Sart, Cornelis du, oder Dusart, Maler und Kupferstecher ,
wurde 1665 zu Harlem geboren, und A. van Ostade zählte ihn zu
seinen besten Schülern. Er kommt indessen dem Meister nicht ganz
gleich, obgleich Du Sart in derselben Richtung ebenfalls Vorzügliches
geleistet hat. Er entnahm seine Darstellungen dem Kreise der kleineren Volksklassen, und verlieh seinen oft ziemlich gemeinen Figuren die grösste Wahrheit des Ausdruckes, ist aber hierin im-
mer noch edler als Ostade. In der malerischen Behandlung steht
er unter diesem, seine Färbung ist aber rein und wahr. Auch in der Perspektive zeigt er grundlegend Kenntnisse. Werke dieses
Meisters findet man sogar in ausgezeichneten Galerien, sie dürf-
ten aber nicht sehr häufig seyn, obgleich Du Sart ausserordentlich fleissig war. Diess soll die Ursache gewesen seyn, dass sein ohne-
hin schwächlicher Körper schon im 39. Jahre, 1704, unterlag. Im
Museum zu Amsterdam sind sehr schöne Gemälde von ihm, wo- von eines für eines seiner Hauptwerke gilt. Der Fischmarkt mit
vielen Figuren wurde aus dem Cabinet G. von der Putt für 1600
Gulden, gek: d zweı Dorffeste zu 660 und 700 Gulden.
Eine etliche Gemälde sind im Stiche bekannt. P. Schenk stach die fünf Sinne in schwarzer Manier; dann dieser und J.
Olis den alten Mann, der ein Mädchen vasiren will, und die
Frau, welche den alten Mann barbieret, die anderwärts dem Du
Sart selbst beigelegt werden. J. Goule stach neben den schon im
Künftten Bande erwähnten Blättern auch eine Gruppe von vier Figuren in Mezzotinto. Rechts hält eine Frau das Licht, und
gegenüber sitzt ein türkischer Bauer. Dieses Blatt hat die Schrift: Wel heer — — leven, und ist daher nicht mit der glei- chen, aber gegenseitigen Darstellung zu verwechseln, auf welcher ein Vers aus Juvenal's Sat. 10 steht: O qualis facies etc. Diess ist, ein sehr schönes Schwarzkupferblatt von Dusart. Auf einem anderen Blatte schabte Goule einen betrunkenen Bauer, welcher vo- mirt, während ihm ein Knabe die geöffneten Beinkleider hielt. J. Goule stach dann auch das Bildnis des A. v. Ostade nach C. du Sart, worunter Füssly den Carl du Sart, vermuthet. Zwei gesto- chene Blätter: eine Alte mit dem Glase und ein nüchterner Bauer,
beide in halber Figur, sind von M. Pool. W. Baillie radirte auf
zwei Blättchen einen stehenden Bauer, welcher in das Glas ein- schenkt, und einen rauchenden, am Fasse sitzenden Bauer. K. Dan-
det stach Bauern am Tische und einen Leiermann vor ihnen. Ein
Brunkenes Weib unter der Laube und ein Bauer mit der Pfeife vor ihr, Zeichnung aus Basan's Cabinet, ist in Zeichnungsmanier gestochen, gr. fol. Zwei andere kleine Zeichnungsimitationen sind im Werke von Ploos van Amstel: Bauerinweib mit dem Kinde, und das Schweinschlachten im Hofe. Bertaux radirte ein Blatt mit einem Dorfmusikanten. C. N. Varin copirte den grossen Dorfmarkt nach Dusart's Blatt, mit dem Beisatze: Giul. Deschamps p. Der Titel dieses grossen Blattes ist: Les Spadassins en Föte de village. Ein anderes grosses Blatt stellt zankende Bauern am Dorffeste dar, bezeichnet: A Paris chez Basan. Von Browne und Woullet ist ein grosses, schönes und seltenes Blatt nach einem der vorzüglichsten Gemälde du Surt's aus dem Cabinet Reynoulds. Es stellt spielende
Bauerbuben dar, unter dem Titel: The Peasants of the Spadassins. Der Pendant
C. Du Sart hat selbst eine Anzahl geistreicher Radirungen hinter- lassen, die er mit der trockenen Nadel und dem Stichel zierlich vollendete. Bartsch P. gr. V. 466 f. beschreibt 16 solche Blätter. Eine andere Abtheilung bilden die Blätter in schwarzer Manier, die ebenfalls mit größter Sorgfalt vollendet sind. Bartsch schreibt ihm 25 solcher Blätter zu, andere noch mehr, aber theilweise mit Unrecht, wie jene, welche Gole nach Dusart's Zeichnungen ausgeführt hat
Diese Blätter ähneln zwar denen unsers Künstlers, haben aber in der Zeichnung etwas Steifes, und im Machwerk zu viel Mechanik, als dass man sie dem Du Sart zuschreiben kann. Die Arbeiten des Letzteren sind in dieser Hinsicht nicht ganz kunstgerecht, in der Zeichnung aber von gewohnter Originalität. So behauptet Bartsch; allein Gole hat 6 Blätter geliefert, die nicht geringer sind, als jene von Corn. du Sart, wie die fünf Sinne nach J. Steen. Gole stand mit unserm Künstler in genauer Verbindung; er voll- endete einige der von Du Sart angefangenen Platten, gab sie her- aus, u. d. W.
