Rottmayr von Rosenbrunn, Johann Franz Michael

Rottmayr von Rosenbrunn, Johann Franz Michael, Historien- maler, wurde 1660 zu Laufen (nicht zu Salzburg) geboren, und Venedig von Carl Loth unterrichtet. Später kehrte er nach Salzburg zurück, und malte da einige Bilder für Kirchen, bis er in Wien sein weiteres Glück versuchte. Hier malte er zahlreiche Werke in Oel und Fresco, in Kirchen und Palästen, wovon aber der grösste Theil der Mode und anderen Arbeiten weichen musste. In der St. Peterskirche und in der Kirche des hl. Carolus Borro- meus sind die Kuppeln von ihm gemalt. In Oesterreich sind noch immer viele Bilder von ihm, besonders in Kirchen und Klostern, und hier und da auch in Sammlungen. Seine Werke sind aber ungleich, schlechter, wenn er schlecht bezahlt wurde, was der Fall war. In den besseren offenbart sich aber ein Mann- Talent, welches jedoch der verderblichen Richtung damals folgte. In der Kirche zu Heiligen-Kreuz bei Mödling sind en

Freiherr von Rothmayer malte aber nicht allein in den öster- reichischen Staaten, er war auch im Auslande bekannt. Es fin- den sich im Dome zu Passau , in der Klosterkirche zu Raiten- haslach, in der Carmeliter-Kirche zu Regensburg und anderwärts Arbeiten von ihm. In der Jesuitenkirche zu Breslau malte er 16 die drei großen Felder des Hauptgewölbes in Fresco, und erwarb sich damit besonderes Lob. Zu Pommersfelden erhielt er für die Aus schmückung des Plafonds des großen Saales 1000 Thaler und ein Jahr lang freie Verpflegung für sich und seine Familie. Alle diese Reisen unternahm er in Zwischenräumen von Wien aus, wo Roth- mayer Hofmaler des Kaisers Joseph I. war. Auch Kaiser Karl VI. ernannte ihn zu seinem Kammermaler. Starb zu Wien 1727. In Leopoldskron war sein Bildnis.

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