Rovira y Brocandel, Hipólito

Rovira y Brocandel, Hipólito, Maler und Kupferstecher , wur- de 1603 zu Valencia geboren, und in der Akademie des Evaristo Munoz unterrichtet. Hier zeichnete er vieles nach Kupferstichen, da er sich ausschließlich der Kupferstecherkunst widmen wollte. Rovira hatte auch Talent dazu, wie das Titelblatt des ersten Ban- des des Museo pictorico von A. Palomino beweiset. Dieser Band erschien ; wir finden aber kein späteres Blatt mehr von ihm angezeigt, obgleich sich der Künstler erst im dreissigsten Jahre nach Italien begab, um in Rom seine weiteren Studien fortzuset- zen. Hier zeichnete er mit grösstem Fleisse, und copirte die sämmtlichen Bilder des Annib. Carracci in der Gallerie Farnese. Durch diese Anstrengung litten seine Augen, und stellte sich Blind- sinn ein, der nach seiner Rückkehr bedeutend zunahm. Er wusste

plötzlich nicht mehr, was er begonnen hatte und zerstörte wie- der, was er sonst so gut angelegt hatte. Dieses wiederfuhr ihm mit dem Bildnisse des Prinzen, Ludwig, Sohn Philipp IV. Auch in den Kirchen und Palästen zu Valencia findet man Gemälde, wel- che Spuren seines Blödsinns an sich tragen. Zuletzt wurde der Künstler in das grosse Spital seiner Geburtsstadt gebracht, wo er starb.

Ausser dem oben genannten Titelblatt zu Palomino's Museo pictorico nennen wir noch folgende Blätter von ihm.

  1. Das Bildniss des P. Domingo Anadon, nach A. Larago.

  2. Jenes des D. Juan de Ribera 1706.

  3. St. Juan Francisco de Regis.

Bovisi, Valentin, Maler aus dem Fleimserthale, war Schüler des älteren Tiepolo, und diesem in Kunst fast gleich, besonders in der Frescomalerei. Werke dieser Art sind in den Kirchen des Valsugana, in jener zu Cavino, und die Leidensstationen zu Moena, Varena und Pauzia im Fleimserthale. In der Kirche zu Roncegno sind vier Ölgemälde von ihm, und hier und da sieht man auch in Privathäusern solche. Sammler für Tirol II, 2,

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