Bei der Bearbeitung des folgenden Verzeichnisses legten wir
den Peintre graveur von Bartsch zum Grunde, und banden da- mit die Zusätze in R. Weigel's Supplements au peintre graveur. Leipzig 1843. p. 353 ff. Weigel kennt mehr Abdrücke als Bartsch, und dann fügt er den 41 von Letzterem beschriebenen Blättern noch mehrere andere in schwarzer Manier bei, so dass sich sein Verzeichniss auf 60 beläuft. Daran schliesst sich ein Anhang von 18 Blättern, die Rechberger im Cabinet des Erzherzogs Carl dem Du Sart beilegt. Wir setzten auch einige Füsse der vorzüglich- sten Blätter bei,
- Die Schreier im Wirthshause. Der eine, im kalber Figur am Tische, en face, hält mit der Rechten ein grosses Glas empor, und mit der anderen den Krug. Der andere, im Grunde rechts, hält beide Arme empor, und links raucht ein Bauer. Am Tische steht Corn. du Sart. f. 1603. H. 3 Z. 8 L.,
Weigel kennt folgende Abdrücke:
I. Werlig vollendet, vor dem Namen des Meisters. II. Von Bartsch beschrieben, mit den Namen. Bei Weigel 23 Thl. Andere Taxation 7 Gulden, III. 15 i. s. i. t. ins Oval geschmitten, Rechts unten: Cor,
- Der Schnippsenschlager (L'homme faisant la Gueule,) Brust- bild eines lachenden Mannes, en face, mit einem runden Hut und mit erhobener Rechten, im Oval. Quem media fides ju- vat. Nach unten links sind die Buchstaben: C. d. S. f. H.
Dieses sehr seltene Blatt erklärt Weigel als Arbeit von G. Schalken. In Walker's Facsimiles of Painters Etchings ist eine Copie,
- Die beiden Sänger in der Schenke am Tische. Der eine im Profil nach links, hält ein Blatt Papier, der andere ihm zur Seite, hält die Pfeife empor. Im Grunde links steht: Cor, du Sart f. 1603. Sehr leicht geradirt, H. 3 Z. 10 L., Br. 3 Z. 7 L.
- Von der viereckigen Platte. Bei Weigel 2 Thl. 18 Gr.
- Dieselbe Darstellung mit einigen Veränderungen, noch zarter und sorgfältiger. Rechts oben hängen zwei Krieger, im ersten Blatte nur einer. Dann ist die Platte größer. H. 4
Z. 1 L., Br. 3 Z. 11 L. Taxation in einem Münchner Auk- tionskataloge 21 Gulden,
Der lustige Trinker am Fasse sitzend, mit der Linken die Pfeife, mit der anderen ein großes Glas emporhaltend. Ue- ber dem Fasse im Schatten steht: Corn. du Sart 1685. H. 4 Z. 6 L., Br. 4 Z. 4 L. Dieses Blatt ist äusserst selten.
Die beiden alten Sängerinnen. Die zur Rechten sitzende drückt einen großen Krug an die Brust, die andere hält in der einen Hand das Glas und in der anderen den Krug. Am Sessel steht: Corn. du Sart f. 1685. H. 4 Z. 2 L., Br. 4 Z. 1 L. Dies ist das Gegenstück zu obigem Blatte, und sehr
selten. Bei Weigel 6 'Thl. Anderweitige Taxation eines superben Abdruckes 133 fl. 30 kr.
Das trunksene Paar. Die Bäuerin hält Krug und Bouteille, und der sie führende Bauer die Mütze in der Rechten. In dem im Hintergrunde liegenden Dorfe sieht man mehrere Figu- ren. Links unten steht: Corn, du Sart f. 1685. H. 4 Z. 8 L, Br. 3 Z. 10L
Der stehende Geiger, rechts vor dem Tische, an welchem
fünf Bauern trinken und singen. Im Grunde sind Häuser
vor einem derselben mehrere Figuren am Brunnen. Un-
ten links steht: Cor, du Sart f. 1685. Flüchtig aber sehr geistreich radirt, H. 5 Z., Br. 42.8L.
