Rubens hat selbst einige Blätter radirt, die theilweise

Rubens hat selbst einige Blätter radirt, die theilweise, beson- ders im vorzüglichen Drucke, äusserst selten sind.

  1. Das Bildniss eines englischen Geistlichen, der Kopf in 3 An- sicht nach rechts gewendet, mit unbedecktem Kopfe und of- fenem Hemde, und mit Pelz ausgeschlagenem Mantel. Kleine Büste im Oval, links unten P. P. Rubens F. Höhe des Ovals 4 Z. 7 L., Br. 4 Z. 1 L. (Basan, Portraits etc. 86).

Dieses Blatt ist in ganz schönem Drucke von grösster Sel- tenheit. In der Stengel'schen Auction wurde ein guter Ab- druck mit 3 fl. 24 kr. bezahlt.

  1. Büste eines bartigen Alten mit einem Hute auf dem Kopfe, fast im Profil, nach rechts sehend, wo unten folgende Schrift ist: P. P. Rubens fecit. 165. H. 2 Z. 4 L., Br. 2 Z. 4 L.

Dieses Blatt ist wahrscheinlich das seltenste von allen, Basan kannte es nicht.

; 3) 9t. Franz, wie er die Wundmale empfängt, kniend nach rechts gerichtet. Am Steine steht: P. Paul Rubens, ohne F, S. 510. Dieses Blatt legt man dem Rubens bei. H. 52,2 L., r.: 3 Z. 9 L. (Basan, Saints , 9.) Dieses Blatt ist im vorzüglichen Drucke selten, die gravirten kommen am öfteren vor. In ganz schönem Drucke

  • geht es auf Auctionen selten unter 6 fl. weg,
    1. Die heil. Catharina in Wolken, den linken Fuss auf das Rad g:mitzt, in den Händen Schwert und Palme. Links unten i den Wolken steht: P. Paul Rubbens F. Oval. H. 41 V 7 L., Br. 4 Z. 11 L. (Basan, Saintes, 15).

Dieses sehr fein und geistreich radirte Blatt ist besonders selten vor der Nachhülfe mit dem Grabstichel, die vor- stehendman oder Bolswert vornahm. Die Darstellung ist der Entwurf zu einem Plafondbild. In der Sternberg'schen Auction 2 Thl, ; 4 gr. Stengel'sche Auction 4 fl. 49 kr.

Eine Alte mit dem Korbe, einem Lichte in der linken Hand, dabei ein Knabe, der schalkhaft lächelnd, sein Licht an dem ihrigen anzündet. Halbe Figur. Quid vetat opposito .... nihil, P. Paul Rubens inv. et excud..cum privilegıs Regis Christia- nissimi serenissimae infantis et ordinum confederat, H. 9 Z. ; 8 L., Br. 7 Z. 2 L. (Basan, Allegories 46),

Hecquet und einige andere legen dieses schöne Blatt dem Corn. Visscher bei, Basan behauptet aber, es sei unstreitig Rubens Arbeit, welchem nur mit dem Grabstichel etwas nach-

geholfen wurde. Die früheren Abdrücke sind sehr selten. In der Sternberg'schen Auktion ein vollendeter Abdruck

Die gegenseitige Copie ist von J. Stahl. Im Rande sind

vier Verse, während im Original nur deren zwei stehen.

  1. Ein Weib mit dem Töpfe in der einen, und dem Lichte in der andern Hand, an welchem ein Knabe das seinige an- zünden will. Hinter ihm ist ein Skelett, und oben steht: Cursus mundi, Ded. In Aula Reverendissimi .... P. P. Ru- bens inv. 1631. .F. V. Wyngaerde exce. H. 7 Z. 7 L., Br. Z. 2 L. N Dieses Blatt legt Basan, Allegories 45, dem Rubens bei, es ist aber sicher von G. Panneels erfunden und gestochen,

  2. Ein Schäfer und eine Schäferin, Hand in Hand, der Schä- ferstab zu dem Fusse des Erstern. In der Ferne sind Schafe, eine Ziege und einige Häuser. Ohne Namen des Malers und Radirers, worunter Mariette den Rubens selbst vermu- thet. H. 6 Z. 7 L., Br. 7 Z. 5 L. (Basan, Allegories 60.) Dieses Blatt ist sehr selten zu finden.

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