seine Gattin; nach den Stahlstichen von Mrs. Grau.

  6. Fol.

  7. Petrarca, der seine Anhang an Laura verrät.

  8. Die verwundete Bandit wurde erfolgreich von Grazie geschützt, nach demselben Stahl gestochen.

  9. Sayer, F. B. Bildnisse von Lord William Hamilton und andere englische Großherren.

  10. Portraits seines Feindes; sie zeigen eine kriegerische Haltung.

  11. Durch Fleiß hatte Sayer bereits viele Mitglieder der höchsten Ränge porträtiert. Nach ihm zeichnete Sayer Charles Gray.

  12. Sayer stach auch Porträts.

  13. Othello, und in diesem Werke finden sich mehrere Blätter, die nur seinen Namen führen. Folgende Blätter werden daher unter dieser Adresse subribiert:

  14. Das Bildnis des Delphino.

  15. Das Bildnis der Prinzessin Ninoli.

  16. Mary Ann Boynton. In Schwarzkunst, fol.

  17. Eine Folge von englischen Schauspielern und Schauspielerinnen in ihren Rollen, gedruckt von R. Sayer et J. H.

  18. In lateinischer Magie, ein Alchemist / Philosophus in lateinischer Magie, von Thomas Lawson, fol.

  19. A Conversation, in der sich der Maler (J. van Steen) selbst zwei Frauen in der Nähe eines Mannes mit Pfeife vor eine Gruppe von Schülern vorstellt. Schwarzkunstabdruck, nach J. van Steen. Blackwood's Sammlung, gr. fol.

  20. The Dutchman. Nach J. van Steen. Ob. durch Sayer. 1827.

  21. Ein Bauer vor dem Pfarrhof, in Schwarz.

  22. Jemima und Pomona, abgedruckt.

  23. Zephyrius und Flora. In England.

  24. A Feast.

  25. Ruins of Rome. 12 Blätter. gr. fol.

— Sayter, D., s. Syder.

— Sayter, D. oder Sayter, A., Architekturmaler, wird von Kundmann im Promptuarium Vratislaviense, Vratisl. 1720 erwähnt. Er schreibt ihm sechs architektonische Ansichten und ein mythologisches Bild zu. In der Gallerie zu Pommersfelden soll die Ansicht einer Kirche von einem Künstler dieses Namens seyn.

— Saz, Fuente del, s. Fuente.

— Sbarlin, Antonio, Maler von Cremona, war Anfangs Schüler von Bernasconi in Mailand, ging aber dann nach Bologna, um sich unter Leitung des L. Passarelli weiter auszubilden. Nach Piacenza berufen beschäftigte ihn der Herzog Ranucei viel, später liess er sich aber in Mailand nieder, und starb daselbst 1701. Sbarbi malte verschiedene Darstellungen, fand aber als Thiermaler den meisten Beifall.

— Sblak, nennt Lacombe einen Architekturmaler, der selbst den P. Neefs übertreffen soll. Die Orthographie dieses Namens ist verdächtig; wir möchten glauben, es sei E. de Witte darunter zu vermuthen.

— Sbarassen oder Sbarusien, C. V., ein unbekannter Künstler, an welchen man ein Monogramm deutet, welches aus C. V. S. besteht. C. v. Breen soll nach ihm gestochen haben. Seiner erwähnt Brulliot,

— Scabari, Nicolo, Maler von Vicenza, blühte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Er malte in der Weise Bassanu's verschiedene Bilder, die in Kirchen der genannten Stadt und der Umgebung zu finden sind. Man muss ihn zu den guten Künstlern seiner Zeit zählen. Starb 1802, ungefähr 70 Jahre alt,

— SCAECIO, Carlo Giuliano, Architekt, geb. zu Pieve 1778, studierte unter Leitung des Andrea Vici, und machte sich in kurzer Zeit einen rühmlichen Namen. Er war in der Mathematik und besonders in der Hydraulik sehr erfahren. Ausgezeichnete Verdienste erwarb er sich um die Entwässerung der pontinischen Sümpfe, so wie er denn überhaupt nur als Ingenieur seinen Ruf begründen konnte. Als solcher stand er zahlreichen Arbeiten vor, für welche er reichen Segen erndtete. Im Jahre 1851 ernannte ihn der Papst an Astolfi's Stelle zum ersten Ingenieur. Scaccia starb aber noch in diesem Jahre. Als Gelehrter und Philosoph war er Mitglied mehrerer Akademien,

— Scacciani, Camillo, genannt Carbone, Maler von Pesaro, blühte zu Anfang des 18. Jahrhunderts. Im Dome seiner Geburtsstadt und auch in Privatsammlungen sah Lanzi Werke von ihm, die in etwas an die Carracci'sche Schule erinnern. Sein Hauptwerk ist der heil. Andreas Avellino im Dome zu Pesaro.

— SCACCIO, Andrea, Maler, geb. zu Florenz 1642, war Schüler von P. Dandini und L. Lippi, und besonders als Blumen- und Thiermaler geschätzt. Der Grossherzog von Florenz ertheilte ihm viele Aufträge; auch ins Ausland, vornehmlich nach England, gingen seine Bilder. Starb zu Florenz 1704.

— Pazzi sagt, dass drei von seinen Söhnen mit Ruhm in des Vaters Kunst gearbeitet haben.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_nAVVAAAAcAAJ/