Dieses Blatt ist sehr selten, so wie die Gegendrücke, welche sich davon finden. Bei Weigel 8 Thl. Ein Gegen- druck 53, Thl. Ein prächtiger Abdruck in einem Münchner Auctionsverzeichnisse auf 30 f. taxirt.
- Der Kuss. Ein Alter umhalselt ein altes Weib und küsst es. Im Grunde sieht man links ein Zelt, unter welchem mehrere Figuren am Tische sitzen, Unten steht: Corn. du Sart f. 1685. H.5 Z. 01., Br. 4 Z. 5 L. Ein prächtiger
Abdruck in demselben Verzeichnisse, wie oben, auf 38 fl. taxirt.
- Der Hahnrei, das gleichgrosse Gegenstück zu obigem Blatte. Die junge Bäuerin nimmt von ihrem alten Manne Abschied, der ihre rechte Hand fasst, und zugleich dem Geliebten die Hand reicht. Links unten: Corn, du Sart f, 1685.
Es gibt sehr seltene Gegendrücke,
- Der tanzende Hund, links vor dem Hause, aus welchem die Bäuerin mit dem Kinde blickt. Neben dem Hundsführer sitzt ein Knabe auf dem hölzernen Pferde, und im Grunde sind andere Kinder. An der Stufe steht: Corn. du Sart 107 5.
Flüchtig aber sehr geistreich radirt. H, 6 Z. 2 L., Dr. 5 Z. 5L.
- Der Schröpfkopf (Hopster). Im Innern eines Zimmers sitzt rechts ein Weib, welchem eine Alte am Fusse schröpft. Hin- ter ihr richtet ein Mann ein chirurgisches Instrument zu- recht. Links unten: Corn, du Sart f. et inv. 1695. Im un- tercn Kande stehen zwei holländische Verse: Zet yy de Llivp-
Cornelis du Sart.— Dusart; u L.; Golz, Bxe.; Amstelod 14 Lag Brc 6 Z. 4 L. 1 Vor der Schrift, unten: Bx7 . Vor Gole's Adreß: 1697 IV. 1685. vori; Y »„; ?„_‚ " ı bereits in ute Abdrücke für P 'vor der Schrift
vor Betrug auf der Hut. SCYR,
m beßchriebene Bei Abdrücke, als ganz gingen noch sie wurden oft E. muss daher
/ Hut 6 Z. 2 L. und
it 2. W E tte'sgnen Abdrücke.
) Der Dorfbader (Heelmeeater), welcher einem Bauer die Wunde am Arme untersuchen will; während sein Weib im Gründe links die Hände ringt. Unten steht: Corn. du Sart ge. cet inv. 1695. Im Rande stehen zwei Verse: De Duyvel Meester Häns et.1 Das Gegenstück zu obigem Blatte, und in gleicher Grösse. Weigel kennt folgende Abdrücke:
- Vor der Schrift im Rande.
- Vor Gole's Adresse: 1697. III. Mit derselben, auch Bartsch bekannt, Bartsch 2 Thl. IV. Neuere Abdrücke mit ausgekratzter Adresse, wie oben. V. 1685.
) Der Schuh iron, Den Vennarde Schoen J. Gole; ein Weib stehend Geselle einen Schuh anzieht. Im Grunde sind.
- und 2. Rand, Br. 6 Z. 6
Gengcl nennt folgende Abdrücke:
Vor Gole's Adresse: 1707 III. Mit dieser Adresse, auch von Bartsch, nach seiner Ansicht; erste Abdrücke, 1 Thl. 36 gr. IV. Neuere bekannt als ausgekratzte Abdrücke, erklärt risch als die zweiten. V. 1685.
vor der Schrift, im Rande und am unten selten.
- Der schreiende Bursche in der Schenke mit ausgestrecktem linken Beine. Rechts sind um den Kamin mehrere Männer, ein Weib und Kinder versammelt. Besonders bemerklich macht sich rechts vorn ein fröhlicher Bauer, der, mit den Händen an den Hüften, an der Musik lebhaften Antheil nimmt. Auf dem am den Camin gelehrten B Corn. du Sart f. 1685. Im Rande Rusticus animo , non man : non . pullus. Igitur gaudeat. C. du Sart überging nach der Aet- zung die Platte mit der Wiege, (Graniren), wodurch die Abdrücke eine leichte graue Tinte erhielten, H, 10 L 2 L., Br. 8 L. Weigel bemerkt folgende Abdrücke:
- Reine Aetzfläche, in ausserst wenigen Exemplaren.
