Ruygh, Bildhauer

Ruygh, Bildhauer, wurde 1709 zu Mecheln geboren, und daselbst an der Akademie zum Künstler herangebildet. Im Jahre 1810 erhielt er den Preis für die beste Zeichnung nach dem leben- den Modelle. Nachdem er sich einige Jahre im Atelier des Bildhauers van Geel geübt hatte, concurrirte er mit einem Rund- bilde um den grossen Preis der Gesellschaft der schönen Künste zu Antwerpen . Er gewann diesen 1816 mit seiner Statue der Hebe, und ein Basrelief , welches eine Allegorie auf die Vermählung des Prinzen von Oranien enthält, gewann ihm die goldene Medaille. Hierauf ging der Künstler nach Paris , wo er bei de Bay arbeitete. Im Jahre 1820 kehrte er wieder ins Vaterland zurück, und concurrirte zum ersten Male um den grossen Preis der Akademie zu Amsterdam , den er nicht erhielt. Zu dieser Zeit führte er seine Statue des Claudius Civilis aus, die von der Brüsseler Akademie krönt wurde. Dieses Werk ist in de Bast's Annales du Salon abgebildet. Auf diese mit Preisen beehrten Bildwerke folgten viele andere, die teilweise noch grössere Beachtung dienen: Statuen in Gips , Marmor und Alabaster , Büsten und Ba- reliefs, in Marmor und gebrannter Erde. Einige dieser Werke sind in Italien ausgeführt, da Ruygh als königlicher Pensionär eine Zeit in Rom zubrachte. Neben andern fertigte er das Brust- bild des Papstes, wozu ihm dieser selbst gesessen seyn soll. Jeden- falls ist dies als ein treffliches Werk gepriesen worden, als das ähnlichste Bildniss des heiligen Vaters. Im Jahre 1836 vollendete er zu Amsterdam ein colossales Bildwerk, welches die Auferstehung Christi vorstellt, und am Gottesacker daselbst zu sehen ist. Ein anderes colossales Werk ist die Statue des Admirals de Ruyter, die 1841 für die Stadt Vlissingen in Erz gegossen wurde. Im Jahre 1842 erhielt er den Auftrag, die Bildsäule Rembrandts zu formen.

Royer ist Mitglied des k. niederländischen Institutes. Reyschoot, s. Reyschoot,

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