Rottmann, Friedrich, Zeichner und Radirer von Handschuhs- heim, der Vater des Obigen, war ebenfalls ein verdienstvoller Künstler seiner Zeit. Er fertigte viele Zeichnungen, theilweise in Aquarell , womit er besonderen Beifall fand. Es sind dieses Gen- rebilder, Schlachtstücke, Landschaften u. s. w. Unter seinen Aquarellbildern machten ihn besonders zwei dem grösseren Publi- kum bekannt, weil er dieselben auch radirt hat, nämlich die Schlacht bei Handschuhsheim und die Erstürmung der Heidelber- ger Brücke. Viele seiner Zeichnungen kamen nach England , an- dere sind im Deutschland zerstreut. Für den Herzog von Nassau zeichnete er mehrere Ansichten aus dem Neckarthale. Die beiden oben genannten Schlachtbilder hat C. Ph. Fohr copirt, welcher überhaupt dem Unterrichte dieses Meisters viel zu danken hatte, Auch E. Fries war ein Schüler Rottmann's, aber alle diese genann- ten trefflichen Künstler deckt bereits die Erde. Rottmann starb 1817 als Universitäts-Zeichnungslehrer zu Heidelberg . Er beklei- dete diese Stelle schon zu Anfang unsers Jahrhunderts. Rottmann hat auch mehrere Blätter radirt, alle nach eigener Zeichnung. Mehrere seiner Zeichnungen wurden gestochen,
Die Schlacht bei Handschuhsheim, qu. fol.
Die Erstürmung der Heidelberger Brücke, qu. fol.
3—9. Die Abentheuer eines reisenden Malers, gezeichnet und geätzt von F. Rottmann, 6. Blätter mit verschiedenen Carrikaturen von Männern und Frauen, das siebente Blatt bildet den Titel mit obiger Schrift, kl. qu. fol.
Eine kleine Vignette mit sechs Männern, wovon drei dispu- tiren. Links oben steht: Heidelberg den 16. April 1806. 12.
Eine Folge von sechs Ansichten aus dem Garten in Schwe- tzingen, die vier Tempel, die Moschee und die Wasserlei- tung vorstellend, mit dem Titel: Six vues du Jardın de Schwetzingen, qu. 8.
Neue Ansichten von Heidelberg. Vues de la ville de Hei- delberg etc. Drei Ansichten, des Schlosses, das Neckarthal und das Ziegelhaus daselbst, Harlass, Neuburg, Umgegend von Neckargmünd, qu. 8.
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