- Vor der vollendeten Platte, bevor die Wiege darüber gegangen, Solche Abdrücke kannte auch Bartsch. Sie werden auf 44 Gulden taxirt und eher selten. In einer 1844 zu München abgehalte-
- Die Bauernkermess (De Kermis, la grande foire), eines der reichsten Blätter des Meisters, wovon die Originalzeichnung in der Sammlung des Erzherzogs Carl sich befindet. Die Straße ist mit vielen Figuren besetzt, worunter sich die tan- zende Bäuerin mit zwei Bauern besonders bemerklich macht. Im Grunde rechts ist ein Theater mit Springern, links unten am der Bank steht: Corn. du Sart fc. 1685. H. 9 Z. 2 L., Br. 4 Z. 2 L.
Weigel beschreibt zweierlei Abdrücke dieses Hauptblattes:
- Ein weniger vollendeter Ätzdruck, fast so schön wie die oben genannte Originalzeichnung. Dies ist vielleicht ein Nicum.
- Von der vollendeten Platte. Dabei muss die Priorität be- rücksichtigt werden. Die von Basan gezogenen Abdrücke sind noch gut, im Vergleiche mit den modernen. Die Platte existirt noch. Bei Weigel 3 Thl. Blätter in schwarzer Manier.
Der lesende Greis, sitzend, im Kniestück. Er hält eine Schrift, in der Linken und eine Bouteille in der Rechten. Links oben steht: Corn. Dusart f. et Inv. Selteneres Blatt. H. 7 Z. 2 L., Br. 5 Z. 8 L. Vgl. S. das Gegenstück Nr. 40.
Der Dorfbader, welcher einem jungen Manne den Bart ab- nimmt. Dieser sitzt links im Sessel nach rechts gerichtet. Links unten an der mit Gläsern beladenen Bank steht: Corn. Dusart f. et Inv. H. 6 Z. 4 L., Br. 7 Z. 7 L. Dieses sehr seltene Blatt wurde von J. Gole und P. Schenk copiert. Sie haben beide ihren Namen auf die Copie gesetzt, nur bei Abdrücken vor der Schrift könnte man irre geleitet werden. J. Gole's Copie wertet Weigel auf 2 Thl. 12 gr.
Die offerirte Prise. Links sitzt ein Mann an der Stufe der Hausthüre, und reicht einem gegenüber auf dem Stuhle si- tzenden andern Bauer Tabak; der ein Glas emporhebt. Dane- ben ist auch ein Fiedler. Links unten: Corn. Dusart pinxit
.. et fecit 1685. Sehr seltenes Blatt. H. 11 Z. 3 L. und 7 L. Rand, Br. 9 Z. 7 L.
20 - 31) Die 12 Monate, groteske Bauernscenen, Folge von
12 Blättern, aber vier derselben von J. Gole vollendet, die Monate Februar, April, Juni und December. Corn. Dusart
Pinxit et fecit, J. Gole ex, Amstelodami cum Privilegio. H.
; 7 Z. 4 L. mit 7 L. Rand, Br. 5 Z. 8 L. Seltene Meister- stücke. Weigel kennt zweierlei Abdrücke:
Vor der Schrift, als Probedrücke zu betrachten, und eben- desswegen äusserst selten,
Mit der Schrift: Es steht auf jedem Blatte der Name des
Monats in lateinischer Sprache, und der Name des Stechers und Verlegers. R. Weigel wertet diese seltene Folge auf 30 Thl. Einzelne Monate auf 3 Thl. 8 gr.; diese vor der Schrift.
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a) Ein Bauer, welcher Die drei Figuren sind von Dusart. 20):1) Jan. Drei Knaben, mit dem Dreikönigs-Stern. Dies ist das Titelblatt. Les XII Mois de l'année. Von Cornelis Dusart graviert und von J. Gole priviligiert, Druckerei in Holland und West-Friesland zu Amsterdam. 21) 2) Febr. Ein Bauer auf der Strasse tanzend mit einem Mädchen mit zwei Knaben. C. Dusart inv. J. Gole exc. Amstelod. cum Privilegio. 22) 5) März. Der Bauer und sein Weib werfen die Bauern mit Schneebällen. Dusart inv. er fec. J. Gole ex. Amstelodami cum Privilegio. 23) 1) April. Der Jäger. Das Mädchen in der Schenke. C. Dusart inv. J. Gole exc. Amstelodami cum Privilegio. 23) 5. Der Gärtner mit dem Kinde. Cornelius Dusart pinxit. J. Gole exc. cum Privilegium Amstelodami.
