Roubillac, Francois Louis

Roubillac, Francois Louis, Bildhauer von Lyon , bildete sich in Paris zum Künstler, und ging dann nach England , wo er spä- ter seinem Nebenbuhler Rysbrac sogar noch vorzog. John Walpole war sein Gönner, und durch diesen erhielt er den Auf- trag, einige Büsten für das Trinity-College zu Dublin und das Mo- nument des Herzogs von Argyle in der Westminster-Abtei zu ver- fertigen. Viel größeren Beifall erwarb ihm indessen die Statue des Tondüchnen Abél, die in dem Garten Vauxhall aufgestellt wur- de, und die Denkmäler des Herzogs und der Herzogin von Mon- tague in Northamptonshire . Dann fertigte er auch die Statuen Georgs I. und jene des Herzogs Carl von Somerset, als Univer- sitäts-Kanzler, die beide im Stadthause zu Cambridge aufgestellt wurden. In Christ-Church-College zu Oxford ist die Statue Lo- cke's. Eines seiner vorzüglichsten Werke ist die Statue des New- ton in der Capelle des Trinity-College, 1755 ausgeführt. Der

Kopf ist würdig, individuell und geistreich, dagegen das Motiv und die Behandlung naturalistisch und styllos, wie Waagen (Kunstwerke etc. II. 520) sagt. In seinen besten Arbeiten zählt man auch die Büste Carl I. von 1762. Man hat von diesem Roubillac auch satyrische Ge- bilde. Roubillac, Kupferstecher , geb. zu Bayonne 1730, arbeitete in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts zu Paris, besonders in Crayonmanier, Blätter zum Unterrichte, und einige in Farben .

  1. Verschiedene männliche und weibliche Köpfe, nach Piazzeau - u. a. 4.
  2. Einige Blätter mit Thieren.
  3. Pröpices de dessin, 7 Hefte, jedes zu 4 Blätter, nach Pia- zzau, fol. Roude, s. Rude. Rouffignac, Catharine de la, Malerin zu Paris, arbeitete um 1700. Sie malte Bildnisse, wovon G. Edelink jenes des Abbé Bignon gestochen hat. Roue, Jean de la, Maler zu Paris, machte sich durch Schlacht- stücke bekannt. War Akademiker und starb 1780. Sein Bruder war Bildhauer. Rougeot, Jean-Jacques, s. Leouge. Rouget. Miniaturmaler zu Paris, ein jetzt lebender Künstler. Er malte Bildnisse und copirte auch Bilder neuerer französischer Mei- ster in Miniatur. Rouget, Georges Chr., Maler, geb. zu Paris 1785, war einer der letzten Schüler David's, zu einer Zeit, in welcher der Meister selbst schon wieder mehr zur Naturwahrheit zurückgekehrt war. Diese Richtung spricht sich auch in den Werken Rouget's aus, bei strenger Zeichnung und glücklichem Sinne für Schönheit und Har- monie der Färbung. Rouget erhielt schon 1803 den zweiten grossen Preis der Malerei des National-Instituts, 1805 das erste Accessit der Specialschule der schönen Künste, und in der Folge der Zeit mehrere goldene Medaillen. Es wurden ihm viele ehren- volle Aufträge zu Theil, denen sich Rouget zu seinem Ruhm ent- ledigte. Sein Ruf steht schon seit vielen Jahren fest, noch mehr aber wurde er in früheren Tagen erhoben, ehe noch die neuere Generation der älteren Schule den besten Theil ihres Ruhms ent- zogen hatte. Rouget hat aber ebenfalls viele Verdienste, und hätte er in der Erfindung und in der Anordnung immer so viel Geschmack als Gediegenheit und Sicherheit der Technik bewiesen, so wäre sein Ansehen auch neben den gepriesenen Meistern der Neuzeit nicht geschmälert worden. Rouget ist Historiker, und selbst meh- rere seiner Bildnisse gehören der Geschichte an. Von heiligen Darstellungen nennen wir den Tod des hl. Ludwig, ein 15 Fuss großes Bild, welches 1817 im Luxembourg aufgestellt wurde. In der Kirche St. Gervais zu Paris ist ein grosses Ecce Homo und in der Kathedrale eine Anbetung der Hirten von 1822. Dann malte er auch einige Darstellungen aus dem Leben des hl. Ludwig, die sich jetzt im historischen Museum zu Versailles befinden, sowie Bilder, worunter auch der oben erwähnte Tod des Königs gehört.

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