Ruben mehr Muße in Öl zu malen, und nun entstanden herrlichen Genrebilder, in denen heitere Ruhe der Natur und... mete sich da unter Cornelius der Malerei, bis dieser im September des Jahres 1825 seinem Rufe nach München folgte. Auch unseren Künstler, der eine Kreuzabnehmung für eine Kirche in Westphalen malt hatte, wurde es im folgenden Jahre möglich, in München den Meister wieder zu sehen, wo Ruben ebenfalls seinen Ruf gründete. Er hatte einige Anteil an den historischen Fresken des königlichen Hofgartens, gemalt hat er aber nur eine allegorische Figur. Werke von größerer Bedeutung sind seine colorirten Cartons, die er unter Respienz des Professors Hess für die neuen Fenster des Domes in Regensburg ausführte: Er zeichnete die Cartons für zwei große und zwei kleinere Fenster, welche die Anbetung der Hirten, die Bergpredigt des Johannes, die vier Kirchenväter und einen Cycles von sechs kleineren Bildern aus dem Leben des hl. Stephan verstellen. Diese Compositionen machten den Künstler bereits einen rühmlichen Namen, und zu den schönsten Werken ihrer Art gehören seine späteren Cartons, die er für die neue Marienkirche in der Vorstadt Au ausführte. Man sieht nach ihm das prächtige Chorfenster mit der Krönung Mariä und die vier Evangelisten gemalt, sowie die Kreuzigung auf einem Seiten-Chorfenster. Die ausgezeichnet schönen Compositionen dieser gemalten Fenster gab Espert in lithographirten Nachbildungen, die ebenfalls zu den meisterhaften Arbeiten dieser Art gehören. Sie sind auf das feinste in Stein gravirt. Nach Vollendung dieser Compositionen erhielt Ruben den Auftrag, zur Ausschmückung des Schlosses Hohenwangau beizutragen. Er fertigte zu diesem Zwecke 1856 die Entwürfe für mehrere Bilder, die in den Sälen des Schlosses gemalt wurden. Sie stellen das Burgleben der Frauen im Mittelalter, und die Sage des Schwabenritters dar. Nach Vollendung dieses Bilder-Cyclus in Hohenwangau fand... ler Friede der Menschenbrust das Thema bilden. Der Mönch, der auf eine Mauerbrüstung sich stützend schwermüthig auf die lachende Landschaft hinblickt, und das Abendgebet auf dem... wurden immer mit regster Theilnahme betrachtet. Letzteres und ansprechende Bild zeigt einen Nachen auf dem ruhigen See, in welchem beim Untergange der Sonne der Schiffer und ein Mädchen den frommen Pater nach dem Master fahren. Schön klingt die Glocke zum Gebete, und alle drei folgen ihrem Rufe. Ebenso ansprechend ist auch sein Bild der Novize, welches durch wirksame Beleuchtung und die frische Farbe von ungemeinem Reiz ist. Dieses Bild besitzt Baron von Lotzbeck. Im Jahre 1837 malte er eine Räuberscene, ein in der Darstellung einfaches aber effektvolles Bild. Drei Räuber brechen aus dem Schlafwinkel hervor, um einen Reisenden anzufällen, allein es überfällt sie Furcht und Scham, als der den Kommenden begleitende Knabe die Laterne emporhält, und die Hostie beleuchtet, welche der Kapuziner dem Sterbenden bringen will. Später malte er für den Kunstverein in Hannover... xog Erich von Cälenberg zu Hardegen 1836. Dieses Bild wurde 1839 den Kunstvereinsmitgliedern in Abbildung gegeben. Ruben führt alle seine Bilder mit warmem Gefühle durch, und mit so streng ausgeprägter Individualität, dass seine Werke neben den ausgezeichnetsten Erzeugnissen der oberen deutschen Schule sich halten werden; sein neuestes Werk, welches noch nicht voll...
Einige seiner Bilder sind bereits in Abbildung vorhanden. Im zweiten Bande der Geschichte der neuern deutschen Kunst vom Grafen A. Raczynski ist das Außenstergemälde mit der Krönung Mariä lithographirt und colorirt. Dieses Fenster bildet das Altargemälde. Im Texte ist ein Holzschnitt eingedruckt, der den Mönch darstellt. A. Kauffmann lithographirte das Gemälde der Leuchtenberg'schen Sammlung, welches die Macht des Glaubens vorstellt. Auch das Ave Maria hat Kauffmann lithographirt, beide für Hohe's neue Mal. werke aus München. Das letztere Bild besitzt Hr. Dr. Spiess in Frankfurt. Hohe lithographirte das hannoverische Kunstvereins- blatt für 1834, Herzog Erich von Coblenz vorstellend, nach dem Originalgemälde im Besitze des Herrn Kemper in Orlinghausen. Den Räuber lithographirte C. Kratz 1830 für den Augsburger Kunst- verein. Die Novize ist von Bergmann auf Stein gezeichnet, in grös- serem und kleinerem Formate. Ein zweites von Bergmann litho- graphirtes Bild hat den Titel der Perle.
In dem von 1839 bei J. Buddeus zu Düsseldorf erschienenen Album deutscher Künstler in Originalradirungen ist auch ein Bei- trag von Rubens.
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