- Drei kleine Mädchen. Les enfans de la pentecôte. Dusart inv. J. Gole exc. Amstelod cum Privilegio.
- Mai. Bauer bei der Heuerndte. Cornelis Dusart pinxit. fec. et inv. J. Gole exc. Amstelodami cum Privilegio.
- August. Bauer und Bäuerin im Reis. Cornelius Dusart inv. et fec. J. Gole exc. cum Privilegium Amstelodami.
- September. Bauer mit Früchten. Cornelius Dusart fec. et inv. J. Gole exc. cum Privilegio Amstelodami.
- Oktober. Drei Trinker im Keller. Cornelius Dusart pinxit. inv. J. Gole exc. Amstelod. cum Privilegio.
- November. Bauer stechen ein Schwein. Cornelius Dusart fec. J. Gole exc. cum Privilegio Amstelodami.
- Ein Bauer und die Ehe auf dem Eise. C. Dusart inv. J. Gole ex. Amstelodami cum Privilegio. 32 - 37) Die Pest. Planches concernant la prise de Namur par Guillaume de England, den 2. Sept. 1695. Folge von 6 Blättern, die anschaulich beschreibt. Dazu aber noch ein kleiner Nachtrag in der Nummer 42. nach der aufzählender zwei verschiedene Abbildungen. Mit der Schrift von Baethgen. Er vor Freude tanzt und den Hut schwingt. Im Rande: Communita gaudia. — Dann sechs holländische Verse: Dat hee eerst etc. C. Dusart inv. et fec. J. Gole exc. Amstelodami cum Privilegio Ord. Holl. et West-Frisine. H. 8 Z. mit 6 L. Rand, Br. 6 Z. 6 L. Bei Weigel 3 Thl.
- b) Der Lütticher Markt mit der Rakete. Vredef beter als overwinning. C. Dusart inv. et fec. J. Gole exc. H. 8 Z. 9 L. mit 4 L. Rand. Breite 6 Z. 6 L. Bei Weigel 3 Thl.
- c) Die Orangerie. Ein Alte mit Senf und Stock und einem Blatt Papier, worauf eine Orange gemalt ist, mit der Devise: Orange in 't hart. — Im Rande: Præclara profana. De zege is etc. C. Dusart et J. Gole exc. H. 8 Z. 6 L. mit 8 L. Rand, Br. 6 Z.
- d) Die Theeverkäufer mit Topf und Kistchen, worauf steht: PUYRK 'N 11 ESE. Im Rande: Vrolijke Tryn. Geluk heb ik etc. Dusart inv. J. Gole exc. H. 8 Z. 6 L. und 7 L. Rand, Br. 6 Z. 7 Z. Bei Weigel 3 Thl.
- e) Die Lustfeuerwerkerin. Mit beiden Händen eine Rakete emporhaltend. Im Rande wird das Feuerwerk abgebrannt.
F) Der Ostindienfahrer, tanzend mit der Pfeife im Munde, Mutze und Bouteille in der Hand. Im Rande: 'Oostindien- vaarder. Eben so bezeichnet und in gleicher Grösse,
Der Hühneraugen-Operateur, tanzend mit erhobem ver- ziertem Stocke, während zwei Knaben herankommen. Im Rande: Siet hier hebje ete. C. Dusart inv. et fec. J. Goule ex. H. 82. 6 L. und 9 L. Rand, Br. 6 Z. 7 L.
Man kennt folgende Abdrücke:
I. Probedruck, ohne Schrift, ohne die mit Glasscheiben ver- sehene Öffnung über der Thüre des Hauses rechts im Grunde. Die Bäume und der Thurm gegenüber fehlen, so wie die Wolken. Alles dieses bemerkt man im spätern Drucke vor der vollendeten Platte,
II. Mit der Schrift, wie oben von Bartsch angegeben,
Der Harlekin, tanzend mit der Leiter auf der Bühne, in Ge- genwart von mehreren Zuschauern. Corn. du Sart fec. et inv. Im Rande: Harlequin. Links: J. Gole ex. Amstelodami cum Privilegio. H. 82. 7 L. und 8 L. Rand, Br. 9 Z. 6 L.
Probedrucke vor der Schrift, Mit der Schrift, wie von Bartsch beschrieben.
Die Lotterie von Grottenbroeck. Ein Trompeter mit Thee- topf und Zettel schreitet in Begleitung eines Mannes links an einem Hause vorüber, an dessen Thüre ein Weib seine Verwunderung ausdrückt. Rechts kommen Bauern herbei. Im Rande: Lottery van Grottenbroeck, Vertuunende met wat Vreygd de considerabele Pryzen tuys gebrogt worden, C. Du- sart inv. et Fecit. J. Gole exc. Amstelod. cum Privil, H. 9 L und 9 L. Rand, Br. 7 Z. 3 L.
