SAVERY, Jan, Maler und Radierer , wurde 1507 zu Courtrai geboren,
und von seinem Onkel R. Roelandt unterrichtet, welchen er jedoch weniger zum Vorbilde nahm als den Jakob Savery. Es dürften in- dessen die Werke beider Künstler öfter mit einander verwechselt werden, so wie man auch in den meisten Schriften und Catalogen die- sen Jan statt des Jakub Savery 1602 sterben lässt. Er ist aber noch jener Hans Savery, der 1629 für das St. Hiobs-Gasthaus in Utrecht eine Landschaft gemalt hat, und erst 1635 daselbst starb.
Wir haben von diesem Johann Savery mehrere radirte Blätter,
aus welchen man auf den Inhalt seiner Gemälde schliessen kann.
Folgende Blätter dürften, wenn nicht alle, doch grösstentheils
von ihm selbst radirt seyn, Man kann sie fast alle zu den Selten- heiten zählen.
Das Tischgebet einer Familie vom Stande im Zimmer am Tische. In reicher Einfassung von Pflanzen, Früchten und Thieren in Hoefnagel's Geschmack. Jo. Savery inv. Corn. Nicolai exe. gr. qu. fol.
Eine ähnliche Composition, von acht Figuren: Felix o ter etc. Ohne Namen des Stechers.. Roub. de Baudou excud. s. gr. qu. fol.
Allegorie auf die Jugend und das Greisenalter in Familien- gruppen, und in ähnlicher Einfassung wie obige Blätter, mit lateinischer und angedruckter holländischer Schrift. Ohne Namen des Stechers mit R. de Baudou's Adresse, gr. qu. fol.
gest. 1639; in 12 vignettten 12 nob 12
Landschaft mit einem Wirthshause und drei Figuren zur 1 Rechten; im Vorgrunde ein Bauer mit seinem Weibe und ein Schwein. Links im Rande steht Nr. 3.
Landschaft mit zwei Häusern zur Linken, und im Vorgrunde dreı Schafe, welche von einem Hunde gebellt. Links im Rande Nr. 4.
Eine Folge von sechs numerirten Gebirgslandschaften mit Gebäuden und Figuren, alle auf einem Blatte. Bezeichnet J. Savery fecit; N. de Clerec; exc.; qui fol. ut / fol. 10. Ein solches Blatt war im Winkler'schen Cabinet genannt, die vorhergehenden drei Blätter sind wahrscheinlich Theile desselben. 4.
Landschaft mit einer alten Kirche und Gebosch umzogen; am Wasser wird ein Hirsch gejagt. J. Savery fecit. H. h. & (Hondius) exc. 1602. Schönes Blatt, dieselbe Composition, welche auch als radirt ist; aber von der Gegenseite, qu. fol.
- Das Innere eines Waldes, wo ein Hirsch durch's Wasser getrieben wird. Eben so bezeichnet, wie obiges Blatt; eben- falls von Jakob Savery radirt, aber von der Gegenseite, qu. fol.
- Vier Blätter nach Teniers, rechts Häufe zu'n ä vor denselben Figuren: a) Tanz vor dem Wirthshause, b) drei im Gespräch; c) vier Bauern im Gespräch; d) der vor dem Weibe unter der Thüre. Mit dem Monogramme J. S. und F., aus F. v. Wyngaerde's Verlag. H. 32,3–4 L., Br. Savery, Ruylant, Landschafts- und Tiermaler, wurde zu Courtrai geboren, und von seinem Vater in den Anfangsgründen der Kunst unterrichtet. Er sollte sich auch dem beschränkten Genre desselben widmen; allein Ruylant suchte die ängstliche der väterlichen Kunst ein, und begab sich bei Haring Bol zu Amsterdam in die Lehre. Hier widmete er sich mit Eifer der Landschaftsmalerei, und gefiel sich besonders in Darstellung der wilden Natur, Gebirgsgegenenden mit reissenden Strömen, Wasser- fällen, die über und durch Felsen sich stürzen; zogen ihn Beson- ders an. Er malte indessen auch freundlichere Gegenstände mit Fi- guren im Costume seiner Zeit, und besonders Landschaften und bergige Gegenden mit Thieren. Er führte seine Bilder mit grossem Fleisse aus, wie P. Brill und Breughel, nur, herrscht in seinen Gemälden das Blau zu sehr vor. Übrigens aber, gehört Savery - zu den geistreichsten Künstlern seines Faches, der in der Auffassung der wilden Natur und des Thierlebens Ausgezeichnetes geleistet hat,
Savery arbeitete in seiner früheren Zeit in Frankreich, wo Heinrich IV. an seinen Bildern grosses Gefallen fand; sowie Kai- ser Rudolph I, welcher ihn nach Prag berief. Hier sah man zahl- reiche Bilder von Savery, darunter mehrere Ansichten aus Tirol und Friaul; die der Kaiser nach der Natur malen liess. Auch eine bedeutende Anzahl von Zeichnungen führte er für den kunstliebenden Monarchen aus; Mehrere dieser Rudolphischen Kunstschätze sind jetzt in Wien; Nach dem Tode des Kaisers begab sich
der Künstler nach Utrecht, wo er 1659 starb. J. Meyssens stach das Bildniss dieses Meisters.
Im Museum im Haag ist eines seiner Hauptwerke, welches Orpheus vorstellt, der durch die Zune seiner Lyra die Thiere be- zaubert. Eine solche Darstellung findet man auch in der Gallerie des Herzogs von Marlborough in England, und in der Gallerie zu
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Eine ziemliche Anzahl von Gemälden dieses Meisters sind (auch im Stiche bekannt, und darunter nennen wir vor allen die grosse Hochgebirgslandschaft, zur Linken mit malerisch geformten Felsen, Wasserfällen, Eisenhämmern und weiter Thalserne und weiter der heil. Hieronymus, gestochen von Isack Major, Viennae 1622. Dieses ist ein kostbares Hauptblatt der älteren Manier. J. Vagner hat es von der Gegenseite copirt. M. C. Prestel stach nach einer Zeichnung die Gebirgslandschaft mit einem Schlosse und weiter Ferne, in Kreidemanier. Von J. Balzer haben wir eine Waldpartie auf der Höhe, ein Quartblatt von 1785, und Magdalena de Passe lieferte zwei Gegenstücke, welche die Geschichte des Propheten Elias in der Wüste vorstellen. Ein drittes Blatt dieser Künst
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