Im Rigal'schen Cataloge werden dreierlei Abdrücke ange- geben, wovon aber die beiden ersten nur als seltene Probe- abdrücke zu betrachten seyn dürften.
Ohne Schrift, aber mit den Ornamenten am Theetopf. Die
Häuser und der Thurm rechts fehlen. Höchst selten.
II. Ohne Ornamente am Topfe, aber mit den Häusern und dem
Thurme im Grunde;
III. Mit der Schrift, wie oben von Bartsch beschrieben. Bei
Weigel 4 Thlr. Die Sieben, eine politische Carrikatur. Der Narr reitet auf dem Esel, und ein Knabe mit Stelzfuss und einem Stiefel statt der Haube auf seinen Schultern. Er hat ein Vorlegschloss am Munde und eine Wurst in der Rech- ten. Der Narr fasst ihn beim Fusse, während er die Pfeife mit der rechten Hand hält. Der rechts neben ihm gehende Mann hat eine Laterne auf dem Kopfe und ein Ferkel unter dem Arme. Diese drei Figuren, dann der Esel, die Eule auf seinem Halse und das Ferkel machen sechs aus, und das siebente Wesen ist wohl der Blasebalg, der am Esel hängt, und mit dem Zahlzeichen VII. versehen ist. Man liest da
auch: Nos sumus septem. Dasselbe steht rechts und links
auch in französischer, englischer, deutscher und hollandi- scher Sprache, Ganz unten: C. Dusart inv. J. Gule ex. Am- stelodamii etc. H. 8 Z. 9 L. und 9 L. Rand, Dr. 9 Z. 7 L.
Seiten 48 Cornelis van Duyn 27
Bei diesem Blatt Copie Originals; die nach Weigel von Goethe er nicht; an der Seite dem genan von einer anonymen Kupfer der Gegenseite.
Vom Original gibt es noch folgende Notizen,
- Probedruck vor der Schrift ohne die von Bartsch genannten Aufschriften und/ohne Namen; zweite Tafel.
- Wie oben von Bartsch beschrieben;
- Falschung der Blätter von Menke, von Weigel beschrieben.
- A. Der mit seiner Gehülfin tanzende Tänzer Im Grunde sind Schiffe auf dem Meere, und im Rande steht: Gelyk van zand, is welk gepaard. C. Dusart und, J. Gole exc. Amstelo- dami cum Privilegio H 9 Z. — Bei Wei- gel 3. Thl. 37 und ist das Gegenspiex zu Nr. 3510. Bartsch spricht von dem Teil in Bartsch spricht
Dieses Blatt gehört zur Folge: II. Probedruck ohne Schrift — und oben 11. Wie oben beschrieben. 43 — 46 A. Die vier Lebensalter des Menschen, vier Com- positionen im Geschmacke des J. Thé, 10 Folgn von 4 Blät- tern. Im Cataloge des Graf Rımer beschrieben, wie unten folgt. Sie kamen heraus. H. 9 Z. 4 L. und 7 L. Rand, Br. 62
- Probedruck vor der Schrift II. Mit dem Namen des Stechers Dusart; aber ohne die Inschrift. III. Mit Inschrift. Weigel
- Die Kindheit. Ein sanftes Mädchen, das ihm ein junges Mädlchen bringt, zwei Gehülfen kommen mit Äpfeln. Les Ages de la vie, humaine, terminé par J. Gole, et de West-Frise. Um den Rand: Les Quatre Ages de la vie humaine, dusart et Hollandaise. Französische Verse.
- Die Jugend. Ein Jungling im Schatten vor der Schenke; rechts in der Ferne umarmt ein Baum sein Weib. Im Rande: La Jeunesse, 2. Age, und zwei franzö- sische Verse.
- Das Mannsalter. Ein Mann zählt Geld und die Frau holt Goldsäcklein und zwei Säcke herbei. Im Rande: L'äge viril. 3. Age, und zwei französische Verse.
- Das Greisenalter. Ein Greis am Feuer sitzt. Im Rande: La Vieillesse, 4 Age, und zwei französische Verse.
A. Die an einem runden Tische sitzende Bäuerin mit Glas und Hund. Hand und Hundsend Composition. rt fecit 1683. 7 L. Rand, Br. 5 Z. 2 L.
Probedruck ohne Schrift; vielleicht einzig.
Die Abbildung einer Figur eines Weibes mit offener Brust und hängenden Brüsten. Oval. H. 9 Folgn L. mit 4 Z. Rand, Br. 13 Z.
Dieses Blatt gilt für eines der seltensten des Meisters.
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- Der lachende Bauer im Sessel sitzend mit der Pfeife in der Rechten, die Linke an der Lehne des Stuhls, Er schaut nach folgender Inschrift links oben: Corn. du Sart fecit, H. 7 Z., Br. 5 Z. 5 L.
Dies ist das Gegenstück zu Nr. 17. und eines der schön- sten Blätter des Meisters. Weigel wertet es auf 9 Thl. 16 gr.
50—54) W Die fünf Sinne, Folge von 5 Blättern, mit Auf- schriften: "I"Gesicht, "I"Gehör, I"Gefühl etc. C. D. fecit. H. 8 Z. 6—8 L., Br. 6 Z. 7—11 L.
Diese Blätter kommen sehr selten vor, besonders in gan- zer Folge. J. Gole hat sie von der Gegenseite copiert, und bezeichnete die verschiedenen Sinne in französischer Sprache,
55—56) W. Die halben Figuren eines Bauern mit der Pfeife in der Hand, und einer Bäuerin mit der Branntweinfasche. Oben im Rande: C. Dusart fecit,
Weigel glaubt, dass diese kleinen Blätter fast einzig seyen, In den Katalogen N. Markus und van Coehoorn kommen sie vor.
57—60) W. Mönche mit Weibern und Mädchen; eine Folge von 4 Blättern in runder Form, die vollständig von keinem Kupferstecher beschrieben werden; In den Sammlungen von M. N. Markus und Dussen waren drei Blätter dieser Folge, aber vor der Schrift. Es könnten folgende Blätter zu dieser seltenen Folge gehören, wenn sie nicht Bestandteile des Nr. 61. erwähnten Werkes sind.
a) Ein Mönch in der Celle (?). Monachus in claustro non va- let ovare duo. Unten die Verse: Les Moines dans leur convent au lieu de songer a sa gloire ne'pensent qu'ä fumer et boire ou a batir sur le devant, Kleines Rund.
b) Ein Mönch und ein Weib bei Trink- und Esspult. Rund, Durchm. 5 Z. 2 L. Plattenrand H. 6 Z. 11 L.
c) Ein Mönch überfällt ein Weib, Rund, in gleicher Grösse.
d) Ein Mönch bei einem im Lehnstuhle sitzenden und hbe- tenden Weibe stehend. Rund, Durchm. 5 Z. 6 L. Mit viereckigem Rand, in dessen rechter Ecke die Nr. 4 steht. In der Ecke rechts unten, von der zweiten Randlinie ge- bildet, steht: Pictor Persoy Excudit. Plattenrand, I. 7 Z. 3 L., Br. 5 Z. 9 L.
Diese drei letztern Blätter nennt Weigel in seinem Kunst- katalog Nr. 7411 und 7412. Lit. b) und c) wertet er auf 2 Thl. 12 gr., Lit. c) auf 1 Thl. 12 gr. 61) Les Heroes de la Ligue ou la procession Monacale conduite par Louis XIV, pour la conversion des Protestans de son Royaume. Paris chez Pere Peters ä l'Enseigne de Louis le Grand 1601. Dann:
Le Renversement de la morale chretienne par le desordres de monachisme.
Die Originalausgaben der genannten seltenen Werkchen mit Blättern in runder Form erschienen in Holland. Sie dürf- ten nach Weigel von J. Gole unter Mitwirkung von C. du Sart und P. Picart geschabt seyn. Picart könnte sie edirt haben,
In mehreren andern Cabinets dem Nagelberger beiliegt. a) Die Bauernfamilie, der Bauer sitzt links in seiner ärmlichen Hütte mit Krug und Töpfer in den Händen, und an seiner Seite das Weib mit Kind an der Brust. Im Grunde steht eine hölzerne Pforte aus. In einer offenen Thüre H. 72 Z. b) Links sieht man, wie der Bock sich gegen ihn lehnt. Raum für die Inschrift. Linien breit, H. 42 Z. c) Die lustige Gesellschaft dazu sind lachend aus der Mitte im Vordergrund der Bode trinkt; ihm hält ein Weib zu der den Hund abwischt. Der breit., H. 10. Z. Br. 78 3 d) Eine satyrische Darstellung:
Bauern und sechs Per- sonen am Tisch versammelt und mit seiner kronenähnlichen Kopf- kette großes Glas. Rechts neben dem Knaben auf dem Schooße, für die Schale ist 10 L. in der Nacht Wachter mit der Laterne an seiner Seite hält aus der Rechten eine lang- gestielte Bogenfackel, die an einem Stocke befestiget ist. Zur Linken hält ein Knabe lachend eine brennende Fackel und reizt zwei andere Kinder. Dieses Blatt hat die Inschrift: «Torio ypublica». Dann kommen zwei abgesetzte niederländische Verse: Als de vuyl bewaard, «Bogaard». Unter dem Texte steht: «C. J. de J. de Gole Exc. Amsterdam». «Conc. à privil. 30 ord. Holl. et West- Frisiae, H. 9 Z. e) Eine andere satyrische Darstellung. Ein Mann, Tambour, mit einem breiten Stab führt, hält mit der Linken einen grässigen Fokal mit der Rechten eine brennende Fackel. Die Excurs. H. 9 Z. «Conc. à privil. 30 ord. Unter dem anderen auf den: Juris den Knabe mit dem hin- ten Theile seines Bie Nase putzt. Im Rand oben Weib und ein Schwein die Gruppe.
g) Die Hühnerbäue. In der Mitte der Composition sieht man vor dem Hof einen Mann mit einem Karren, ein Mädchen mit einem Korbe auf dem Kopf und einer großen Laterne, darüber einen Knaben reicht. Zu 4 L. Br. 120 0 L. g) Das verliebte Paar. Der Bauer mit zwei Pedern am Hute zieht ein Mädchen zum Bette. g) Der Bettler. b) wie.
k) Das Weib, welches einen alten Mann rasirt. Sie stützt das linke Bein auf das rechte des auf der Bank sitzenden Mannes. Hier und da sind Apotheker- Utensilien in der Stube, Im Rande ist die Schrift: De Man moust Barbiren, H. 9 Z. 5 L., Br. 6 Z. 5 L.
- Ein junger Bauer neben dem mit Gläsern besetzten Tisch von einem alten Manne rasirt. Dieser steht links mit einer Art Capuz auf dem Kopfe. H. 9 Z. 5 L., Br. 6 Z. 10 L.
m) Die beiden Musikanten. Rechts ein junger Mann zur Laute singend, links bläst ein Alter die Sackpfeife. H. 7 Z. 7 L., Br. 6 Z. 7 L.
n) Die Schlittschuhläuferin, en face, die Rechte an die Seite gelegt. Im Grunde sieht man fünf andere Personen auf dem Eise. H. 9 Z. 5 L., Br. 6 Z. 6 L.
o) Der Schlittschuhläufer im weiten Mantel, mit der Linken die Pfeife über dem Kopf haltend. In gleicher Grösse und Gegenstück.
p) Die lustige Schöne. Halbe Figur eines Mädchens, mit der einen Hand die Börse, mit der andern eine Straussfeder über den Kopf haltend, in einem Runde. Im untern Rande: La drulesse contante, H. 9 Z., Br. 6 Z. 2 L.
q) Der lustige Trinker. Halbe Figur eines Mannes, mit der rechten Hand einen grossen Becher emporhaltend. Im unte- ren Rande: C'tout son cucur, Das Gegenstück zum obigen Blatte,
r) Der rauchende Bauer, sitzend von vorn gesehen, wie er den Rauch aus dem offenen Munde stösst. Er hält Beutel und Pfeife in den Händen. Rund. H. 8 Z. 7 L., Br. 6 Z. 10 L.
s) Die sitzende Bäuerin mit Krug und Glas in den Händen. Sie blickt listig in den Krug, welchen sie mit der Rechten hält, B. 9 Z. 5 L., Br. 6 Z. 7 L. Sart, Carl du, Maler, soll um 1680 gelebt haben, was wohl mög- lich, aber noch nicht bewiesen ist, Der ältere Füssly sagt, er sei durch einige Bildnisse bekannt, die J. Gole, J. Brouwer, W. Wool- let u. z. nach ihm gestochen haben, Dann soll nach Füssly dieser Carl du Sart auch Bambocciaden radirt haben; allein wir glauben, dass alles dieses sich nur auf Cornelis du Sart beziehe. Füssly der Sohn spricht indessen geradeaus, nach Carl du Sart habe J. Gole das Bildniss des A. van Ostade (1685) und J. Brouwer jenes des Theologen J. Rutilius gestochen, die aber beide auch von Cor- nelis gemalt seyn könnten, Füssly jun. will diesem Carl du Sart auch die beiden von Wollet und Bruwne gestochenen Blätter: The Cottagers und Jocund Pacsauts, der Composition nach, dem Carl du Sart zuschreiben, s. die beiden Blätter van Gole, die wir im Artikel des Cornelis erwähnt haben. Das Bild der Cottagers ist zwar schon 1682 gemalt; aber Cornelis du Sart leistete schon in frühen Jahren Tüchtiges,
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